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Hoffnung? – Muss man machen!

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Liebe Freund*innen der sozialen Gerechtigkeit,

wie fühlt es sich an, Hoffnungsträger*in zu sein? Darüber habe ich diese Woche mit Baro Vicenta Ra Gabbert gesprochen. Die Juristin, Klima-Aktivistin und Greenpeace-Sprecherin hat mich im Aufzug (Öffnet in neuem Fenster) besucht und mir u. a. erzählt, wie es dazu kam, dass sie zusammen mit 54.000 Bürger*innen Verfassungsbeschwerde gegen die unzureichenden klimapolitischen Aktivitäten der Bundesregierung eingelegt hat. Das Thema Hoffnung und woher sie kommt war in unserem Gespräch sehr präsent, und auch darum geht es in Baros neuem Buch „Keine Zukunft ist auch keine Lösung“ (Öffnet in neuem Fenster) (zusammen mit Fabian Grischkat) – ausdrückliche Leseempfehlung!

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Eine bestenfalls farblose Zukunft steht hierzulande bevor, wenn wir Friedrich Merz weiter die Gestaltung des „Stadtbilds“ überlassen. Spätestens nach dieser jüngsten verbalen Entgleisung haben wir verstanden, in welche Richtung wir unter Merz marschieren. Weitere Belege werden wohl folgen und vor allem in den sozialen Medien immer wieder kleinere und größere Wellen der Empörung erzeugen. Ja, die Empörung (Öffnet in neuem Fenster) wird wieder gerechtfertigt sein. Aber bringt sie uns wirklich weiter?

Wenn Empörung ständig neu entfacht wird, nutzt sie sich irgendwann ab. Und sie nutzt uns ab. Diejenigen, die unsere Empörung immer wieder triggern, wissen das ganz genau. Ständige Empörung über die unzähligen Ausdrucksformen desselben Problems frisst Energie. Die Energie, die wir dringend brauchen, um effektive und nachhaltige Handlungsstrategien zu entwickeln. Damit wir uns dem entgegenstellen können, was Merz und Co. uns als Zukunft verkaufen wollen.

Liebe Grüße
Euer Raul

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P.S.: Dieser Newsletter macht eine Woche Pause. Die kommende Ausgabe erscheint dann voraussichtlich am 6. November.

⭐Aus meiner Welt

Hans Asperger: Wie Medien und Medizin einen NS-Täter ehren (Öffnet in neuem Fenster)

Auf einem großen, grauen Grabstein steht „Niemals vergessen“, darauf steht ein Grablicht und eine Steinschale mit roten und weißen Blumen. (Öffnet in neuem Fenster)

Unsere Autorin Sophie Lierschof ist mit der Geschichte nationalsozialistischer Krankenmorde aufgewachsen – ihre Großtante Irma Sperling wurde 1944 in der Wiener Kinderfachabteilung „Am Spiegelgrund“ ermordet. Einer der Ärzte, die Kinder dorthin schickten, war Hans Asperger. Bis heute trägt eine Diagnose seinen Namen. Für Lierschof ist das ein Skandal: Es zeigt, wie wenig Medizin und Medien ihrer historischen Verantwortung nachkommen – und wie Täter noch immer geehrt werden, während die Opfer im Schatten bleiben.

Von der Werkstatt an die Hochschule – Ein Erfahrungsbericht mit Franziska Reschke (Öffnet in neuem Fenster)

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Am 30. Oktober, 10:30–12:00 berichtet Franziska Reschke, wie der Wechsel aus einer Werkstatt für behinderte Menschen in eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen kann.
Seit 2024 arbeitet sie als Bildungs-Fachkraft an der Hochschule Neubrandenburg, erklärt Inklusion und setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. Im Workshop teilt sie Erfahrungen und beantwortet Fragen.

Offene Stellen bei den SOZIALHELD*INNEN (Öffnet in neuem Fenster)

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Wir freuen uns besonders über Bewerber*innen, die die Diversität unseres Teams bereichern und Vielfaltsmerkmale mitbringen. Menschen mit (Schwer-)behinderung werden explizit gesucht. Wir sind überzeugt, dass erst im Zusammenspiel von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen gute Ideen entstehen können. In unserem Team arbeiten bisher Menschen, die einen Rollstuhl nutzen, neurodivergent sind, eine Sehbehinderung oder Lernschwierigkeiten haben.

Bitte sende Deine Bewerbung (Motivationsschreiben, Lebenslauf und gegebenenfalls Zeugnisse) unter Angabe Deiner Gehaltsvorstellung und Deines möglichen Starttermins an bewerbung@sozialhelden.de (Öffnet in neuem Fenster).
Solltest Du für Deine Bewerbung bei uns noch weitere Informationen brauchen, dann melde Dich bei uns:
Per E-Mail (Öffnet in neuem Fenster) oder per Telefon unter +49 (0)30-5771 1351

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Inklusion in den Medien. Mein Wochenüberblick

Die wichtigsten Meldungen zum Thema Inklusion, wie immer handgepflückt in der deutschsprachigen Medienlandschaft.

Aktuell

Tag der pflegenden Eltern (wir-pflegen.net) (Öffnet in neuem Fenster)

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Morgen, am 24. Oktober 2025 findet zum ersten Mal der Tag der pflegenden Eltern statt. Anlass ist der 50. Jahrestag des isländischen Frauenstreiks, der weltweit als Meilenstein der Gleichstellungsbewegung gilt. Inspiriert von diesem historischen Vorbild wird an diesem Tag auf die Lebensrealität und Herausforderungen pflegender Eltern aufmerksam gemacht – einer Gruppe, die bisher viel zu wenig gesehen, gehört und politisch berücksichtigt wird.

Kultur und Medien

Preisgekrönter Roman über die „Krüppelkommune“ von Hartroda: „Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung“ von Karsten Krampitz (Öffnet in neuem Fenster) (edition-nautilus.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Arnstadt, Thüringen, Ende der 70er Jahre. In einem Heim für behinderte Jugendliche beschließen vier Freunde: Wir brechen aus. Von Rente und Pflegegeld wollen sie sich Pfleger finanzieren, ein Haus bekommen sie von der Kirche – das alte Pfarrhaus in Hartroda, im Altenburger Land.

Politik

Teilhabe in Gefahr: Bis zu 30 Prozent weniger Betreuungspersonal geplant (Öffnet in neuem Fenster) (eu-schwerbehinderung.eu (Öffnet in neuem Fenster))

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In Sachsen-Anhalt sollen für die Begleitung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung künftig bis zu 30 % weniger Mitarbeitende zur Verfügung stehen. Das hat zur Folge, dass die individuell notwendige Betreuung nicht im bisherigen Umfang gewährleistet werden kann.

Bildung und Arbeit

„Der Fehler steckt im System“ – Bildungsforscherin kritisiert sonderpädagogische Diagnoseverfahren und Stillstand bei der Inklusion (Öffnet in neuem Fenster) (news4teachers.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Immer mehr Kinder in Deutschland gelten als „sonderpädagogisch förderbedürftig“. Doch die Diagnoseverfahren, die darüber entscheiden, sind nach Einschätzung der Frankfurter Inklusionsforscherin Prof. Vera Moser hochproblematisch.

Gesellschaft

Interview: Wieso die Entscheidung gegen Kinder feministisch sein kann (Öffnet in neuem Fenster) (riffreporter.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Im Interview spricht Autorin Verena Brunschweiger über gewollte Kinderlosigkeit als politischen Akt, gesellschaftlichen Druck zur Mutterschaft und ihre feministische Perspektive.

Gesundheit

Kinderrheuma: Chronische Entzündungen betreffen auch die Jüngsten (Öffnet in neuem Fenster) (riffreporter.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Über 40.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leben mit rheumatischen Erkrankungen. Die Diagnose ist schwierig, aber moderne Therapien bieten gute Perspektiven.

Innovation

AidMax: Ein Chatbot für die Seele (Öffnet in neuem Fenster) (goodnews-magazin.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Korbinian Zacherl entwickelt mit AidMax einen Chatbot, der jungen Menschen in seelischen Krisen sofort beisteht. Im Interview erklärt er auch, warum zwischenmenschliche Unterstützung trotzdem nicht fehlen darf.

Leben

In Leichter Sprache: Mit Kindern über psychische Erkrankungen reden (Öffnet in neuem Fenster) (andererseits.org (Öffnet in neuem Fenster))

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Sandra hat Depressionen. Sie nimmt Medikamente, die ihr helfen. Darüber spricht sie mit ihrer kleinen Tochter. 

Menschen

Der Blaue Panther geht u.a. an Loreleï Holtmann (3sat.de) (Öffnet in neuem Fenster)

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Bereits zum vierten Mal wurde am 22. Oktober 2025 der renommierte Fernsehpreis Blauer Panther verliehen. Loreleï Holtmann wird in der Kategorie Information / Journalismus als Headautorin der Dokumentarserie „WTF is Jule?!” (Öffnet in neuem Fenster). Gratulation!

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Raul Krauthausen
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