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„Ein Salzpfad und Klangräume – Ein Kinobesuch mit Hörmine und Hörlibert“

Es war das erste Mal, dass ich mit beiden – mit Hörmine und Hörlibert – ein Kino betrat. Zwei winzige, kybernetische Türöffner in die akustische Welt, tief verankert in meinem Innenohr, und doch: heute zum ersten Mal gemeinsam im dunklen Tempel der Illusion. Es. War. Toll. Soviel möchte ich schon mal verraten.

Mit Hörlibert (rechts) hatte ich dieses Terrain bereits einmal betreten – im vergangenen Jahr, bei einem heiteren Ausflug mit den Kindern zu den „Minions“. Damals war alles noch relativ neu, etwas roh, etwas holprig. Laut. Und die Dialoge - nun ja - sagen wir es so, der Kontext war durchaus ausreichend... Vorgestern jedoch sollte es ein Film für Erwachsene sein, ein Werk mit Tiefe, mit Substanz – eine Einladung zu sinnlichem Erleben, aber auch zur inneren Einkehr.

Ich war nervös. Ja, trotz all meiner Erfahrung. Denn der Kinosaal ist nicht bloß ein Ort der Projektion, sondern ein akustisches Minenfeld – für das Gehör, für die Nervenbahnen, für meine Synapsen, die tagtäglich zwischen Überforderung und Reizarmut balancieren.

Zu laute Geräusche, zu viele klangliche Ebenen in zu kurzer Zeit können eine regelrechte sensorische Überwältigung bedeuten – eine Kakophonie, die sich nicht abschalten lässt. Und wenn ich von "Lärm" spreche, dann meine ich nicht zwangsläufig den Presslufthammer der Baustelle nebenan. Viel subtiler, aber nicht minder aufreibend, ist die akustische Dichte eines überfüllten Restaurants, das Stimmengewirr in einer Aula, das Taktgleiche und Taktlose, das sich übereinanderschichtet wie dissonante Akkorde in einem falsch gestimmten Orchester.

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