was machst du eigentlich, wenn dich nach einer Krebsdiagnose die Angst packt, der Alltag Kopf steht und einfach nichts mehr hilft? Wie schaffen es andere Männer, trotzdem weiterzumachen oder sogar neue Kraft zu finden?
In der heutigen Folge (Öffnet in neuem Fenster) geht’s ganz offen darum, was hilft – und was eben auch mal gar nicht hilft. Drei ganz ehrliche Geschichten zum Zuhören und vielleicht sogar Mitnehmen.
Was hilft: Aufraffen, gesunder Egoismus und der Blick für Details
Jürgen hat Krebs, doch im Gegensatz zu vielen anderen Betroffenen spricht er offen über seine Krankheit – besonders mit seinen Arbeitskollegen, was ihm gut tut. Er hat die Erfahrung gemacht, dass ihn das Teilen seiner Gefühle und Gedanken stärkt, besonders in psychisch schwierigen Zeiten. Auch wenn der Arbeitstag manchmal eine Herausforderung ist, gibt ihm seine Arbeit Halt und bessert seine Stimmung. Offenheit und sein Arbeitsalltag helfen Jürgen, mit seiner Krankheit umzugehen.
Martin ist jemand, der große Freude an historischen Bauwerken und deren kunstvoller Gestaltung findet. Besonders fasziniert ihn der Ideenreichtum und die beeindruckende Arbeitsleistung, die in Hausverzierungen und Bauornamenten steckt. Wenn Martin beispielsweise das Parlament betrachtet, bewundert er die Schönheit der Wandverzierungen und fühlt sich glücklich, in einer Stadt mit so vielen prächtigen, geschichtsträchtigen Gebäuden zu leben. Der Blick auf diese Details erfüllt ihn mit Dankbarkeit und Begeisterung für das Können der Menschen – damals wie heute.
Walter erhielt die Diagnose Leukämie und entwickelte daraufhin seine eigene Methode, um mit der Krankheit umzugehen. Jeden Tag zog er sich für etwa zwei Stunden in ein stilles Zimmer zurück, um sich intensiv mit seiner Situation auseinanderzusetzen. Dabei nutzte er Visualisierungsübungen, um sich vorzustellen, wie er gegen die Krankheit kämpft und sie besiegt. Durch diese tägliche Routine konnte er nicht nur seine Gedanken ordnen, sondern auch neue Kraft und Hoffnung schöpfen. Walter ist davon überzeugt, dass ihm diese persönliche Strategie geholfen hat, die schweren Zeiten zu überstehen und die Krankheit zu verarbeiten.
Die drei wichtigsten Takeaways dieser Folge:
Aufraffen hilft: Bewegung und kleine Schritte bewirken oft mehr, als man denkt.
Gesunder Egoismus ist kein Luxus: Eigene Bedürfnisse ernst zu nehmen, ist wichtig – nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Menschen um einen herum.
Im Moment sein schafft Abstand: Ob Wandern, Fotografieren oder ein kreatives Hobby – alles, was hilft, den Sorgen-Pegel zu senken und bei sich zu bleiben, ist wertvoll.
Jeder der Drei geht seinen ganz eigenen Weg – und alle vereint: Sie haben sich nicht aufgegeben, sondern für sich Lösungen gesucht, auch wenn es nicht immer einfach war.
🎧 Höre jetzt rein und teile diese Folge (Öffnet in neuem Fenster) mit deinen Freund:innen.
Jumplist
00:00 Was hilft bei Krebsbewältigung?
01:29 Vorstellung Jürgen
03:25 Aktivität gegen Traurigkeit am Morgen
05:58 Depression bei Krebs
07:21 Vorstellung Walter
07:59 Visualisierung im Kampf gegen Leukämie
08:59 Gesunder Egoismus und Erkrankung
11:28 Vorstellung Martin
15:33 Geschichtliche Fantasiereise im Kopf
16:33 Take-aways
17:35 Balance finden und teilen
Quellen und Links
Erklärung zu Depression (DocCheck) (Öffnet in neuem Fenster)
Serviceartikel zu Fatigue (Kurvenkratzer-Magazin) (Öffnet in neuem Fenster)
Anlaufstellen für Krebsbetroffene und Angehörige (Öffnet in neuem Fenster)
Stammtisch für Männer mit urologischen Krebserkrankungen im Nordburgenland (Öffnet in neuem Fenster)
© 2025 Der Podcast wird gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.