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Retrospektive: One-Eyed Likho und Folk-Horror in Spielen

Pünktlich zur gruseligen Jahreszeit wagen sich Micha und Wolfram in die düsteren, nebelverhangenen Wälder des Folk Horror – ein Subgenre, das tief in alten Mythen, lokaler Folklore und der Urangst vor dem Unbekannten verwurzelt ist. Als Ausgangspunkt für ihre Reise dient das diesjährige First-Person-Horror-Adventure One-Eyed Likho, das auf einer alten, russischen Sage basiert. Gemeinsam ergründen die beiden, was uns an diesen Geschichten über Generationen hinweg so fasziniert und warum die Neugier uns immer wieder an unheimliche Orte treibt, obwohl sie gefährlich für uns sein könnten.

Doch bei einem einzelnen Spiel bleibt es natürlich nicht. Die Diskussion entfaltet sich zu einem massiven Rabbit Hole, das von den grausamen Warnungen der Brüder Grimm über moderne Film-Meisterwerke wie Midsommar und The Lighthouse bis hin zu philosophischen Fragen nach Schicksal, freiem Willen und der Banalität des Bösen reicht. Was haben die Lehren von Schopenhauer und Sartre mit Horrorspielen zu tun? Warum fühlen wir uns von der Isolation in Spielen wie Mundaun oder dem britischen Folk Horror in The Excavation of Hobbs Barrow so angezogen? Und was ist eigentlich mit asiatischer Folklore?

Freut euch auf eine vollgepackte Folge, die euch zeigt, wie tief und bedeutungsvoll das Horrorgenre sein kann. Macht es euch gemütlich, zündet (metaphorisch) ein Licht an und begleitet Micha und Wolfram auf diesem unheimlichen Exkurs. Viel Spaß!

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