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Sommerfest

Sommerfeste sind in der Seniorenbetreuung ein traditioneller Höhepunkt im Jahresablauf. Viele Bewohner freuen sich schon lange im Voraus auf diese Feier, die weit mehr ist als nur ein gemütliches Beisammensein im Garten. Sie unterbrechen den oft eintönigen Pflegealltag, bringen Menschen zusammen und bewahren gewohnte Traditionen lebendig. Insbesondere für Senioren mit Demenz oder kognitiven Einschränkungen sind wiederkehrende Feste als Ritual wichtig: Sie regen das Erinnerungsvermögen an und geben Orientierung. Feste vermitteln den alten Menschen das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, und schaffen schöne Erinnerungen, an die sie gerne zurückdenken. Mit einem sorgfältig vorbereiteten Sommerfest wird Lebensfreude geweckt und die Gemeinschaft gestärkt.

Zielsetzung

Sommerfeste verfolgen in der Seniorenbetreuung mehrere Ziele, die sich an den Bedürfnissen älterer Menschen orientieren. Dazu zählen vor allem:

  • Soziale Teilhabe und Gemeinschaftsförderung: Durch gemeinsame Aktivitäten kommen Bewohner, Pflegekräfte und Angehörige in Kontakt. Feste bieten „eine schöne Möglichkeit, damit sich Menschen begegnen und in einer angenehmen Atmosphäre Zeit miteinander verbringen können“. Sie stärken das Gemeinschaftsgefühl und geben den Senioren das gute Gefühl, nicht allein zu sein. Regelmäßige Veranstaltungen wie Sommerfeste können helfen, soziale Isolation und Einsamkeit zu reduzieren.

  • Biografie-Aktivierung und Erinnerungsarbeit: Themen und Elemente des Festes können gezielt biografische Erinnerungen ansprechen. Traditionelle Sommermottos (z. B. „Tag am Meer“ oder die 1960er-Jahre) wecken bei vielen alten Menschen Erinnerungen an Urlaub, Musik oder Bräuche ihrer Jugend. Feste dienen so als Anlass, vergangene Erfahrungen zu teilen und „Alte Erinnerungen neu lebendig werden [zu] lassen“. Durch Musik, Lieder und Gesprächsimpulse können Bewohner angeregt werden, in Erinnerungen zu schwelgen und sich auszutauschen.

  • Lebensfreude und Stimmung: Spielen, Singen und Tanzen auf dem Fest sorgen für Spaß und Freude. Ein farbenfrohes, liebevoll gestaltetes Ambiente sowie leckeres Essen und Getränke steigern die Stimmung und bringen Abwechslung. Gemeinsames Basteln oder Dekorieren schon im Vorfeld schafft Vorfreude und trägt zur positiven Atmosphäre bei.

  • Förderung von Bewegung: Sommerfeste bieten oft altersgemäße Bewegungsangebote – von Sitztanz bis zu leichten Outdoor-Spielen. Schon allein der Aufenthalt im Freien und gemeinsames Schunkeln oder Mitmachspiele aktivieren körperlich. Regelmäßige Bewegung stärkt Mobilität und Gleichgewicht der älteren Menschen. Durch gezielte Bewegungsaktivitäten (z. B. eine Gruppengeschichte mit Papiertüchern oder eine Sitztanz-Einlage) wird die Fitness gefördert und Stürzen vorgebeugt.

  • Sinnstiftende Beschäftigung: Die Einbindung der Senioren in Vorbereitung und Durchführung (z.B. Basteln der Dekoration, Bewerten von Speisevorschlägen) gibt ihnen eine sinnvolle Aufgabe. Das Spielen von Gesellschaftsspielen oder Ratespielen (z.B. Erraten des Kuchen-Gewichts) stimuliert Geist und Kreativität. Eine gelungene Beschäftigung erhöht das Wohlbefinden und reduziert Unruhe.

  • Integration von Angehörigen und Ehrenamt: Sommerfeste eröffnen die Möglichkeit, Familien und Ehrenamtliche einzubinden. So können Angehörige sich an Planung und Durchführung beteiligen, was die Beziehung stärkt und zusätzliche Unterstützung schafft. Gemeinsame Veranstaltungen fördern die Teilhabe aller Beteiligten an der Lebenswelt der Senioren.

Vor- und Nachteile

Vorteile: Ein Sommerfest schafft positive Erlebnisse und Abwechslung im Pflegealltag. Es kann die Lebensqualität der Bewohner steigern, indem es Freude weckt, soziale Bindungen stärkt und die Gesundheit fördert. Die aktive Beschäftigung der Senioren bei Festen führt zu „einem harmonischen und aktiven Umfeld“, in dem Konflikte reduziert werden und Bewohner kooperativer sind. Für das Pflege- und Betreuungsteam bedeutet ein gut vorbereitetes Fest oft weniger Stress im Alltag und mehr Zufriedenheit, weil gemeinsame Erlebnisse die Zusammenarbeit fördern.

Nachteile: Ein Fest zu organisieren erfordert erheblichen Aufwand an Planung, Personal und Material. Große Veranstaltungen können für Pflegende stressig sein, da sie viele Aufgaben koordinieren müssen (Programm, Verpflegung, Aufräumen). Es gilt daher, Ziele realistisch zu setzen und Arbeitsaufwand zu begrenzen.

Wetterabhängigkeit: Draußen geplante Sommerfeste sind naturgemäß wetterabhängig. Plötzlicher Regen oder sengende Hitze können Gäste in Verlegenheit bringen. Deshalb sollten Schlechtwetter-Alternativen oder Schutzausrüstung (Zelte, Sonnenschirme, Decken) bereitstehen. Im Sommer ist zudem Sonnenschutz (Kopfbedeckung, Sonnencreme) wichtig, um Hitzeschäden und Sonnenbrand vorzubeugen.

Inklusion vs. Überforderung: Während Feste generell integrativ sein können, besteht die Gefahr der Überstimulation. Menschen mit Demenz oder hoher Pflegebedürftigkeit können bei lauter Musik oder vielen Reizen überfordert werden. Eine demenzgerechte Festgestaltung ist daher wichtig: leise Rückzugsbereiche anbieten und das Tempo dem langsamsten Teilnehmer anpassen. Gezielte Vorbereitung verhindert, dass die Demenzerkrankten unruhig werden – optimal ist ein einfaches, ruhiges Programm, bei dem sie gefahrlos mitfeiern können. Auch allgemein sollte Barrierefreiheit gewahrt sein: Wege müssen rollstuhlgerecht und ohne Stolperfallen sein, damit alle Bewohner teilnehmen können. Insgesamt gilt es abzuwägen, welchen Umfang ein Fest haben soll, sodass der Nutzen (Gemeinschaft, Freude) im Vordergrund steht und der Aufwand tragbar bleibt.

Planung, Organisation und Durchführung

Jahresplanung und Konzept

Ein Sommerfest sollte frühzeitig in die Veranstaltungsplanung aufgenommen werden. In vielen Einrichtungen ist es fester Bestandteil des Jahreskalenders. Planungsschritte sind ähnlich wie bei anderen Festen: Anlass, Motto und Zielgruppe bestimmen das Konzept. Es empfiehlt sich, ein klares Thema oder Motto festzulegen – ein „stimmiges Motto bringt Struktur ins Sommerfest und lässt alle Elemente von der Dekoration über das Programm bis hin zum Essen zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen“. Beliebte Mottos sind etwa „Ein Tag am Meer“ mit maritimer Dekoration oder Erinnerungen an die 1960er-Jahre mit entsprechender Musik. Ein gut gewähltes Thema erleichtert die stimmige Gestaltung von Raum, Kleidung und Aktivitäten.

Teamarbeit und Einbezug der Beteiligten

Zur Organisation sollten Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen eingebunden werden. Typischerweise wird ein Festausschuss gebildet, dem neben Pflege- und Betreuungskräften auch Bewohner und Angehörige angehören können. Diese Gruppe legt Programmablauf, Budget und Aufgabenverteilung fest. Es ist sinnvoll, einen festen Koordinator zu bestimmen, der die Absprachen trifft und Ansprechpartner ist. Angehörige können mit eingebunden werden – sie bringen manchmal besondere Ideen ein oder helfen beim Sammeln von Dekorationsmaterialien. So wird die Veranstaltung zu einem gemeinschaftlichen Projekt.

Themenwahl und Programmgestaltung

Das gewählte Motto bestimmt Dekorations- und Bekleidungskonzept sowie Aktivitäten. Möchte man etwa eine „Strandparty“, so bieten sich blaue, weiße und sandfarbene Farben an. „Karibik-Party“ dagegen setzt auf bunte Teller und exotische Girlanden. Die Seniorengemeinschaft kann in Sitzungen oder Bastelrunden ihre Vorlieben einbringen. Fragen wie „Welche Musik hat Ihnen früher Spaß gemacht?“ oder „Was haben Sie gerne im Sommer gegessen?“ können in die Programmplanung einfließen.

Das Festprogramm sollte abwechslungsreich, aber nicht überfordernd sein. Als Herzstück dienen Show- und Mitmachangebote. Beispiele aus der Praxis sind: ein Auftritt einer Kindertanzgruppe, ein Besuch von Zauberern oder Falknern, eine mobile Streichelzoo-Einheit oder eine kleine Modeschau. Solche Programmpunkte sprechen alle Sinne an. Wichtig ist, ruhige Phasen und Bewegung abzuwechseln: beispielsweise folgen nach einer Tanz- oder Gesangseinlage ein gemeinsames Bingo oder ruhiges Geschichtenerzählen. Eine Moderatorin oder ein Moderator kann durch das Programm führen, Ankündigungen machen und für Stimmung sorgen. Hintergrundmusik lockert die Atmosphäre; bekannte Volkslieder laden zum Mitsingen einmal.

Dekoration und Ambiente

Der Veranstaltungsort (Garten, Wintergarten oder Mehrzweckraum) sollte fröhlich geschmückt werden. Auch hier kann das Thema alles dominieren. Für eine „Sommerblüten-Atmosphäre“ eignen sich hängende Blumen-Girlanden, selbstgebastelte Windlichter mit Muscheln und Sand oder Eis-Mobile aus Papier. Das gemeinsame Basteln der Dekorationen stärkt zusätzlich das Gemeinschaftsgefühl – viele Bewohner erkennen ihre eigenen Werke am Festtag wieder. Kleine Details wie bunte Luftballons, Girlanden und Blumengestecke lassen das Fest fröhlich wirken. Auch auf bequeme Sitzmöglichkeiten muss geachtet werden: Nur so viele Tische und Stühle platzieren, wie wirklich benötigt werden, damit der Raum nicht überfüllt wirkt. Beleuchtung (bei Abend- oder Spätsommerfesten) erfolgt dezent, z.B. mit Lichterketten oder Lampions, um eine gemütliche Stimmung zu schaffen.

Verpflegung und Aktivitäten

Leckeres Essen gehört zu jedem Fest. Ein Sommerfest-Menü kann aus Grillwürstchen, Salaten, frischem Obst und Eis bestehen, aber am wichtigsten ist, dass die Bewohner mitentscheiden können. Schon bei der Planung sollten Lieblingsspeisen und Unverträglichkeiten erfragt werden. Kleine Mitmachstationen wie ein „Kuchen-Topping“-Stand (Erdbeerkuchen selbst belegen) oder eine Salatbar, an der Bewohner Salatzutaten auswählen, machen das Essen interaktiv und spaßig. Für Getränke sind kühle Erfrischungen besonders gefragt – gesunde Obstbowlen oder Schorlen sorgen für Flüssigkeit und ein sommerliches Gefühl. Auch hier gilt: Vielfalt und Moderation, damit niemand aufgrund von Allergien oder Diabetes zu viel konsumiert.

Beschäftigungsspiele und Aktivitäten

Feste leben von gemeinsamen Spielen und Aktionen. Spiele erhöhen die Beteiligung: Laut dem Fachportal Pflegemode führen „Spiele immer großartige Ergänzung[en] zu einer Party“ und ermutigen die Menschen, Kontakte zu knüpfen. Einfache Spiele wie „Dosenwerfen“, „Kegeln“, Wasserballon-Passen (oder in der Einrichtung: Wasserbecher-Weitwurf) oder ein Quiz mit Sommerfragen sind oft geeignet. Selbst ganz einfache Spiele, z.B. Ringe in einen Eimer werfen oder Fische-Angeln, machen Spaß und können auch im Sitzen durchgeführt werden. Dabei werden motorische und kognitive Fähigkeiten gefördert. Wichtig ist, die Spiele altersgerecht zu wählen: Grafiken und Requisiten sollten groß und gut sichtbar sein, Regeln leicht verständlich.

Musik und Tanz sind beliebte Elemente. Eine Tanzrunde im Sitzen, ein gemeinsames Liedertreffen oder Karaoke bringen Bewegung und Freude. Besonders Menschen mit Demenz reagieren oft sehr positiv auf Musik – sie kann Erinnerungen wecken und die Stimmung heben. Das Programm sollte genug Abwechslung bieten, aber nicht zu viele Höhepunkte hintereinander: „Ein Programm verhindert, dass Langeweile aufkommt, führt aber häufig zu Enttäuschung, übersteigt es den Rahmen nicht“. Es empfiehlt sich, flexibel zu bleiben und den Ablauf an die Tagesform der Bewohner anzupassen (z.B. eher ruhige Aktivitäten bei Hitze oder direkter Sonneneinstrahlung).

Einbindung von Angehörigen und Ehrenamtlichen

Angehörige, Freiwillige oder Aushilfskräfte können in vielerlei Hinsicht helfen: Sie können Tische dekorieren, beim Grillen assistieren oder sich an Spielebetreuungen beteiligen. Das Einbeziehen von Familienangehörigen erhöht die Identifikation mit der Einrichtung und verleiht dem Fest eine persönliche Note. Zum Beispiel können Enkelkinder eingeladen werden, um für ihre Großeltern zu singen oder zu tanzen. Wichtig ist hierbei, Rücksicht auf die Belastung der Pflegekräfte zu nehmen – ein klarer Plan und Zuordnung von Verantwortlichkeiten verhindern Doppelarbeit und Überforderung.

Sicherheitsaspekte

Die Sicherheit der Gäste hat oberste Priorität. Wenn das Fest im Freien stattfindet, sind Sonnenschutz und Hitzeschutz essenziell: Schattenplätze einrichten, ausreichend Wasser bereitstellen und Medikamente oder Decken griffbereit halten. Aufgeräumte Wege ohne Stolperfallen sind für mobilitätseingeschränkte Bewohner unbedingt zu gewährleisten. Orte wie Grill oder Feuerstelle sind zu sichern, damit Rollatoren und Rollstühle nicht in Gefahr geraten. Elektrische Geräte (Lautsprecher, Lichterketten) sollten kindgerecht abgedeckt sein, um Stromunfälle zu vermeiden. Ebenso sind hygienische Vorgaben einzuhalten (z.B. bei der Essensausgabe, um Infektionen zu verhindern). Bei heißem Wetter empfiehlt es sich außerdem, die Aktivitäten in kühlere Tageszeiten (Morgen/Abend) zu verlegen. Ein guter Wetter- und Notfallplan (bei Regen flexibel ins Foyer oder einen Saal ausweichen) minimiert unangenehme Überraschungen.

Praxisbeispiele

  • Sommerfest mit maritimem Thema: Ein Pflegeheim organisierte eine maritime „Strandparty“ im Innenhof. Die Tische wurden mit blauen Tischdecken und Seemuscheln dekoriert. Bewohner halfen beim Basteln von Papier-Fischschwärmen und Windlichtern aus Marmeladengläsern mit Sand. Als Programmpunkte gab es ein Quiz über Seereisen (biografieorientierte Fragen), eine Karaoke-Runde mit Schlagerliedern aus den 50er Jahren und Dosenwerfen mit Seemannsmotiven. Ein Mobilitätsteam sorgte dafür, dass alle Rollstuhlfahrer gut Plätze an der Gartenbar erhielten. Die vertraute Musik und Dekoration regten viele Bewohner an, von ihren eigenen Strandurlauben zu erzählen.

  • Inklusives Fest mit Demenzgerechtem Angebot: Bei einem Sommerfest integrierte ein Seniorenheim speziell für Menschen mit Demenz mehrere einfache Spiele im Garten: Ringe werfen, Wasserspritzen (mit Handpumpen), und ein kleines Planschbecken mit Fischen. Pflegende Teilnehmer trugen bunte Hüte und T-Shirts im Festival-Stil, um die Stimmung zu lockern. Zusätzlich wurde ein Streichelzoo mit Kaninchen engagiert – solche Angebote seien „besonders bei demenzbetroffenen Menschen sehr beliebt“, so die betreuende Fachkraft. Für die Sicherheit gab es Sonnenschutz, gekühlte Getränke und eine schattige Ruhezone mit Liegestühlen, wo sich überhitzte Teilnehmer ausruhen konnten. Angehörige halfen beim Basteln von Wassergirlanden und begleiteten beim gemütlichen Teil mit Kaffee und Kuchen, so dass das Betreuungsteam nicht überlastet wurde.

  • Sommerfest im betreuten Wohnen: In einem Haus für betreutes Wohnen wurde ein Grillfest organisiert. Bewohner konnten selbständig entscheiden, welche Salate sie mitbringen oder welche Getränke sie servieren möchten. Ein Bewohnerausschuss plante das Buffet und kaufte Lokalkästchen mit regionalen Leckereien ein. Auf einem Rollstuhlkarussell mit Spielschnur wurde „Angeln“ gespielt – Bewohner im Rollstuhl versuchten, mit Magnetangeln kleine Fische aus einem Wasserbecken zu fischen. Diese Aktion lief ohne Hektik am Nachmittag; abends gab es ein kleines Beisammensein mit musikalischer Begleitung durch einen Akkordeonspieler. Das Fest war für alle gut zugänglich, da zuvor ein ebenerdiger Zugang und platzsparende Tische installiert worden waren.

Diese Beispiele zeigen: Mit Kreativität und sorgfältiger Vorbereitung kann ein Sommerfest so gestaltet werden, dass es für fitte Senioren genauso attraktiv ist wie für Menschen mit Demenz oder Mobilitätseinschränkungen. Entscheidend ist, die Gruppe gut zu kennen und Angebote individuell anzupassen. So bleibt das Sommerfest ein fröhliches Erlebnis, das den Alltag bereichert und lange in Erinnerung bleibt.

Ideen für ein Senioren-Sommerfest

Bewegungsspiele

Bewegungsspiele fördern Koordination, Gleichgewicht und Reaktionsvermögen und aktivieren Körper und Geist zugleich. Sie sorgen für Spaß und Abwechslung, auch bei Menschen mit Demenz. Jedes Spiel kann an das jeweilige Fitness-Level angepasst werden.

Luftballon-Volleyball

Beschreibung: Seniorinnen und Senioren schlagen im Sitzen oder Stehen Luftballons über ein niedrig gespanntes Netz oder eine Schnur hin und her. Durch die langsame Flugbahn ist das Spiel sehr zugänglich.

Zielgruppe: Alle Senioren (mobil oder sitzend, demenzfreundlich).

Material:

  • Mehrere bunte Luftballons

  • Leichte Schnur oder ein handelsübliches Volleyballnetz auf niedriger Höhe

  • Stühle oder Sitzbank für immobile Teilnehmer (optional)

Anleitung:

  1. Spannen Sie die Schnur in Hüfthöhe oder bringen Sie ein Volleyballnetz in passender Höhe an.

  2. Bilden Sie zwei Gruppen oder Paare. Jede Gruppe sollte auf einer Seite der Schnur sitzen oder stehen.

  3. Die Teilnehmenden schlagen oder tippen den Luftballon mit Händen oder kleinen Schlägern (aus Zeitungspapier gerollt). Dabei dürfen sie sich drehen oder nach vorne lehnen – so kommen auch Bewegungen aus dem Rumpf zustande.

  4. Ziel ist es, den Ballon auf die andere Seite zu bringen, ohne dass er den Boden berührt.

Praxisbeispiel: Eine Gruppe von Herren im Rollstuhl spielte Luftballon-Volleyball. Auch wenn nicht jeder Schlag perfekt war, lachten alle viel, und selbst Pflegende spielten mit. Dabei kam Gesprächsstoff auf, z.B. erinnerte sich Herr Schulze an das Volleyballspiel im Urlaub.

Schrubberball-Staffel

Beschreibung: In dieser Staffellauf-Variante balancieren Seniorinnen und Senioren mit einem Ball auf einem Besenstiel („Schrubber“) und laufen eine kurze Strecke. Dieses Spiel schult Gleichgewicht und Konzentration.

Zielgruppe: Mobilere Senioren (evtl. in Sitzstaffel abwandelbar).

Material:

  • Leichter Gymnastikball oder Tennisball (weich)

  • Besenstiel oder Teppichstangengriff pro Läufer

  • Hütchen oder Ziellinie

Anleitung:

  1. Markieren Sie eine Start- und Ziellinie oder stellen Sie etwa 5 Meter zwischen zwei Stühlen auf.

  2. Jede Teilnehmerin legt den Ball auf das Besenende und hält es wie einen Stab fest.

  3. Beim Start signalisiert der Betreuende, dass der Ball auf dem Besenstiel balanciert und so schnell wie möglich zur Ziellinie gebracht werden soll.

  4. Achten Sie darauf, dass die Senioren in ihrem Tempo gehen. Fallen Ball oder Besen, kann der Ball wieder aufgenommen werden (ohne Stress).

  5. Als Staffelrennen: Nach Erreichen der Ziellinie übergibt die Teilnehmerin den Besen und Ball an die nächste Person.

Praxisbeispiel: Bei einer Seniorenstaffel legte eine Dame mit leicht zitternden Händen den Ball immer wieder neu auf. Die Helferin am Rand lobte ihre Mühe, und als sie endlich die Ziellinie erreichte, klatschte die ganze Gruppe Beifall. Das baute Selbstvertrauen auf, obwohl es lange dauerte.

Eimerball

Beschreibung: Werfen Sie Bälle in ein auf den Boden gestelltes Weidenkorb oder einen Eimer. Dieses einfache Zielwurf-Spiel trainiert die Augen-Hand-Koordination und bringt gute Laune.

Zielgruppe: Gruppen mit wechselndem Mobilitätsniveau (sitzend oder stehend möglich).

Material:

  • Leichte Bälle (Schaumstoff- oder Softbälle)

  • Großer Eimer, Weidenkorb oder Sandsack als Ziel (ca. Tischhöhe)

  • Ein Markierungsband oder Klebeband für die Wurflinie (optional)

Anleitung:

  1. Stellen Sie den Eimer in sicherem Abstand zum Wurfplatz auf (z.B. 2–3 Meter). Markieren Sie eine Wurflinie.

  2. Jedes Gruppenmitglied erhält nacheinander einen Ball. Alle anderen feuern an.

  3. Der Senior zielt mit dem Ball in den Eimer. Bei Treffern gibt es Applaus. Fördern Sie lockere Würfe und wiederholte Versuche.

  4. Variationen: Erhöhen Sie den Abstand, lassen Sie die Senioren aus dem Sitzen werfen oder verwenden Sie unterschiedliche Bälle für mehr Herausforderung.

Praxisbeispiel: Herr Becker im Rollstuhl war anfangs unsicher, warf aber schließlich die Softbälle mit Schwung in den Korb. Seine Mitbewohner klatschten jedes Mal, wenn der Ball drin landete. Durch die einfache Anpassung – Rollstuhlfahrer sitzend, andere stehend – gelang allen Teilnehmenden Freude am Spiel.


Wolle wickeln

Beschreibung: Zwei Personen (oder in kleinen Gruppen) setzen sich Rücken an Rücken. Mit einer Wollknäuel wickeln sie sich gegenseitig fest, indem sie die Schnur im Wechsel um die Oberkörper legen. Dieses Bewegungs- und Koordinationsspiel fördert Gemeinschaftserleben und Feinmotorik.

Zielgruppe: Senioren, die sich selbstständig drehen können (geeignet auch für Demenz-Gruppen).

Material:

  • Ein großes Knäuel bunte Wolle oder dicke Schnur

Anleitung:

  1. Bilden Sie Zweiergruppen und setzen Sie die Teilnehmenden Rücken an Rücken auf Stühle. Geben Sie einem Paar das Wollknäuel.

  2. Partner A beginnt, wickelt ein Stück Wolle an den Partner, dann gibt er den Faden an Partner B weiter. Nun wickelt Partner B. Immer abwechselnd wickeln, bis das Garn verbraucht ist oder die Hälfte des Körpers umwickelt ist.

  3. Achten Sie darauf, dass die Wolle beim Wickeln nicht einschneidet. Es geht nicht um Schnelligkeit, sondern um synchrones Tun.

  4. Nach dem Wickeln können Partner miteinander sprechen: zum Beispiel, was ihnen an der gemeinsamen Aktion gefällt oder welche Farbe sie gewählt haben.

Praxisbeispiel: Zwei Damen in der Tagespflege wickelten sich belustigt ein. Dabei erinnerten sie sich an Strickereien aus der Jugend. Die Aktivierung durch das taktile Material machte Spaß, obwohl die Drehung ungewohnt war. Durch die ruhige Anleitung klappte es auch mit leichter Demenz.

Sitztennis

Beschreibung: Beim Sitztennis spielen Personen auf Stühlen sitzend mit kleinen Schlägern oder Händen Tennisbälle auf einem Tisch. Dieses Spiel schult Reaktion und Ausdauer im Sitzen.

Zielgruppe: Sitzenbleiber und mobilere Senioren (geeignet für Demenzgruppen).

Material:

  • Kleiner Tischtennistisch oder ein stabiler Tisch (ca. Hüfthöhe)

  • Bunte Tischtennisbälle oder Softbälle

  • Schläger aus dickem Karton, PET-Deckel (alternativ Hände)

Anleitung:

  1. Stellen Sie zwei Stühle am Tisch gegenüber auf. Jeder sitzt stabil.

  2. Einer schiebt oder wirft den Ball zum anderen über das Tischtischchen. Anstatt Netz kann man eine Schnur über den Tisch spannen oder „Netz“ aus Isolierband markieren.

  3. Die Mitspielenden schlagen den Ball mit dem Schläger oder der Hand zurück, sodass er über den Tischrand kommt. Jeder Treffer, der den Tisch verlässt oder im Netz hängen bleibt, zählt als Punkt für den Gegner.

  4. Spielen Sie mehrere Runden mit kleinen Pausen. Die Seniorinnen sprachen dabei oft über frühere Ferien am Wasser (Ballwechsel rufen Erinnerungen an Strandtennis hervor).

Praxisbeispiel: Bei einer Sitztischtennis-Partie erzählte Frau Lehmann, dass sie als Kind oft am Ufer badete und mit Freunden Bälle aufs Wasser warf. Das Spiel brachte sie zum Erzählen und Lachen, während sie ihre Arme bewegte – ein Gewinn für Koordination und soziale Aktivierung.

Schatzsuche im Garten

Beschreibung: Verstecken Sie kleine sommerliche Gegenstände (Künstlersand, Muscheln, Spielzeug etc.) im Garten. Die Teilnehmenden suchen in Teams oder einzeln nach den „Schätzen“. Ein tolles Bewegungsspiel im Freien!

Zielgruppe: Mobilere Senioren und Begleitpersonen; kann in Gruppen oder Partnern durchgeführt werden.

Material:

  • Kleine sommerliche „Schätze“: Plastiktierchen, bunte Muscheln, Spielzeugauto, Sandkiste mit Muscheln, Farbsteine etc.

  • Körbe oder Taschen zum Sammeln

  • Optionale Hinweiszettel oder Bilder-Karte (für kognitive Anreize)

Anleitung:

  1. Verstecken Sie vor dem Festbeginn die Gegenstände an leichten Orten im Garten (unter Büschen, auf Bänken, in Blumentöpfen). Jedes Versteck kann eine kleine Etikette haben.

  2. Erklären Sie den Gruppen die Aufgabe: Sucht so viele versteckte Schätze wie möglich. Jede gefundene Sache kann ausgestellt oder als Belohnung behalten werden.

  3. Geben Sie ggf. Hinweise oder eine Karte, falls die Aufgabe zu schwierig ist. Sogar eine einfache Zeichnung kann helfen (z.B. ein Blatt für Baum, ein Stern für Bank).

  4. Begleiten Sie immobile Teilnehmer: Sie können mit Rollstuhl oder Rollator über Wege rollen, Helfer können ihnen Fotos der Objekte geben zum Suchen.

Praxisbeispiel: Bei einer Garten-Schatzsuche fand Herr Maier unter einem Rosenstrauch eine bunte Plastikmuschel. Jeder Fund wurde mit Applaus belohnt. Auch Senioren mit leichter Demenz konnten dadurch einfache Erfolgserlebnisse sammeln und wurden aktiv nach draußen gelockt. Das Erfolgserlebnis „Ich hab’s gefunden!“ stärkte das Selbstwertgefühl.

Schwungtuch-Spiele

Beschreibung: Mit einem großen Tuch (z.B. Therapieparachute) können einfache Spiele durchgeführt werden: Den Ball darauf hüpfen lassen, Luftwellen erzeugen oder gemeinsam das Tuch heben und senken. Diese Kooperationsspiele im Sitzen oder Stehen fördern Gemeinschaftsgefühl und motorische Aktivierung.

Zielgruppe: Gruppen aller Mobilitätsstufen (sitztanz-/Gymnastikgruppe).

Material:

  • Ein großes, leichtes Tuch (Therapie- oder Kinderparachute, ca. 2–3 m Durchmesser)

  • Leichter Luftballon oder Softball für Spielvarianten

  • Stühle oder Rollstühle (falls nötig) um das Tuch auf Höhe zu halten

Anleitung:

  1. Die Gruppe umfasst das Parachute mit erhobenen Händen (im Stehen oder Sitzen). Je nach Fitness steht ein Helfer in der Mitte, um einen Ball aufs Tuch zu werfen.

  2. Kleine Spiele: (a) Ball hüpfen lassen und zählen, wie oft er springt. (b) Alle heben das Tuch langsam hoch und dann schnell wieder runter („Welle“), dabei Musik anschalten. (c) Einen Luftballon werfen und ihn so lange wie möglich in der Luft halten.

  3. Ermuntern Sie alle, mitzumachen. Auch wer schwächer ist, kann nur das Tuch ein bisschen anheben. Jede Bewegung zählt.

  4. Besprechen Sie im Anschluss: Welche Farbe hat das Tuch? Worauf erinnert es? (Biografiearbeit: erinnert es ans Segelboot fahren?).

Praxisbeispiel: Bei einem Schwungtuch-Spiel beförderten die Senioren abwechselnd einen Luftballon hin und her. Die lustigen Wellenbewegungen erzeugten Gelächter. Sogar Herr Schmidt, der sonst still ist, sagte: „Das erinnert mich an die Geburtstagsparty mit dem Luftballontanz damals!“ – ein Moment der Biografieaktivierung.

Musik und Rhythmus

Musikalische Angebote wecken Erinnerungen, verbessern die Stimmung und aktivieren das Gedächtnis. Einfache Lieder und Instrumentenspiel passen sich allen Fitness- und Demenz-Levels an. Gemeinsam zu singen oder Rhythmen zu erzeugen, schafft Gemeinschaftsgefühl und Spaß.

Gemeinsames Singen von Schlagerliedern

Beschreibung: Singen Sie bekannte deutsche Schlager oder Volkslieder mit Ihrer Gruppe (z.B. „Griechischer Wein“ oder „Lili Marleen“). Musik weckt Erinnerungen und Emotionen.

Zielgruppe: Geistig fitte Senioren, leichte bis mittelgradige Demenz.

Material:

  • Liedtexte (ausgedruckt groß) oder Karaoke-CD/Playlist mit bekannten Liedern

  • Gitarrenbegleitung oder Klangschale (optional)

Anleitung:

  1. Wählen Sie 3–4 eingängige Sommer- oder Urlaubslieder aus. Hängen Sie die Texte deutlich sichtbar auf.

  2. Ermuntern Sie zum Mitsingen: Sie können auch Passagen vorgeben („Partysänger“). Jeder Beitrag ist willkommen – Lob („Bravo!“) steigert die Motivation.

  3. In den Pausen erzählen Sie Erinnerungen: Wer hat dieses Lied schon im Radio gehört? Welches Jahr verbindet man damit? So entstehen kurze Biografiegespräche.

  4. Variieren: Auch ein kleiner Tanz oder rhythmisches Klatschen zum Takt macht aus dem Singen eine Bewegungseinheit.

Praxisbeispiel: Beim Singen von „Du bist die Rose vom Neujahrstag“ setzte sich Frau Meyer einen Gartenhut auf. Das Lied löste lebhafte Anekdoten aus: Sie erzählte, wie sie es 1959 beim Dorffest hörte. Der Chor der Senioren wuchs spontan an – selbst Herr Braun am Rollator sang kräftig mit.

Eigenbau-Musikinstrumente

Beschreibung: Basteln Sie einfache Instrumente (z.B. Tamburin aus Papptellern und Bohnen, Rasseln aus Eierkartons) und musizieren Sie gemeinsam. Kreativ sein und Musik machen kombiniert Rhythmus mit Feinmotorik.

Zielgruppe: Alle Senioren (auch mit Demenz).

Material:

  • Papp-Teller, leere Dosen, stabile Becher

  • Klebeband, Wolle oder Gummibänder

  • Füllmaterial (Reis, Bohnen, kleine Kiesel)

  • Bunte Farbe/Stifte zum Dekorieren

Anleitung:

  1. Bauen Sie Instrumente: Zum Beispiel zwei Pappteller zusammenkleben und mit Bohnen füllen – fertig ist ein Tamburin. Oder eine leere Plastikflasche mit Reis füllen (Regenmacher). Helfen Sie bei Bedarf.

  2. Lassen Sie die Seniorengruppe die Instrumente bemalen oder bekleben – das weckt Erinnerungen an Bastelstunden (Biografieanknüpfung).

  3. Spielen Sie einfache Rhythmen vor („1-2-3-stop“), die die Gruppe nachtrommeln soll. Beginnen Sie langsam und steigern Sie das Tempo spielerisch.

  4. Musik und Bewegung: Führen Sie einen leichten Sitztanz aus, bei dem die gebastelten Rasseln geschüttelt werden. Die Geräusche regen neue Ideen an (z.B. „Wie klingt der Sommerregen?“).

Praxisbeispiel: Die Gruppe bastelte Rasseln aus Plastikeiern und Reis. Beim rhythmischen Schütteln dazu sangen alle „Alle Vögel sind schon da“. Herr Klein, der früher im Orchester spielte, klatschte vor Freude mit: „So ein Klang!“, sagte er. Die Aktivität verband Bastelspaß mit musikalischem Gemeinschaftserlebnis.

Trommeln mit Alltagsgegenständen

Beschreibung: Schlagen Sie auf Töpfe, Tonträger oder ausgediente Kisten – ein einfacher Trommelkreis. Dieses improvisierte Spiel schult Rhythmusgefühl und stärkt die Rumpfmuskulatur durch die Armbewegungen.

Zielgruppe: Alle Senioren (auch mobil eingeschränkte können mitspielen).

Material:

  • Große Kochtöpfe, Käseschüsseln oder umgedrehte Eimer

  • Löffel, Kochlöffel oder Holzstöcke als Trommelstöcke

  • Wahlweise große CDs/DVDs für Klatsch- oder „Becken“-Geräusche

Anleitung:

  1. Ordnen Sie die „Trommeln“ im Kreis an, so dass alle sitzend oder stehend gut heranreichen können.

  2. Verteilen Sie die „Schlägel“ (Kochlöffel etc.) an die Teilnehmenden. Bitten Sie um leises Probewummern, damit jeder den eigenen Topf spürt.

  3. Beginnen Sie mit einem simplen Rhythmus (z.B. alle vier Schläge) und lassen Sie die Gruppe nachspielen. Variieren Sie Tempo und Lautstärke. Erklären Sie: Einfühlen und Nachschlagen.

  4. Bauen Sie Pausen ein, in denen jeder nacheinander einen freien Rhythmus spielen darf („Improvisationsrunde“). Ermutigen Sie auch stille Teilnehmer: Ihr Rhythmus wird geachtet.

  5. Reflexion: „Welche Geräusche hörte man, was war überraschend?“ Fragen Sie nach Gefühlen beim Spielen.

Praxisbeispiel: Beim offenen Trommelkreis hielt Frau Stein im Rhythmus inne und begann zu summen. Eine Betreuerin griff die Melodie auf – daraus entstand spontan ein Lied. Die Gruppe trommelte gemeinsam, und die Bewohner spürten stolz: „Wir haben zusammen Musik gemacht!“ Dieses Erfolgserlebnis stärkte das Selbstwertgefühl der Teilnehmerinnen.

Sitztanz zu Sommerliedern

Beschreibung: Gemeinsames Tanzen im Sitzen (Armbewegungen, Schulterschwung) zu lebhafter Musik. Sitztanz mobilisiert Arme und Schultern, verbessert Kreislauf und hebt die Stimmung.

Zielgruppe: Alle Senioren (auch mit Mobilitätseinschränkungen).

Material:

  • Lautsprecher mit fröhlicher Musik (Sommerhits, Volkslieder)

  • Liste mit einfachen Sitztanzliedern oder Anleitung (z.B. Klassiker wie „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“ angepasst)

Anleitung:

  1. Setzen Sie alle in einen Kreis oder Reihe, Rücken aufrecht. Stellen Sie Musik an (nicht zu schnell).

  2. Zeigen Sie einfache Bewegungen: Hebt eure Arme beim Takt; lasst die Hände als Welle über den Kopf gleiten; klatscht im Rhythmus.

  3. Beginnen Sie mit kurzen Einheiten (z.B. 2–3 Minuten), damit die Teilnehmenden sich langsam an die Bewegung gewöhnen. Viel loben und Notwendigkeit von Pausen betonen.

  4. Integrieren Sie ein Begrüßungslied (z.B. „Hallo, Hallo, wie schön, dass du da bist“) und ein Abschiedslied (z.B. „Gute Nacht Freunde“), um Struktur zu geben.

Praxisbeispiel: Beim Sitztanz zu „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ winkte Herr Vogel mit den Armen und summte leise mit. Die Bewegungen aktivierten nicht nur die Muskulatur, sondern auch Erinnerungen: „Früher haben wir den Wiener Walzer getanzt“, erzählte Frau L., als sie mit den Händen abklatschte. Der Betreuer führte das Abschiedslied ein, um die Einheit gebührend zu beenden.

Musikrätsel / Liederraten

Beschreibung: Spielen Sie kurze Musikschnipsel von bekannten Sommerliedern vor, die die Senioren erraten sollen. Lieder verbinden Biografie und Gedächtnistraining. Dies fördert das Kognitions- und Hörtraining in einer unterhaltsamen Form.

Zielgruppe: Geistig fitte Senioren, Mischgruppen mit leichter Demenz.

Material:

  • Musikplayer (Radio, Smartphone, CD-Player)

  • Auswahl klassischer Sommer- oder Urlaubslieder (etwa Schlagermelodien, Volkslieder)

  • Liste der Lieder als Lösungsblatt (für Betreuer)

Anleitung:

  1. Suchen Sie 5–10 eingängige Musiktitel aus den Kindheits- bzw. Jugendzeiten der Gruppe aus. Bereiten Sie kurze Ausschnitte vor (10–15 Sekunden).

  2. Spielen Sie jeweils den Anfang des Liedes oder einen markanten Refrain. Die Senioren nennen den Titel oder singen den nächsten Vers.

  3. Helfen Sie mit Bildkarten oder Hinweisen (z.B. ein Foto einer Gitarre für „Country Roads“), falls niemand draufkommt.

  4. Nach jedem Lied können Sie das Original gemeinsam singen – ein kleiner musikalischer Preis für alle. So kombinieren Sie Raten mit Singen.

Praxisbeispiel: Bei „So nimm denn meine Hände“ trommelten einige Teilnehmer auf dem Tisch mit. Als der Refrain einsetzte, rief Herr Kruse den Titel aus: „Das war doch das Kirchenkinderlied bei Oma!“ Ein kurzer Dialog entstand, in dem alle ihre Erinnerungen an dieses Lied teilten. Anschließend sang die Gruppe es gemeinsam vollständig.

Regenmacher basteln und musizieren

Beschreibung: Basteln Sie aus einer leeren Röhre (Pappröhre oder stabile Papprolle) einen selbstgemachten Regenmacher: Innen mit Reis oder Kiesel gefüllte Röhre, beidseitig verschlossen. Dieses Instrument regt zum Tasten, Hören und Bewegen an – ein „Sinnesspiel“, das auch beruhigen kann.

Zielgruppe: Alle Senioren (auch Demenzgruppen, da es stark sinnlich wirkt).

Material:

  • Leere stabile Papprollen (z.B. Küchenpapier-Rollen, große Rohre)

  • Reis, grobes Meersalz oder kleine Kiesel zum Füllen

  • Bastelpapier, buntes Klebeband oder Washi-Tape zum Dekorieren

  • Pappteller oder Krepppapier zur Verschließen

  • Doppelseitiges Klebeband oder Klebstoff

Anleitung:

  1. Füllen Sie die Papprollen zu etwa 1/3 mit Reis oder 1/2 mit kleinen Kieseln (so entstehen Geräusche). Verschließen Sie beide Enden fest mit Papptellern oder kreisförmig ausgeschnittenem festen Papier. Kleben Sie alles gut zu.

  2. Dekorieren Sie die Außenhülle gemeinsam: Klebeband oder Papierstreifen können aufgebracht werden. Jeder Teilnehmer darf ein Stück gestalten.

  3. Probieren Sie die Regenmacher aus: Schütteln und drehen Sie sie langsam, um das Rauschen zu hören. In Bewegungsspielen kann dazu vorsichtig zu passender Musik gewirbelt oder getrommelt werden.

  4. Lassen Sie jeden seine Kreation präsentieren: „Wie klingt Ihr Regenmacher?“ Oft löst dies Gespräch über „Regenstürme“ in der Kindheit oder Gartenarbeit aus.

Praxisbeispiel: Frau E. bevorzugte eine gleichmäßige Schüttel-Bewegung, während Herr K. von oben nach unten mit sanftem Schwung wechselte. Beim Abspielen von Vogelzwitscher-Musik bewegten sie die selbstgemachten Regenmacher gemeinsam – ein sinnliches Erlebnis, das Erinnerungen an Sommerregen weckte. Das Spiel begleitete sich von ruhiger Unterhaltung über Regengeräusche auf Dächern.

Kreatives Gestalten

Sommerliches Basteln fördert Kreativität, Feinmotorik und Gemeinschaftsgefühl. Dabei steht nicht Perfektion im Vordergrund, sondern Spaß an Farben und Formen sowie das gemeinsame Werkeln. Viele Bastelideen greifen typische Sommermotive auf und wecken Erinnerungen an Urlaube oder Gartenfeste.

Obst-Girlande basteln

Beschreibung: Aus bunt lackiertem Papier schneiden die Senioren Früchteformen (z.B. Erdbeeren, Äpfel, Kirschen) aus und verbinden sie mit Schnur zu einer Girlande. Diese Sommerdekoration ist unkompliziert und macht gute Laune.

Zielgruppe: Alle Senioren (auch Demenzgruppen, durch Ausmal- oder Aufklebelemente anpassbar).

Material:

  • Bunte Pappe oder Tonkarton (rot, gelb, grün u.a.)

  • Schere (Sicherheitsscheren möglich)

  • Bleistift oder Vorlage für Fruchtformen (Erdbeeren, Äpfel, Blüten)

  • Dicker Bindfaden oder Wolle

  • Kleber oder doppelseitiges Klebeband

  • Glitter, Stoffreste oder Kork für Struktur (optional)

Anleitung:

  1. Überlegen Sie gemeinsam, welche Früchte typisch für den Sommer sind. Zeichnen oder drucken Sie Vorlagen für einfache Fruchtformen (Erdbeere, Zitrone, Kirsche).

  2. Die Senioren schneiden die Formen aus Tonkarton aus. Hilfe anbieten, wenn nötig.

  3. Verziert werden die Früchte mit gemustertem Papier, kleinen Pompons oder aufgezeichneten Samen. Dabei erzählen manche von eigenen Obstgärten oder Erdbeerfeste aus der Jugend (Biografieeinsatz).

  4. Befestigen Sie die Früchte gleichmäßig an einem langen Faden oder einer Schnur. Die Girlande kann anschließend in Gemeinschaftsräumen oder Garten gehängt werden.

Praxisbeispiel: Eine Gruppe schnitt viele rote Erdbeeren aus, die Herr Becker mit grünen Papierblättern verzierte. Dann fädelten sie die Motive auf eine lange Wolle – eine bunte Obstkette entstand, die das Gemeinschaftszimmer schmückt. Frau Lang wurde nach dem Kleben ganz rot ums Gesicht und fragte schmunzelnd: „Aber kann man die naschen?“ – ein Moment des gemeinsamen Lachens.

Papierflamingo basteln

Beschreibung: Basteln Sie aus rosafarbenem Papier einen dekorativen Flamingo für den Sommergarten oder Tisch. Das Bastelmotiv „Tiere & Meer“ weckt Urlaubsstimmung und animiert zu Gesprächen über Reisen ans Wasser.

Zielgruppe: Alle Senioren (kognitive Herausforderung anpassbar durch Kleben statt Schneiden).

Material:

  • Dickes rosafarbenes und schwarzes Papier/Karton

  • Vorlage für Flamingo-Körperform (einfacher großer Vogel mit langem Hals)

  • Schere, Klebstoff, Bleistift

  • Optional Federn oder Glitter zum Verzieren

Anleitung:

  1. Bereiten Sie eine Vorlage für den Flamingo vor: Ein geschwungener Hals mit kleinem Kopf. Die Senioren zeichnen diese auf das rosafarbene Papier (oder nutzen fertig gedruckte Schablonen) und schneiden sie aus.

  2. Befestigen Sie ein Schaschlikstäbchen oder Draht am unteren Ende als Stütze („Bein“), damit man den Flamingo später in einen Blumentopf stecken kann.

  3. Kleben Sie Details auf: Einen Papier-Schnabel in Kontrastfarbe, ein Auge aus schwarzem Papier oder Marker. Bunte Federn am Hals können als „Spielereien“ dienen.

  4. Stellen Sie die fertigen Flamingos in Blumentöpfe oder Kübel: so entstehen kleine Sommerskulpturen.

Praxisbeispiel: Herr Müller knüllte noch ein kleines Stoffstück in den Schnabel und die Gruppe fand’s witzig: „Jetzt fliegt er raus!“ lachten sie. Beim Basteln erzählte Frau F. von ihren Reisen nach Andalusien, wo sie viele Flamingos in freier Natur sah. Das Bastelstück wurde so zum Gesprächsthema über Frühere Urlaube.

Blumenpresse-Kunst

Beschreibung: Frische Blumen und Blätter aus dem Garten können gepresst und für Karten, Bilder oder Lesezeichen weiterverarbeitet werden. So entstehen Erinnerungsstücke an den Sommer.

Zielgruppe: Fit bis leichte Demenz, mobil (etwas Geschick nötig).

Material:

  • Frisch gesammelte Blüten und Blätter (z. B. Gänseblümchen, Löwenzahn, Ahornblatt)

  • Schweres Buch oder spezielle Blumenpresse

  • Papier (Ton- oder Aquarellkarton)

  • Klebstoff, Klarlackspray (optional)

  • Rahmen oder Klarsichtfolie für Schutz (optional)

Anleitung:

  1. Wählen Sie gemeinsam sichere, ungiftige Pflanzen aus dem Garten aus. Achten Sie auf saubere Blätter.

  2. Legen Sie die Pflanzen zwischen Pergament- oder Zeitungspapier in ein dickes Buch. Nach ein bis zwei Wochen sind sie meist gut gepresst.

  3. Kleben Sie die getrockneten Blumen auf ein farbiges Papiermuster. Bei Bedarf einen klaren Sprühlack auftragen, damit sie nicht zerbröseln.

  4. Lassen Sie die Werke gut trocknen. Besprechen Sie dabei die Namen der Blumen und wo man sie früher im Sommer sah.

Praxisbeispiel: Frau Meier drückte vorsichtig eine getrocknete Osterglocke auf Karteikarte und befestigte sie mit Kleber. „Das habe ich im Garten gepflückt, damals mit meinem Mann“, sagte sie leise. Auch Herr G. steuerte ein Kleeblatt bei, das er einst zur Hochzeit gepflückt hatte. Die individuellen Kunstwerke brachte man als Andenken in die Zimmer.

Straßenkreide-Malerei

Beschreibung: Mit bunter Kreide malen die Senioren gemeinsam oder einzeln großflächig auf den Gehweg vor dem Wohnheim. Die farbenfrohen Bilder können Sommermotive zeigen (Sonne, Blumen, Schmetterlinge). Ein generationsübergreifendes Vergnügen!

Zielgruppe: Mobile Senioren, gerne auch mit Begleitpersonen (Kinder o. Ä.).

Material:

  • Große Kreide (am besten wasserlöslich, dick) in mehreren Farben

  • Optional Malhocker oder Unterlage für Knie

  • Wassereimer, um Kreide zu entfernen oder zu verdünnen

Anleitung:

  1. Verteilen Sie die Kreidestücke auf dem Pflaster oder Asphalt. Ermuntern Sie, großformatige Bilder zu malen – ein Sonnenkreis, Wolken, vielleicht Schmetterlinge und Vögel.

  2. Tragen Sie alte Kleidung. Helfen Sie – der Helfer kann z.B. den Rahmen eines Rades vormalen oder Linien halten.

  3. Lassen Sie die Senioren Geschichten zu ihren Zeichnungen erzählen: „Warum hast du eine große rote Blume gemalt?“

  4. Zum Abschluss gibt es gemeinsam erfrischende Getränke. Ein Foto von den Kunstwerken macht sich gut im Gruppenraum.

Praxisbeispiel: Während Frau Lang die Umrisse einer großen, gelben Sonne zog, malte Herr Klein Grashalme in Grün. Die beiden unterhielten sich dabei: „In meinem Dorf gab’s so einen schönen Sommer“, erzählte Frau Lang. Am Ende bestaunte die Gruppe ihr Gemeinschaftskunstwerk, das sich über den gesamten Weg spannte. Ein Spaziergänger machte sogar ein Foto davon – alle fühlten sich stolz.

Masken aus Blättern und Federn

Beschreibung: Sammeln Sie Herbstlaub, Gräser, bunte Federn oder kleine Hölzchen und kleben Sie damit fantasievolle Tier- oder Fantasiemasken. Dieses Natur-Bastelangebot verbindet Sinneserfahrung mit Kreativität.

Zielgruppe: Alle Senioren (Feinmotorik z. T. gefordert, bei Demenz als spielerisches Angebot geeignet).

Material:

  • Stabile Papier- oder Papp-Maskenrohlinge (Tiergesichter oder neutral)

  • Gesammeltes Naturmaterial: trockene Blätter, Federn, Blüten, Gräser, Hagebutten etc.

  • Weiße Bastelkleber oder Heißklebepistole (für Feuchtigkeitsempfindliche)

  • Optional Farben und Pinsel zur Grundgestaltung

Anleitung:

  1. Jeder Senior entscheidet sich für ein Maskentyp (Tier oder fantasievoll). Er malt die Grundform an (z.B. hellbraun für Fuchs, grün-gelb für Phantasiewesen).

  2. Kleben Sie gemeinsam die gesammelten Naturmaterialien auf: Federn als Ohren oder Haare, Blätter als Fellmuster.

  3. Diskutieren Sie dabei: Welcher Vogel hat schöne Federn? Wer erkennt diese Blätter (z. B. Ahornblatt)? So regen Sie Erinnerungen an Spaziergänge an.

  4. Zum Schluss kann sich jeder seine Maske aufsetzen. Wir machen eine Modenschau mit Fotoshooting.

Praxisbeispiel: Ein rotes Ahornblatt wurde zum Schweif des „Blätter-Fuchses“ von Herrn Schmidt. Alle lachten, als Frau Bauer ihre Maske mit Sonnenblume und Schmetterling benetzte. Beim Aufsetzen grinsten die Senioren einander an – die Masken schufen heitere Rollen beim Sommerfest.

Muschelschmuck basteln

Beschreibung: Aus echten oder weißen Muscheln fädeln die Senioren gemeinsam Armbänder oder Girlanden. Das Thema „Sommer, Strand und Meer“ bringt Urlaubsstimmung und weckt Erinnerungen an frühere Reisen.

Zielgruppe: Seniorengruppen mit ausreichender Feinmotorik (für Schwerhörige gut geeignet, sanfte Tätigkeit).

Material:

  • Sauber gespülte Muscheln in verschiedenen Größen

  • Starke Schnur oder robustes Garn (z.B. Lederband, Hanf)

  • Dicker Nähfaden oder dünner Draht und Schere

  • Perlen oder Holzstücke als Abstandshalter

  • Kleine Haken oder Verschlüsse (optional)

Anleitung:

  1. Lassen Sie die Senioren die Muscheln begutachten: Wie fühlen sie sich an? Welche Größe sollen wir nehmen? (Biografie: „Warst du schon mal am Meer?“)

  2. Spannen Sie das Garn auf einen Tischrahmen oder binden Sie es an zwei Stühle straff. Zum Auffädeln kann man Muscheln mit größeren Löchern benutzen oder Löcher vorsichtig vorbohren.

  3. Jeder fädelt per Hand Muscheln und Perlen abwechselnd auf das Garn. Helfer können Knoten an den Enden machen oder Verschlüsse anbringen.

  4. Am Ende kann die Kette als Dekoration verwendet oder mit Verschluss als Schmuck getragen werden.

Praxisbeispiel: Das Bastelteam stellte fest, dass Muscheln die Senioren an Strandspaziergänge erinnerten. Beim Auffädeln erzählte jeder seine Lieblingsurlaubsorte. Frau Korn fertigte ein Armband für ihre Enkelin an, als sie erzählte: „So eine Kette habe ich damals für dich im Urlaub gemacht.“ Der Prozess schuf Gemeinschaftsgefühl und persönliche Andenken.

Naturbilder-Collage erstellen

Beschreibung: Aus Gras, Blütenblättern, Kieselsteinen und anderen Fundstücken legen die Senioren auf einem festen Papier eine sommerliche Naturcollage (z.B. Blumenwiese oder Landschaft).

Zielgruppe: Alle Senioren (besonders gut für Demenzgruppen, da taktile Naturmaterialien ansprechen).

Material:

  • Dickes Papier oder Karton als Untergrund

  • Frische oder getrocknete Blüten, Blätter, kleine Äste, Gras, Sand, Muscheln

  • Kleber (am besten in Klebestift- oder Gel-Form, um Auslaufen zu vermeiden)

  • Pinsel und Wasser (für Verdünnen)

  • Optional: Forken, Sieb zum Arrangieren

Anleitung:

  1. Bereiten Sie die Naturmaterialien sortiert vor (Farben trennen, Formen sortieren).

  2. Besprechen Sie das Wunschmotiv (z.B. „Sommerblumenwiese“). Die Senioren verteilen Kleber gezielt auf dem Papier und legen das Material darauf (Klebepunkte oder Linien).

  3. Helfen Sie ggf. beim Festdrücken größerer Teile, damit alles gut haftet. Nutzen Sie verschiedene Texturen: Sand als Wege, Blüten als Farbkleckse.

  4. Geben Sie Zeit zum Trocknen und Rahmen: die fertigen Collagen können als Fensterbild aufgehängt werden.

Praxisbeispiel: Jeder Bewohner befestigte einen Blütenmix auf seinem Blatt: Frau Jung klebte blaue Kornblumen, Herr Peters verwendete Sand als „Weg“. Nach dem Trocknen verglich die Gruppe die Ergebnisse, beklatschte kreative Ideen – und alle staunten über die bunte „Sommerwiese“ in der Gruppenrunde.

Salzteig-Sommerfiguren

Beschreibung: Modelieren Sie gemeinsam kleine Sommergegenstände aus Salzteig (Sonne, Blume, Schmetterling). Nach dem Trocknen können die Figuren bemalt werden. Das taktile Kneten regt Sinne und Erinnerungen an Kinderbasteleien an.

Zielgruppe: Alle Senioren (vor allem geistig fitte; motorisch angepasste Unterstützung).

Material:

  • Salzteig (einfache Mischung aus Mehl, Salz, Wasser oder fertige Knete)

  • Ausstechformen (optional)

  • Backpapier und Ofen (oder Lufttrockner für dicke Teile)

  • Acryl- oder Fingerfarben zum Anmalen

  • Pinsel, kleine Glitzersteinchen oder andere Deko

Anleitung:

  1. Lassen Sie die Senioren kleine Figuren formen: Kugeln für Sonnengesichter, Plättchen für Blumen, Flügel für Schmetterlinge.

  2. Helfen Sie beim Ausstechen oder modellieren. Besprechen Sie die Formen: „Woraus machst du die Sonne? Woher kennst du den Schmetterling?“ – so rufen Sie Erinnerungen an den Sommer hervor.

  3. Trocknen: Legen Sie die Teigteile auf Backpapier und backen Sie sie leicht an (etwa 100 °C, bis sie fest sind).

  4. Nach dem Abkühlen werden die Figuren bemalt und mit Lack versiegelt.

Praxisbeispiel: Als sich Frau Werner anschickte, eine rote Blume zu modellieren, fragte sie: „Habt ihr im Garten auch so viele Blumen?“. Herr Krüger malte nach dem Backen seine Form lila mit Punkten. Die Gruppe pinsele gemeinsam: Das Zusammenmalen wurde zu einem bunten Happening. Die Figuren schmücken nun die Fensterbank im Gemeinschaftsraum.

Biografiearbeit

Biografiearbeit beim Sommerfest nutzt persönliche Erlebnisse (Urlaub, Gartenfeste, Kindheit) als Gesprächsanlass. Das Erzählen und Anschauen von alten Fotos oder Gegenständen trainiert das Gedächtnis und stärkt das Selbstwertgefühl der Senioren. Aktivierende Fragen („Erinnerst du dich an…?“) öffnen Gesprächsrunden und schaffen Gemeinschaft.

Sommer-Erinnerungscollage

Beschreibung: Nutzen Sie alte Fotos von Sommerurlauben, Früchten und Blumen aus Zeitschriften. Die Senioren kleben sie auf ein großes Plakat und erzählen dabei Anekdoten zu den Bildern. So wird das gemeinsame Anschauen zum Gedächtnistraining.

Zielgruppe: Geistig fitte Senioren, leichte Demenz (mit moderater Hilfe).

Material:

  • Fotos (z.B. Strand, Familie, Gartenszene) – selbst mitgebracht oder Archivmaterial

  • Sommerbilder aus Zeitschriften (Strand, Garten, Obst, Tiere)

  • Großes Plakat- oder Tonkartonblatt

  • Klebstifte, Scheren

  • Filzstifte zum Beschriften

Anleitung:

  1. Schneiden Sie die Bilder vor oder wählen Sie passende Fotos aus. Legen Sie sie mit der Gruppe aus.

  2. Fragen Sie: „Welches Bild kennst du?“ Jeder Klebt ein Foto auf das Plakat und nennt den darauf dargestellten Ort oder das Ereignis. Helfen Sie beim Aufkleben.

  3. Schreiben Sie kurze Stichpunkte hinzu (z. B. „Italien ’72“). Lassen Sie Platz für neue Beiträge.

  4. Am Ende entsteht eine gemeinsame Collage mit Erinnerungsmotiven, die im Raum ausgestellt wird.

Praxisbeispiel: Als auf dem Plakat ein Foto vom Strand auftauchte, sagte Herr Wagner: „Das könnte mein Italien-Urlaub sein!“ Die Betreuerin erfuhr im Erzählen, dass er selbst in Sizilien war. Alle Senioren blickten gemeinsam auf ihre Collage und ergänzten Details – dabei setzte eine Gruppenstimmung ein.

Gesprächsrunde „Lieblingssommer“

Beschreibung: In einem Stuhlkreis tauschen sich die Senioren über ihr persönliches Lieblingsthema im Sommer aus (Eisessen, Kirschernte, Volksfest). Jede Person erhält einen Redeanlass, z.B. durch einen „Sprechwürfel“ mit Fragen.

Zielgruppe: Geistig fitte Senioren und leichte Demenz (moderiert).

Material:

  • Ein Softwürfel mit Fragen (z.B. „Dein schönstes Sommerlied?“) oder ein Kartenset mit Gesprächsimpulsen

  • Getränke und Snacks (Eis, Früchte) zum gemütlichen Rahmen

  • Sitzkreis, ggf. mit Kissen für Rumpfstütze

Anleitung:

  1. Bilden Sie einen Stuhlkreis und übergeben Sie einen Fragen-Würfel oder Karten.

  2. Jeder würfelt reihum oder zieht eine Karte und liest (oder lässt vorlesen): Beispielfragen „Wo habt ihr einst am liebsten Ferien gemacht?“ oder „Welche Sommerblumen haben euch begleitet?“

  3. Die betreffenden Personen erzählen kurz eine passende Geschichte. Bitten Sie um Einzelbeiträge („Frau S., was ist Ihr Lieblingssommeressen?“).

  4. Begleiten Sie die Runde ruhig: Jeder soll gehört werden, niemand darf übergangen werden. Wenn nötig, fassen Sie Aussagen prägnant zusammen.

Praxisbeispiel: Frau Hoffmann erzählte von den Erdbeerfeldern in der Kindheit, als sie die Frage nach Sommeressen las. Ein anderer Senior griff das Thema „Sommerfeste früher“ auf. Der Betreuer notierte Stichworte auf einem Flipchart: So blieb die Biografiearbeit dokumentiert.

Urlaubsfoto-Rätsel

Beschreibung: Zeigen Sie (ohne Beschriftung) Urlaubsfotos oder typische Sommerobjekte (z.B. Sonnenhut, Eisdiele, Gießkanne). Die Senioren erraten, was zu sehen ist, und erzählen dazu Geschichten. Dieser spielerische Ansatz aktiviert das visuelle Gedächtnis.

Zielgruppe: Alle Senioren (Frage und Bildkombinationen können individuell angepasst werden).

Material:

  • Großformatige Abbildungen oder Fotos (Strand, Berge, Zoo) aus Zeitschriften

  • Oder Alltagsobjekte: Sonnenbrille, Cocktailglas, Stoffblume etc.

  • Flipchart oder Whiteboard zur Notierung von Schlagwörtern

Anleitung:

  1. Halten Sie ein Bild oder Objekt hoch und fragen: „Was seht ihr?“ oder „Erinnert euch das an etwas?“

  2. Nach Antworten können Sie weitere Details preisgeben („Ja, das ist ein Eis!“) und dann auffordern: „Erzählt uns ein Urlaubserlebnis mit Eis!“

  3. Nutzen Sie wechselnde Reize: Manchmal eine Fotografie, dann einen realen Gegenstand (z.B. Meersand in einer Box zum Fühlen).

  4. Betonen Sie Erzählung und Gedächtnistraining: Jede Antwort wird gewürdigt und kurz besprochen (z.B. durch Stichworte an der Tafel).

Praxisbeispiel: Der Betreuer zeigte eine altertümliche Straßenbahn-Foto. Herr Stolz erkannte sofort: „Wiener Platz um 1960!“ Das Foto animierte ihn, von seinem ersten Wien-Besuch zu berichten. Auch andere Bewohner spannten den Bogen: Erinnerungen an Städtereisen wurden geteilt.

Sommerliche Duft- und Geschmackserinnerungen

Beschreibung: Stellen Sie stationäre Geruchs- oder Geschmacksproben bereit (z.B. Zitronenscheiben, Lavendel, Gewürze wie Zimt, frische Minze). Die Senioren riechen oder kosten und verbinden dies mit Erinnerungen (Gartenarbeit, Backen, Urlaub am Meer).

Zielgruppe: Alle Senioren (gute Aufnahme bei Demenz, da stark emotionale Reize).

Material:

  • Schälchen mit sicherer, saisonaler Kost: Zitrone, Minze, Gurke, Vanillezucker

  • Duftproben: Lavendelblüten, Eukalyptusöl, frische Kräuter, Seetang (Meeresduft)

  • Papiertaschentücher für Proben, kleine Löffel

Anleitung:

  1. Bitten Sie die Senioren, die Augen zu schließen, bevor sie riechen oder kosten. „Malen“ Sie so einen Moment des Nachsinnens.

  2. Starten Sie mit Gerüchen (z.B. Minze auf dem Tuch): Fragen Sie, „Was erinnert euch dieser Duft?“

  3. Dann Geschmacksproben: eine Zitrone (klein geschnitten) oder selbst gemachter Kräutertee. Achten Sie auf Zahn- und Diabetikerfreiheit.

  4. Notieren Sie, was jeder sagt. Oft sprudeln Geschichten („An meiner Haustür hatten wir eine Zitronenpflanze...“).

Praxisbeispiel: Frau Lenz roch an frischem Pfefferminzblättern und sagte: „Damit hat meine Mutter Tee gemacht.“ Ein kleines Filmchat startete. Dann kostete sie ein Stück Gurke – eine Schuldküche-Erinnerung an kleine Pausen mit „Gurkenhäppchen beim Sommerfest“ kam hoch. Dieses Sinnes-Erlebnis wurde als sehr positiv empfunden.

Traditionelle Sommerspiele (Erinnerungsimpuls)

Beschreibung: Stellen Sie einfache Kinderspiele vor, die Senioren vielleicht aus ihrer Jugend kennen („Reise nach Jerusalem“ mit Stühlen, Topfschlagen mit Wasserballons). Diese Spiele sind zwar kindlich, wirken aber humorvoll und wecken Erinnerungen an frühere Zeiten.

Zielgruppe: Aufgeschlossene Senioren (gut bei gemischten Gruppen, Demenz nur in abgewandelter Form).

Material:

  • Stühle (Reise nach Jerusalem)

  • Wasserballons oder kleine Tischtennisbälle (Topfschlagen)

  • Löffel und gekochte Eier (Eierlaufen)

  • Musikplayer für Bewegungslieder (z. B. Tanzmusik)

Anleitung:

  1. Sprechen Sie vorher kurz über alte Kindheitserinnerungen: „Hat jemand früher Topfschlagen gespielt?“

  2. Führen Sie das Spiel altersgerecht durch: z.B. beim „Reise nach Jerusalem“ lassen Sie im Sitzen einen Schlag auf den Stuhl frei, statt wegzurennen.

  3. Zum „Topfschlagen mit Wasserballons“ kann man die Senioren vorsichtig die Ballons platzen lassen – erzeugt Gelächter und Spaß.

  4. Wählen Sie einfache Varianten und bleiben Sie flexibel: Wenn ein Spiel zu anstrengend scheint, wechseln Sie zu einer ruhigeren Variante („Lieder tanzen“ statt Wettlauf).

Praxisbeispiel: Beim Topfschlagen mit Wasserballons navigierte Herr Schulte blind seinen Stock zum Ballon. Er traf auf den ersten Versuch und alle lachten: „Oha, meine Liebe, bist ja noch topfseherisch!“ Der Spaß an der harmlosen Überschwemmung brachte alle zum Scherzen und lockerte die Atmosphäre merklich auf.

Sommergrußpostkarten schreiben

Beschreibung: Gestalten und schreiben Sie gemeinsam bunte Postkarten mit Sommermotiven („Hallo aus dem Seniorenheim! Ich denke an euch.“). Dieses Angebot verbindet kreatives Schreiben mit sozialer Aktion.

Zielgruppe: Geistig fitte Senioren, Mischgruppen. (Bei Demenz helfen Betreuer mit Einzelworten).

Material:

  • Blanko-Postkarten (Sommermotive gedruckt oder zur freien Gestaltung)

  • Bunte Stifte, Buntstifte, Marker

  • Briefmarken, Aufkleber

  • Tisch- und Briefpapier zum Schreiben von kleinen Nachrichten

Anleitung:

  1. Verteilen Sie die Postkarten und erklären Sie das Ziel: eine freundliche Sommergrüßkarte an Kinder, Familienangehörige oder Hilfsorganisationen.

  2. Jeder Senior schreibt (selbst oder mit Hilfe) einen kurzen Grußtext: „Liebe/r ..., sonnige Grüße aus …“. Ermutigen Sie zu Zeichnungen (Sonne, Meer, Eis).

  3. Verzieren Sie mit Aufklebern oder Glitzer. Helfen Sie beim Adressieren und Frankieren.

  4. Erzählen Sie zwischendurch: „Wem habt ihr früher Postkarten geschrieben?“ Das fördert Erinnerungen an Ferien.

Praxisbeispiel: Frau Winkler malte lachende Sonnen auf ihre Karte und schrieb „Ich denk an dich!“ an ihre Enkelin. Ein anderer Teilnehmer schrieb mit Hilfe eine Karte ans örtliche Tierheim. Beim Basteln des Briefumschlags kamen Diskussionen über Urlaubsorte auf, in die man früher geschrieben hat. Am Ende wurde ein ganzer Umschlag voll Postkarten zusammen getragen.

Rätsel, Quiz und Gedächtnistraining

Rätsel und Quiztrainings regen das Denken an und fördern die geistige Aktivität. Spielerische Aufgaben wie Memory oder Bingo aktivieren das Gedächtnis, ohne dass es zu lehrbuchhaft wirkt. Ein Sommerfest-Quiz bietet allen Teilnehmenden Freude und kleine Erfolgserlebnisse.

Großes Sommerquiz

Beschreibung: Veranstalten Sie ein Quiz mit Fragen rund um den Sommer (z.B. „Welche Früchte reifen im Sommer?“ oder „Nennen Sie ein bekanntes Sommerlied“). Ein solches Gedächtnistraining sorgt für Freude.

Zielgruppe: Geistig fitte Senioren und Demenzgruppen (je nach Schwierigkeitsgrad; Fragen gemeinsam beantworten).

Material:

  • Selbstgemachte Quizkarten (z.B. ausgedruckt oder laminiert)

  • Kleine Preise (Eis, Limo, Bonbons) für alle Teilnehmer

  • Bewertungszettel oder Klanginstrumente zum Anzeigen (Glocke statt „Punkt“-Verdienung)

Anleitung:

  1. Bereiten Sie 10–15 Quizfragen vor, die sich mit Sommer-Themen befassen (Schrift auf Karten schreiben). Möglich sind multiple-choice Fragen oder offene „Erzählfragen“.

  2. Versammeln Sie alle um einen Tisch oder im Garten unter einem Sonnendach. Erklären Sie, dass gemeinsam geantwortet wird – so fühlt sich niemand bloßgestellt.

  3. Stellen Sie Frage für Frage: Haben Sie verschiedene Schwierigkeitsgrade (einfaches Wissensfrage, dann ein kleines Ratespiel mit Hinweisen).

  4. Belohnungen: Verteilen Sie nach jeder richtigen Antwort kleine Preise (Eisgutscheine, kühle Getränke) und loben Sie alle Anstrengungen.

Praxisbeispiel: Bei der Frage nach dem längsten Tag des Jahres jubelte ein Senior, als er „Sommeranfang“ rief. Er und seine Freunde erhielten je ein kleines Eis. Im Anschluss wurde das Lied „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ angestimmt – so verbanden sich Quiz und Gesang zu einem festlichen Erlebnis.

Memory-Spiel mit Sommermotiven

Beschreibung: Erstellen oder kaufen Sie ein klassisches Memory-Spiel mit passenden Bildern (z.B. Früchte, Blumen, Sommerkleidung). Memory trainiert Gedächtnis und Konzentration – ein sanftes Kopftraining.

Zielgruppe: Alle Senioren (auch Demenzgruppen, da durch Wiederholung erlernt).

Material:

  • Memorykarten mit Sommermotiven (selbstgemalt oder käuflich) – jedes Bild zweimal

  • Alternativ: Bilder von Sommerobjekten auf Papier malen und in Karteikarten kleben

  • Tisch mit Platz für Karten

Anleitung:

  1. Mischen Sie alle Karten verdeckt und legen Sie sie in einem Raster aus.

  2. Die Senioren decken nacheinander zwei Karten auf. Bei Übereinstimmung darf der Finder weiterspielen. Ansonsten wird umgedreht und der nächste ist dran.

  3. Helfer können bei Bedarf Tipps geben oder Paare vorsichtig präsentieren. Wichtig ist Geduld; jeder kleine Erfolg ist zu feiern.

  4. Tauschen Sie Varianten: z.B. zwei Memory-Spiele parallel, um Wettbewerbselement einzubauen.

Praxisbeispiel: Herr F. erinnerte sich nach dem ersten Spielzug an den Platz der „Erdbeere“ und legte das zweite Paar frei. Stolz sagte er: „Seht ihr, ich kann das!“ – ein Motivationsschub für seine Mannschaftskolleginnen. Die angeleiteten Wiederholungen halfen auch jenen mit leichten Konzentrationsschwierigkeiten.

Sommer-Kreuzworträtsel

Beschreibung: Lösen Sie gemeinsam ein Schwedenrätsel oder Kreuzworträtsel mit sommerlichen Begriffen (z.B. „Sonneschein“, „Schmetterling“, „Aperol“). Das Lesen und Kombinieren ist ein gutes Gedächtnistraining.

Zielgruppe: Geistig fitte Senioren und fortgeschrittene Demenzgruppen (Unterstützung nötig).

Material:

  • Vorlagen eines Kreuzworträtsels (aus Zeitschrift oder selbst erstellt zum Thema Sommer)

  • Große Stifte (z.B. Filzstifte)

  • Kopien für alle

Anleitung:

  1. Arbeiten Sie in Kleingruppen: Jeder bekommt eine Kopie, eine Person liest die Frage vor. Gemeinsam suchen sie das Wort im Kopf oder schlagen es vor.

  2. Schreiben Sie die Antworten gemeinsam ein. Nutzen Sie dabei eventuell Nachschlagewerke (Wörterbuch, Bilderbuch).

  3. Erklären Sie knifflige Begriffe: Wenn niemand „Himbeere“ weiß, zeigen Sie ein Bild davon und schon tauchen Erinnerungen auf.

  4. Belohnen Sie jede richtig gelöste Zeile mit Applaus – der Erfolg zählt!

Praxisbeispiel: Der Lückentext lautete „Ein kaltes *** an heißen Tagen“. Frau Neumann ergänzte „Eis“. Der ganze Tisch jubelte, und einige begannen, das Lieblings-Eis jedes Beteiligten aufzuzählen. So wurde aus der Lösung ein kleines „Geschmacksspiel“, bei dem jeder sein Lieblingseis nennen durfte.

Bilderrätsel (Wimmelbild)

Beschreibung: Zeigen Sie ein buntes Wimmelbild mit vielen Sommer-Elementen und stellen Sie Fragen dazu („Wer sieht den Schmetterling? Wo versteckt sich der Hund?“). Solche visuellen Rätsel schärfen Aufmerksamkeit und erinnern an Alltagsszenen.

Zielgruppe: Senioren aller Ebenen (auch Demenz, da nonverbal und visuell stimulierend).

Material:

  • Großes Wimmelbild zum Thema Sommer (Plakat oder Beamerprojektion) oder ein Fotoalbum mit detailreichen Bildern

  • Großes Papier, Marker zum Mitschreiben von Fundstücken

Anleitung:

  1. Die Gruppe sitzt vor dem Bild. Der Betreuer fragt: „Findet den roten Ball im Bild!“ oder „Wie viele Vögel seht ihr?“

  2. Lassen Sie Teilnehmer einzeln zeigen oder zählen, anstatt laut herumzurufen. Jede gefundene Beobachtung festhalten („1 Storch, 3 Kinder“).

  3. Achten Sie darauf, klare Strukturen anzubieten (heller Hintergrund, große Objekte).

  4. Diskutieren Sie: Was macht der Junge mit dem Kitesurfbrett? Das führt zu kurzen Fantasiegeschichten („Vielleicht fliegen wir bald nach Sylt“).

Praxisbeispiel: In einem Wimmelbild zum Strand benannte Frau Klein sofort „Unser Nachbar da unten“, als sie einen bekannten Badegast erkannte. Die anderen blickten suchend umher und lachten, als Herr Lang „Das Piratenschiff“ entdeckte, das in Wirklichkeit ein Sandspielzeug war. Der Betreuer zeichnete die Funde auf – ein erinnerungsreiches Spiel.

Sommer-Bingo

Beschreibung: Spielen Sie Bingo mit Bildern anstelle von Zahlen: Sommerbegriffe wie „Sonnenbrille“, „Strandkorb“, „Wassermelone“ werden auf Karten abgehakt. Bingo verbindet Glück mit Gesprächsanregung zu den abgebildeten Begriffen.

Zielgruppe: Alle Senioren (Bingo ist leicht verständlich und motivierend).

Material:

  • Bingo-Vorlagen mit Sommerbildern oder -wörtern auf den Feldern (selbst erstellt oder aus dem Handel)

  • Kugelschreiber oder Chips zum Markieren

  • Kleine Preise (Sonnenblumenkerne, Salzstangen, Süßigkeiten)

Anleitung:

  1. Verteilen Sie individuelle Bingo-Karten, jeder Teilnehmer erhält eine Karte und Stifte oder Chips.

  2. Nennen Sie nacheinander Bilder oder Wörter (z.B. aus einem Lostopf ziehen oder von Karte lesen).

  3. Bei Übereinstimmung wird angekreuzt. Erstes Bingo (ganze Reihe) gewinnt einen kleinen Preis.

  4. Variieren Sie: Spielen Sie auch „Blackout“ (ganze Karte) für längeren Spaß.

Praxisbeispiel: Mit dem Ruf „Wassermelone“ legte Frau Ott schnell einen Chip auf ihr Bild. Sie erzählte, wie sie früher in Kalifornien saftig süße Melonen aß. Die Gruppe hörte interessiert zu, während sie alle „Bingo!“ riefen. Die kleinen Gewinne (gefrorene Beeren oder abkühlendes Gummibärchen) rundeten das Spiel ab und animierten alle zum Mitmachen.

Kulinarische Aktionen

Kulinarische Aktionen wecken mehrere Sinne: Riechen, Schmecken und gemeinsames Genießen. Im Sommerfest-Kontext eignen sich leichte Köstlichkeiten, die leicht handhabbar und appetitlich sind. Selbstgemachte Erfrischungen oder simple Kochaktionen motivieren und verbinden über gemeinsame Mahlzeiten oder Proben.

Eisverkostung („Eisparade“)

Beschreibung: Bieten Sie verschiedene Eissorten (Eis am Stiel, Sorbet, Fruchteis) zum Probieren an. Senioren können abstimmen, welches ihnen am besten schmeckt. An heißen Tagen ist das ein Hit und belebt die Sinne.

Zielgruppe: Alle Senioren (gute visuelle, motorische und kognitive Aktivierung).

Material:

  • Verschiedene Eissorten (kleine Portionsbecher oder am Stiel)

  • Langspatel, Servietten

  • Kühlschrank/Tiefkühltruhe oder Kühler für das Fest

Anleitung:

  1. Stellen Sie eine kleine Probier-Strecke auf: Bieten Sie 3–5 Sorten zur Auswahl (z.B. Erdbeer, Zitrone, Vanille, Schokolade).

  2. Jeder Senior erhält nach der Reihenfolge ein kleines Test-Portiönchen. Helfer helfen beim Abbeißen oder Stechen in die Kugeleis.

  3. Sammeln Sie die Favoriten: Ein Flipchart kann helfen – wer findet Vanille oder Zitroneneis am leckersten? Damit verbinden die Teilnehmer Geschichten („Vanilleerbe“).

  4. Belohnung: Ehren Sie alle mit einem Zitronenschnitz, denn „jeder bekommt ein Eis“.

Praxisbeispiel: Frau Krug kostete Erdbeere, Herr Fechner Limoneneis. Bei „Wer hat das beste Eis?“ lautete die Mehrheit „Blaubeere“. Am Ende aßen alle gemeinsam Fruchteis. Mit vollen Münder fragen Betreuerinnen nach Lieblings-Eiscreme–Anekdoten: Das Eis wurde so zum Anlass für fröhliche Unterhaltungen.

Gemeinsamer Obstsalat

Beschreibung: Schneiden Sie gemeinsam mit den Senioren frisches Obst (Erdbeeren, Melone, Trauben) klein und mischen Sie einen bunten Salat an. Das Handarbeiten schult Feinmotorik, der gemeinsame Genuss die soziale Bindung.

Zielgruppe: Fit bis leichte Demenz (je nach Hilfe beim Schneiden).

Material:

  • Verschiedenes frisches Obst (ohne harte Kerne, gut waschbar)

  • Schneideutensilien (Plastikmesser, Geschirr)

  • Große Schale(n) zum Mischen

  • Kleingeschirr und Löffel zum Verteilen

Anleitung:

  1. Waschen Sie das Obst gemeinsam. Teilen Sie es in mundgerechte Stücke auf Papptellern ein. Jeder Senior kann z.B. Erdbeeren in Scheiben schneiden, ein anderer Melone entkernen.

  2. Helfen Sie bei Bedarf. Achten Sie auf Fingernägel und sichere Griffe.

  3. Rühren Sie vorsichtig um und verteilen Sie Portionsweise. Lassen Sie die Senioren kosten und benennen, welche Früchte sie probieren.

  4. Gespräche lenken: „Welches Obst gab es bei dir früher im Sommer?“ Jeder erzählt.

Praxisbeispiel: Während Frau Peters Brombeeren schnitt, sagte sie: „Im Garten meiner Großmutter gab’s einen riesigen Strauch – jeden Sommer habe ich davon genascht.“ Herr Mayer nickte und fügte hinzu, welche Früchte seine Kinder liebten. Der Obstsalat mundete allen, und über das gemeinsame Schnippeln erinnerte sich jede und jeder an das eigene Obsthochbeet.

Grill-Station

Beschreibung: Organisieren Sie eine Grillstation mit leichten Grillgut-Optionen (Gemüsespieße, kleinere Bratwürstchen oder Grillkäse). Gemüse und Kartoffeln auf Spießen oder Folienbeutel mitnehmen ist einfach. Das Grillen macht Geruch und Geschmack zum Erlebnis.

Zielgruppe: Mobile Senioren und Begleitpersonen (Aufsicht erforderlich).

Material:

  • Kleiner Garten-Grill oder Gasgrill (Brandschutz beachten)

  • Gegrillte Speisen: z.B. Putenspieße, Gemüsespieße, Kartoffelpäckchen, Maiskolben

  • Grillzange, Teller, Servietten, Sitzplätze im Schatten

Anleitung:

  1. Bereiten Sie die Zutaten vor, evtl. mit den Bewohnern (Senfhühnchen marinieren, Spieße zusammenstellen).

  2. Grillen Sie unter Aufsicht und bitten Sie die Gruppe, sich der Reihe nach umzudrehen („Wache“) oder zu helfen (z.B. Spieße wenden).

  3. Servieren Sie die fertigen Snacks. Wer mag, würzt selbst nach (Kräutersalz, Soßen).

  4. Gemütliches Essen in lockerer Atmosphäre: Nutzen Sie die Wartezeiten zum Plaudern über Grillfeste der Jugend.

Praxisbeispiel: Beim Warten auf die Würstchen erklärte Herr Baum: „So haben wir früher auf Klassenfahrten Würstchen gegrillt!“ Die anderen hörten zu, und für jeden neuen Grillvorgang gab es einen kleinen „Probekost“-Teller (z. B. eine halbe Miniwurst). Auch rollstuhlfahrende Senioren konnten sich mit Ketchup bedienen. Auf diese Weise waren alle am Fest mit kulinarischem Spaß beteiligt.

Sommergetränke-Bar

Beschreibung: Richten Sie eine Selbstbedienungsstation mit kühlen Sommergetränken ein (Limonade, Eistee, Fruchtschorlen). Jeder darf nach Belieben Mixgetränke zusammenstellen. Ein Getränkespender mit verschiedenen Früchten (Zitrone, Minze) lädt zum Probieren ein.

Zielgruppe: Alle Senioren (fördert Geschmackssinne und regt Gespräche über Lieblingsdrinks an).

Material:

  • Krüge mit Eiswasser, Sorten von Sirups oder Fruchtsäften (Zitrone, Holunder, Minze)

  • Gläser, Umrührstäbchen, dekorative Schirmchen

  • Zutaten zum Aufschneiden (Zitrone, Gurke, Minze-Blätter, Eiswürfel)

Anleitung:

  1. Stellen Sie die Basisgetränke bereit (Wasser, Limonadenbasis). Dekorieren Sie mit Zitrusfrüchten.

  2. Die Senioren mischen nach Geschmack und Erfahrung: Frau M. gibt gern einen Spritzer Apfelsaft, Herr K. mag viel Minze im Eiswasser. Helfer zeigen Alternativen („Probiere mal einen Hauch Ingwer sirup!“).

  3. Besprechen Sie dazu passende Snacks: „Welche Eissorte passt zu diesem Getränk?“ oder „Erinnern euch solche Getränke an eine Geburtstagsfeier?“

  4. Sonderaktion: Jeder Gast darf ein kleines Glas ganz nach Belieben mixen (z.B. Schorle aus Schorle aus der roten Fruchtsaft-Bowle).

Praxisbeispiel: Die selbstgemixte Zitronenlimonade mundete den Senioren. Als Frau Winkler stolz einen mit Gurkenscheiben geschmückten Krug probierte, lobte der Betreuer: „Das sieht ja aus wie die Cucumber-Limonade im Botanischen Garten!“ Herr Knechtel mischte Minze in seinen Saft und erzählte von einer Capri-Insel-Reise. Kleine Party-Schirmchen und Gespräche sorgten für Urlaubsflair.

Picknick-Tisch dekorieren

Beschreibung: Lassen Sie die Senioren gemeinsam Tischdecken und Sommersnacks anrichten: bunte Servietten, Blumenvasen, Zitronenhalme. Das gemeinsame Dekorieren ist sinnstiftend und stimuliert Kreativität. Anschließend können die Teilnehmenden gemütlich im Freien sitzen.

Zielgruppe: Alle Senioren (selbst schwächere können Anweisungen folgen).

Material:

  • Bunte Tischdecken oder Picknickdecken

  • Kleine Gläser oder Wasserflaschen als Vasen

  • Frische Blumen, Blätter (aus dem Garten)

  • Papierstrohhalme, Cocktail-Schirmchen, Servietten

Anleitung:

  1. Breiten Sie die Tischdecken auf Tischen oder Gartenbänken aus. Bitten Sie die Senioren, die Ablage gemeinsam zu gestalten.

  2. Füllen Sie Flaschen oder Gläser mit Wasser, stellen Sie sie in die Mitte, und lassen Sie Blumen hineinstellen. Jeder darf eine Blume auswählen und platzieren.

  3. Falten Sie Servietten gemeinsam zu Fächer- oder Sonnenformen. Bringen Sie Strohhalme an den Gläsern an – ein Spaß, auch für Demenzkranke.

  4. Wenn alles hübsch aussieht, servieren Sie Früchte und Erfrischungen an diesem festlich gedeckten Tisch.

Praxisbeispiel: Die Gruppe breitete weiße und gelbe Decken aus. Frau Jansen steckte einige Gänseblümchen in ein Wasserfläschchen, Herr Feldmann faltete eine Serviette zu einem Tulpenblüten-Form. Zusammen schufen sie ein kleines Festmahlambiente, in das sich alle sogleich zum Essen setzten: Das i-Tüpfelchen war die rote Erdbeere am Serviettenrand.

Kräutertee aus Gartenkräutern

Beschreibung: Pflücken Sie mit den Senioren gemeinsam Kräuter (Minze, Melisse, Zitronenverbene) aus dem Garten und bereiten Sie daraus einen Duftpudding (kalter Kräutertee) oder leichten heißen Tee zu. Das Mitmachen beim Zubereiten verbindet mit früheren Hausrezepten.

Zielgruppe: Mobile Senioren (im Sitzen gießen/joschafteln möglich).

Material:

  • Frisch gepflückte Kräuter (Minze, Salbei, Kamille, Lavendel)

  • Heißes Wasser, Teekanne oder Krug

  • Zitrone, Honig (optional)

  • Teetassen, Löffel

Anleitung:

  1. Lassen Sie die Senioren einige frische Kräuterblätter pflücken. Besprechen Sie, wie sie riechen und schmecken.

  2. Übergießen Sie die Kräuter gemeinsam mit heißem Wasser in der Teekanne. Nach ein paar Minuten abseihen.

  3. Schütten Sie den Tee in Tassen. Jeder darf Zitrone oder Honig dazugeben.

  4. Diskutieren Sie, welche Teesorten man früher getrunken hat („Kamillentee hilft immer gegen Bauchweh“).

Praxisbeispiel: Nach dem Gießen schloss Herr Stadler die Augen und atmete tief die Mischung aus Minze und Zitronenmelisse ein. Er erinnerte: „So hat mein Opa Tee gemacht!“ Die Gruppe nippte genüsslich am lauwarmen Getränk. Einige schlossen für einen Moment die Augen – ein kurzer meditativer Genuss.

Sommerkuchen verzieren

Beschreibung: Backen Sie einen einfachen Kuchen oder Muffins vor, den die Senioren gemeinsam mit Buttercreme, Früchten, Streuseln etc. verzieren. Das Dekorieren ermöglicht kreative Gestaltung.

Zielgruppe: Alle Senioren (als Gemeinschaftsprojekt; beim Verzehr später identifizierbar, wer welchen Teil gestaltet hat).

Material:

  • Vorbereiteter (abgekühlter) Rührkuchen oder Muffin-Basis

  • Dicke Buttercreme oder Schokoglasur zum Bestreichen

  • Bunte Streusel, Zuckerperlen, Obststücke (Erdbeeren, Trauben)

  • Kleine Spatel oder Messer zum Verteilen

Anleitung:

  1. Schneiden Sie den Kuchen in Portionsstücke. Verteilen Sie Töpfe mit bunter Cremes oder Schokoriegel und Obst.

  2. Jeder Senior erhält einen Teller und streicht seine Tortenstücke mit der Creme ein. Anschließend verziert er mit Streuseln, Nüssen oder Obst.

  3. Ermuntern Sie zu individuellen Mustern („Malen wie ein Maler“). Helfende Hände unterstützen bei dickflüssiger Creme.

  4. Nach dem Verzieren lassen Sie die Kuchen kurz ziehen. Dann findet ein gemeinsames Kaffeetrinken statt – die zubereiteten Leckerbissen dürfen genossen werden.

Praxisbeispiel: Als Frau Paul ihre Erdbeeren kunstvoll auf dem Muffin drapierte, sagten andere: „Das sieht aus wie ein kleines Erdbeerkörbchen!“ Stolz fütterte sie später ihre Kreation. Jeder erkannte sein Werk wieder. Beim Schlemmen gab es Rückmeldungen („Sehr süß, genau wie früher bei Oma!“), die Austausch und Freude auslösten.

Sinnesanregung

Sinnesanregende Aktionen stimulieren mehrere Sinne gleichzeitig – ein wichtiger Teil der Aktivierung. Sie schaffen Aha-Erlebnisse und regen Erinnerungen an (Farben, Geräusche, Gerüche) an. Solche Angebote bereichern das Sommerfest um ungewöhnliche Reize.

Wasserperlen-Sinnesflaschen

Beschreibung: Füllen Sie aufgequollene (farbige) Wasserperlen in durchsichtige Flaschen mit Wasser. Die Senioren schütteln und betrachten die Tanzbewegung der Kugeln. Dieses Spiel bringt Farbe und Staunen auf den Tisch.

Zielgruppe: Gruppen (auch Demenz) oder Einzelbetreuung, feinmotorisch leicht zu handhaben.

Material:

  • Aufgequollene Wasserperlen (einfach über Nacht in Wasser quellen lassen)

  • Leere Plastikflaschen (mind. 0,5 l) ohne Etikett

  • Trichter, kleine Löffel zum Befüllen

  • Wasser zum Nachfüllen

Anleitung:

  1. Bereiten Sie einen großen Schälchen voller Wasserperlen vor. Richten Sie alles auf einem Tisch an.

  2. Jeder Mitmachende bekommt eine Flasche, einen Trichter und einen Löffel. Unter Anleitung füllen sie Perlen und Wasser nach Lust. (Wenn Material knapp ist, arbeiten Sie zu zweit.)

  3. Nachdem alle Flaschen gefüllt sind, verschließen Sie sie fest und lassen sie die Senioren drehen und schütteln. Beobachten Sie das Farbenspiel und vergleichen Sie verschiedene Füllstände.

  4. Erzählen Sie: „Woran erinnern euch diese kleinen Kugeln?“ Oft kommen Geschichten über Bastelstunden oder bekannte Haushaltsgegenstände.

Praxisbeispiel: Beim Experimentieren mit bunten Perlen brauchte Frau Müller erst etwas Hilfe beim Einfüllen. Als sie die Regenbogen-Farbschichten betrachtete, fing sie an zu singen: „Regenbogen, du mein Licht“. Das Spiel wurde fast zu einer kleinen musikalischen Pause. Alle interessierten sich nun für die Muster der Perlen – eine bunte, sinnliche Unterbrechung.

Duftkerzen gießen oder aromatisieren

Beschreibung: Lassen Sie die Senioren eine einfache Duftkerze herstellen (Wachs in Gläser schmelzen) oder bestehende Kerzen mit ätherischen Ölen versehen (z.B. Lavendel, Zitronengras). Düfte haben starke Erinnerungswirkung.

Zielgruppe: Mobilere Senioren (Aufsicht ist nötig wegen heißem Wachs).

Material:

  • Kleine Einweggläser (Joghurtgläser o. Ä.)

  • Kerzenreste oder Gießwachs (Sicherheitsschmelzschmelze)

  • Ätherische Öle (Lavendelöl, Zitronenöl) oder getrocknete Kräuter (Kräutertee, Gewürznelken)

  • Dochte und Halterung (Zahnstocher oder Stäbchen)

Anleitung:

  1. Erhitzen Sie Wachs mit Anleitung (ggf. eine Betreuerin übernimmt das). Füllen Sie es in vorbereitete Gläser. Stecken Sie mittig einen Docht fest (z.B. mit Klebeband halten).

  2. Während das Wachs fest wird, gibt jeder einen Tropfen Duftöl auf ein Stück Watte oder Streifen (nicht direkt ins heiße Wachs!). Anschließend wird der Duft getestet (sniff-sniff!).

  3. Stellen Sie die Kerzen beisammen. Bitten Sie die Senioren, ihre Augen zu schließen: Wer erkennt den Lavendelduft? So schwelgt man in Sommerparfum-Erinnerungen.

  4. Betonen Sie Sinneserfahrungen: „Fühlt ihr, wie warm es noch nach Monaten wird? Welche Farbe hat das flüssige Wachs?“.

Praxisbeispiel: Als die erste Kerze Lavendel enthielt, atmete Herr Kranz tief ein: „Das riecht wie Omas Lavendelkissen“. Alle schlossen Augen und erinnerten sich an früher. Die Düfte und das Wachs erzeugten eine ruhige, sinnliche Atmosphäre, die manchen fast ins Träumen versetzte.

Taststation (Tastbox mit Naturmaterial)

Beschreibung: Füllen Sie mehrere verschlossene Kisten oder Boxen mit verschiedenen sommerlichen Materialien (Sand, weiches Moos, glatte Steine, Eicheln) und lassen Sie die Senioren ertasten und erraten. Dieser taktile Spaß erinnert an Naturerlebnisse.

Zielgruppe: Alle Senioren (besonders wirkungsvoll bei Demenz, da positive Sinneserfahrungen).

Material:

  • Undurchsichtige Boxen mit Öffnungen (basteln oder mit Taschentuch-Loch)

  • Verschiedene Materialien: trockener Sand, glatte Flusssteine, weich gepolstertes Moos, kleine Muscheln, warme getrocknete Bohnen, zerdrückte Früchte

  • Zettel und Stift zum Notieren von Tipps (optional)

Anleitung:

  1. Bereiten Sie 3–4 Boxen vor, jede mit unterschiedlichen Inhalten. Achten Sie auf angenehme Materialien (nicht spitz, nicht allergen).

  2. Gruppenweise fühlen die Senioren ohne hineinzusehen (Auge verbunden optional) in die Kästen und beschreiben: „Ist es warm/kalt?“ „Ist es weich oder hart?“

  3. Nach dem Fühlen sammeln Sie Vermutungen: „Ist da Sand drin?“ oder „Fühlst du eine Orange?“.

  4. Anschließend öffnen Sie die Kisten und lassen alle nachsehen. Diskutieren Sie: „Welche Textur hat das Moos, wenn man die Augen schließt?“

Praxisbeispiel: Als Herr Steiner in einer Box kneifen durfte, prustete er: „Das fühlt sich an wie Badeschlamm!“ Die Gruppe lachte, als es knirschte (etwas grober Sand). Dann sagte Frau K. stolz: „Ich wusste, das ist Muschelsand vom Strand!“ Solche Aha-Erlebnisse weckten viele Erinnerungen an Barfußspaziergänge im Sand.

Windspiel basteln

Beschreibung: Gestalten Sie gemeinsam ein einfaches Windspiel: Bunte Perlen, Schellen oder Muscheln an Schnüren aufhängen. Das anschließende Hören im Wind und Schaukeln betrachtet die Senioren als meditatives Erlebnis.

Zielgruppe: Alle Senioren (können mitwirken, das Ergebnis hängt dann im Garten).

Material:

  • Robuster Ast oder Holzstab als Aufhänger

  • Bunte Bänder, Schnüre, Draht

  • Naturmaterialien mit Klang: Muscheln, kleine Keramik-Hirseketten, Glöckchen, hohle Bambusstücke

  • Perlen oder Holzscheiben (zur Verzierung)

Anleitung:

  1. Befestigen Sie an einem dicken Ast mehrere Schnüre in verschiedenen Längen. Jeder Senior kann eine Schnur schmücken.

  2. Lassen Sie Glöckchen, Muscheln und Perlen auffädeln. Ältere Gäste können daran ziehen, die jüngeren können sich die Schnüre vorsichtig selbst kürzen.

  3. Wenn alles fertig ist, hängt das Windspiel an einem schattigen Plätzchen im Garten. Fordern Sie dann auf: „Hört mal hin, was der Wind macht!“ – so entsteht eine ruhige Höraktivierung.

  4. Nutzen Sie das Gebastelte als Bastelabschluss: Jeder weiß, sein Stück Baumobe bleibt im Garten hängen.

Praxisbeispiel: Frau Lang befestigte eine quietschend kleine Glocke am Windspiel. Als später der Sommerwind auffrischte, erklang ein leises Glöckchen-Konzert. Die Senioren schlossen die Augen und genossen den Klang, so als wäre es Konzertmusik. Durch die Bastelei hatten sie einen eigenen Beitrag zum Fest übernommen.

Vogelgesang-Raten

Beschreibung: Spielen Sie Aufnahmen typischer Vogelstimmen (Amsel, Lerche, Schwalbe) ab und lassen Sie die Seniorengruppe raten, welches Tier es ist. Das Training des Hörsinns weckt tierische Sommererinnerungen.

Zielgruppe: Geistig fitte Senioren, gut auch für Mischgruppen (unkomplizierte Raterunde).

Material:

  • Audio-Gerät (Radio, Smartphone) mit vorab eingespielten Vogelrufen

  • Schriftliche Liste der Vogelarten (für Hilfestellung)

  • Bilder der Vögel (optional, als Belohnung beim Aufdecken)

Anleitung:

  1. Erzählen Sie von Vogelstimmen: „Wer hört morgens ein Vogelgezwitscher?“ Sammeln Sie bekannte Vögel.

  2. Spielen Sie nacheinander kurze Gesangssequenzen ab. Bitten Sie die Senioren: „Welcher Vogel könnte das sein?“

  3. Notieren Sie Antworten und geben Sie positive Rückmeldung. Anschließend zeigen Sie ein Bild des richtigen Vogels oder benennen ihn.

  4. Tauschen Sie sich aus: Wo haben die Senioren früher Vogelstimmen gehört? (Garten, Waldspaziergang, Balkon).

Praxisbeispiel: Als plötzlich die Nachtigall erklang, lächelte Frau Fuchs: „Ich kenne den vom Morgenspaziergang!“ Herr Weber ergänzte, dass er als Kind immer gespannt vor dem Fenster gelauscht habe. Die Runde summte gemeinschaftlich den Takt, als die Melodie des Gesangs verklang.

Natur- und Gartenaktionen

Garten- und Naturaktionen bringen frische Luft, Tageslicht und Grün in den Betreuungsalltag. Einfaches Gärtnern oder Naturerkunden fördert Körper und Seele: Tageslicht unterstützt den Vitamin-D-Spiegel, die Sinne werden durch Geruch und Farbe angeregt. Schon kleine Gartenaufgaben vermitteln Erfolgserlebnisse und Zugehörigkeitsgefühl.

Blumen oder Kräuter pflanzen

Beschreibung: Pflanzen Sie gemeinsam einfache Blumen oder Kräuter in Kübel (z.B. Sonnenblumen, Ringelblumen, Tomaten, Basilikum). Die Senioren sollen gießen und beim Wachsen zusehen.

Zielgruppe: Alle (auch Rollstuhlfahrer, die Blumenkästen am Fenster stehend bepflanzen können).

Material:

  • Große Pflanzkübel oder Töpfe (möglichst kniehoch auf Arbeitstischen)

  • Erde (ebenfalls schmutzarme Pflanzerde)

  • Blumen- oder Kräutersetzlinge (robuste Sorten)

  • Gießkannen, Handschuhe

Anleitung:

  1. Zeigen Sie, wie man Erde einfüllt und den Setzling richtig einpflanzt (nicht zu tief, leicht andrücken). Jeder darf mitmachen.

  2. Benennen Sie die Pflanzen und sprechen Sie über früheren Pflanzenbesitz: „Wer hatte früher zu Hause Pflanzen im Garten?“carstens-stiftung.de (Abre numa nova janela).

  3. Stellen Sie die Töpfe gut erreichbar auf. Vereinbaren Sie Pflege: Jeden Festtag wird zusammen gegossen. So entstehen Rituale.

  4. Beobachten und protokollieren: Notieren Sie, wann sich die ersten Blüten zeigen. Bei jedem Treffen gibt es Lob über den Erfolg („Deine Tomate hat viel Sonne bekommen!“).

Praxisbeispiel: Beim Einpflanzen einer Sonnenblume erzählte Herr Berger, wie er als Kind im Dorf seine Familie mit Sonnenblumen eindrucksvoll beeindruckte. Die Gruppe verglich dann Blattfärbung („Unser Basilikum riecht schon so!“). In den folgenden Wochen sang die Gruppe zeitweilig das Lied „Alle Vögel sind schon da“, weil die Blumen von Schmetterlingen besucht wurden.

Kleine Kräuterschatzsuche

Beschreibung: Legen Sie im Garten ein kleines Kräuterlabyrinth an: Die Senioren suchen Minze, Melisse, Lavendel und Zitronenmelisse. Jeder nimmt ein Blatt und riecht daran. Beim Sammeln und Riechen erleben sie unterschiedliche Sommerdüfte.

Zielgruppe: Mobil (geführte Gartenrunde, auch im Rollstuhl möglich).

Material:

  • Verschiedene Kräuterpflanzen im Garten (oder Topfpflanzen)

  • Körbchen oder Papierbecher zum Sammeln

  • Notizkarte mit Namen und Bild der Kräuter zum Abgleichen

Anleitung:

  1. Bereiten Sie Stationen vor: Beschriften Sie Bereiche im Garten mit den Namen der Kräuter.

  2. Führen Sie die Senioren in kleinen Gruppen zum Aussuchen: Jeder darf an den Pflanzen riechen und ein paar Blätter pflücken.

  3. Bitten Sie, den Duft zu beschreiben: „Ist er frisch, süß, würzig?“ Notieren Sie beispielsweise „Minze = frisch“, „Lavendel = blumig“.

  4. Die gesammelten Kräuter können später für Tee oder Duftkissen verwendet werden – so gibt es nachträgliche Belohnungen.

Praxisbeispiel: Frau Huber kauerte sich hin, um den starken Pfefferminzduft zu genießen. Sie meinte: „Das war im Süden ganz ähnlich“, und erzählte von einer Italienreise. Herr Meier schnupperte am Lavendel und seufzte: „Das bringt mich an Opas Grab zurück, da lag immer Lavendel.“ Durch den aktiven Riechtest half jeder seinen Erinnerungen nachzugehen.

Insektenhotel bauen

Beschreibung: Bauen Sie aus Naturmaterialien wie Holzscheiben, Bambusröhren und Zapfen ein einfaches Insektenhotel. Dieses fördert den Respekt vor der Natur und sorgt für Gespräche über Gärtnerwissen.

Zielgruppe: Mobile und assistierte Senioren (Zusammenbau durch Teams).

Material:

  • Ein kleiner Holzkasten oder stabile Kiste (als Rahmen)

  • Hölzer (Bretter, Rundholzstücke mit Bohrlöchern), Bambusrohre

  • Zapfen, Rinde, Stroh, getrocknetes Moos

  • Hammer, Nägel, Bohrer (Fachkräfte oder Hobbyheimwerker nötig)

Anleitung:

  1. Erklären Sie das Konzept: Ein Insektenhotel beherbergt Bienen, Marienkäfer etc. Zeigen Sie Bilder.

  2. Sammeln oder bereiten Sie gemeinsam Materialien vor: Ganze Röhren, Hölzer mit Löchern dienen den Insekten als Unterschlupf.

  3. Unter Anleitung: Verschrauben oder nageln Sie alles in die Holzkiste. Senioren ordnen die Hölzer an („Leg das Bambus da rein“).

  4. Stellen Sie das Insektenhotel an einen ruhigen sonnigen Platz. Beobachten Sie in den nächsten Tagen eventuell schon Käfer-Einzüge.

Praxisbeispiel: Herr Lenz setzte stolz die letzten Bambusröhren fest, als alle applaudierten. Am nächsten Tag erblicke man tatsächlich eine einsame Wildbiene, die in einem Loch verschwand. Der Anblick des Hotels beim Rundgang wurde zum neuen Gesprächsthema – eine Erfolgsgeschichte der Natur.

Gartenschatzsuche (Scavenger Hunt)

Beschreibung: Organisieren Sie eine Schnitzeljagd im Garten: Die Senioren erhalten Bilderkarten mit Sommerdingen (Gummiente, Sonnenhut, Schnorchel). Sie müssen versteckte Objekte oder Orte finden. Bewegung und Rätselspaß an der frischen Luft sind garantiert.

Zielgruppe: Mobile Senioren, ideal als Gruppe (auch Demenzler mit zweiter Person).

Material:

  • Bildkärtchen oder Fotos mit typisch-sommerlichen Gegenständen

  • Die tatsächlichen Gegenstände oder entsprechende Marker im Garten versteckt

  • Taschenlampe oder Taschen (für Fund)

Anleitung:

  1. Zeigen Sie die Bildkarte (z.B. „Muschel“) und geben Sie den Hinweis „Die findet ihr am Sandkasten.“

  2. Die Gruppe sucht gemeinsam. Wer etwas entdeckt, ruft laut oder reicht hin – Sicherheit geht vor.

  3. Jeder Fund wird bestaunt und wieder versteckt (oder als Erinnerung mitgenommen).

  4. Belohnung: Am Ende wartet eine Kiste mit frischen Äpfeln oder eine Laterne mit kleinem Preis für die Teams.

Praxisbeispiel: Beim „Finde die Gummiente“-Spiel kicherte Frau Krieger, als sie die gelbe Ente hinter einer Hecke entdeckte. Herr Weber half ihr aufmunternd: „Gib Acht, dass du dich nicht stehst!“ Die Schatzsuche machte den Bewohnern viel Spaß und sorgte für Bewegung auf dem Rasen – zwei Frösche wurden sogar noch beobachtet.

Spiele für Einzel- und Gruppenbetreuung

Einige Aktivitäten lassen sich sowohl solo als auch in der Gruppe durchführen – so kann jede und jeder mitmachen, egal wie mobil oder kommunikativ er ist. Einzelspiele sind etwa Puzzle oder Memory für eine Person, Gruppenangebote ermöglichen Teamgeist. Durch die Mischung erhalten auch eher zurückhaltende Senioren ein Erfolgserlebnis.

Einzel-Memory-Spiel

Beschreibung: Bieten Sie ein kleines Memory für Einzelspiel an: Ein Senior spielt allein mit Gedächtniskarten (mit Sommermotiven). So bleibt niemand außen vor und trainiert sein Gedächtnis auf sanfte Weise.

Zielgruppe: Vor allem im sitzungfreien Moment für den Einzelgebrauch (Demenz Einzelbetreuung).

Material:

  • Ein Satz Memorykarten (wie oben bei Idee 29) oder ein kleines Puzzle

  • Ruhiger Tischplatz, ggf. ruhige Musik im Hintergrund

Anleitung:

  1. Erklären Sie das Spiel für Einzelpersonen (zwei identische Bildpaare finden). Hilfsmittel wie Hinweise anfangs können helfen.

  2. Ein Bewohner spielt in Ruhe, während Begleitperson oder Freiwillige zuschauen oder mitspielen.

  3. Preise sind nicht nötig – Erfolg ist das Zusammenfügen der Paare.

  4. Loben Sie jedes gefundene Paar kurz. Wenn Gedächtnislücken auftreten, darf die Person das nächste Paar zeigen, um Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.

Praxisbeispiel: Frau Hoffmann setzte sich an den Tisch und begann zu spielen. Ihr Gesicht leuchtete auf, als sie den letzten Kreis gebildet hatte. Eine Pflegerin sagte leise: „Das hast du toll gemacht“, und Frau Hoffmann lächelte zufrieden. Dieses einzelne Spiel half ihr, sich selbst etwas Gutes zu tun.

Sommer-Malstation

Beschreibung: Stellen Sie den Senioren Malpapier und -stifte bereit (Sommermotive wie Sonne, Strand oder beliebige Vorlagen). Auch als ruhige Einzelbeschäftigung geeignet: Jeder malt nach Lust und Laune.

Zielgruppe: Alle Senioren (besonders Demenz mit Malbuch-Vorlage möglich).

Material:

  • Malblöcke oder Ausmalbücher mit Sommerbildern

  • Dicke Bunt- oder Filzstifte in Sommerfarben

  • Tischunterlage (falls kräftig gemalt wird)

Anleitung:

  1. Bieten Sie mehrere Vorlagen an oder freie weiße Blätter. Jeder wählt eine oder malt frei.

  2. Gönnen Sie Ruhe und räumen Ablenkungen weg. Manche malen allein bei Musik, andere haben Gesellschaft.

  3. Bitten Sie, was gemalt wird, zu beschreiben: „Welche Farbe nimmst du für das Gras?“. Das regt zum Erzählen an.

  4. Am Ende können die Bilder im Gruppenraum aufgehängt oder mitgenommen werden.

Praxisbeispiel: Herr Becker malte ein großes blaues Meer mit einer kleinen Insel und kommentierte: „So war unser Urlaub“. Später zeigte er stolz das Ergebnis der Gruppe, die alle applaudierten. Bei Frau F. entstand eine bunte Blumenwiese. Während des Zeichnens murmelt sie Melodien – so kombiniert das Malen mit innerem Gesang Ruhe und Aktivierung zugleich.

Tópico Kreative Beschäftigungen

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