⚠️ TW Triggerwarnung: Dieser Beitrag thematisiert und veranschaulicht Gefühle von Lebensmüdigkeit, Überforderung, Erschöpfung
Verborgene Kämpfe: Wenn niemand wirklich sieht, was in dir passiert und du denkst, du hast kein Recht auf Schmerz
https://www.youtube.com/watch?v=pwImNodK6vA&feature=youtu.be (Opens in a new window)Mit 30 ging es bei mir bergab, aber richtig. Ich habe regelmäßig emotionale Schmerzen erlitten, die ich so in der Extremität und Frequenz vorher selten erlebt habe. Obwohl ich schon immer sensibel und emotional war, immer schon Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen oder mit meinem Selbstbild hatte. Unter der Oberfläche war es immer so gewesen.
Das meiste davon war mir und meinem Umfeld nicht bewusst.
Ich glaubte, keine Hilfe zu verdienen – bis ich gezwungen war, sie zu suchen.
Als ich aufgewachsen bin, schien es in meinem Umfeld wenig Chancen zu geben, sich selbst kennenzulernen, zu reflektieren und zu verstehen, warum man eigentlich so ist, wie man ist - oder warum ich bin wie ich bin, warum ich die Dinge so erlebe, wie ich sie erlebe.
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Und weil ich nichts davon wirklich einordnen konnte, gab es in mir immer sehr viel Selbstkritik, Selbstzweifel und gleichzeitig auch dieses Imposter Syndrom, also sich fast schon zu schämen, überhaupt nur daran zu denken, Hilfe in Anspruch zu nehmen, weniger zu leisten oder irgendwie “nicht normal” oder “anders als die anderen” zu sein, denn es sind doch viele “der anderen”, denen es “wirklich” schlecht geht - “was wage ich mich so aufzuspielen, als hätte ich es so schlecht.”
https://www.threads.com/@fesselndefreiheit/post/DP4geP1iO5p?xmt=AQF0738G9EDtYTAk8n3bTLnUXeOIsEX6Zi21QhFkk4-DMg (Opens in a new window)Das Gefühl, keine Hilfe zu verdienen: Warum es so schwer war, für mich selbst einzustehen
https://youtube.com/shorts/Z5PcfJA0zr0?si=bt1obacNkg6akP4T (Opens in a new window)Später habe ich verstanden, dass allein schon dieses Erleben eine Trauma-Reaktion war: Weil ich immer wieder darin begrenzt wurde, meine Bedürfnisse wichtig zu nehmen – denn das würde ja bedeuten, ich sei undankbar oder eingebildet. Das würde bedeuten, ich wolle mich auf eine Stufe stellen mit den „armen, benachteiligten Menschen“, zu denen ich natürlich nicht gehören könne – denn das hätte ja bedeutet, jemand hätte versagt, das zu verhindern.
Ich habe doch eigentlich ein gutes Leben, also durfte es mir eigentlich gar nicht schlecht gehen, mir “eingebildetem, überprivilegiertem, undankbarem” Menschen.
Dadurch wurde mir beigebracht, dass meine Bedürfnisse keinen Platz haben dürfen – und genau das gehörte bereits zur Traumatisierung.
Es war eine Message, die zur selben Zeit beschämt und traumatisiert. Statt Neugier und Offenheit für ein Spektrum an Erleben, wird ausgegrenzt and selektiert, wer ein Recht darauf hat, seine Bedürfnisse erfüllt zu sehen, und ein Wettbewerb praktiziert, wem es am schlechtesten geht.
All das gehörte zu meinem gesamten Leben vor 2016.
Anfang 2016 hab ich also diese Reise gemacht, was einfach bis jetzt noch mega die Erinnerung ist und ich absolut nicht bereue. Im Gegenteil.
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Ich habe mich wie ein Monster gefühlt: Gefangen im Strudel aus Verzweiflung und Schmerz zwischen Lebensmüdigkeit und dem tiefen Wunsch nach Freiheit
⚠️ TW Triggerwarnung: Lebensmüdigkeit, Überforderung, Erschöpfung
Ich habe impulsive Entscheidungen getroffen, weil ich es nicht besser wissen konnte, und irgendwie den Weg suchte, nachdem ich eigentlich glaubte, ihn gefunden zu haben und irgendwo angekommen zu sein und dann gleichzeitig mitsehen musste, wie alles zerbricht, ohne dabei zu verstehen, warum, und mich selbst dann wie so ein krasser Failure und wie ein Monster zu fühlen.
Ich habe mich wie ein Monster gefühlt.






Auf alles im Detail einzugehen, würde sehr lange dauern und es sind private Themen.
Hauptsächlich ging es um zwischenmenschlichen Beziehungen, in denen ich mich sehr stark abgelehnt, unerwünscht und dann tatsächlich wirklich wie ein abgestoßenes Monster gefühlt habe, weil ich halt auch so emotional reagiert habe, ohne es kontrollieren zu können, und ohne zu wissen, warum das mit mir passiert.
https://www.threads.com/@fesselndefreiheit/post/DP4ilK2CHxg?xmt=AQF0738G9EDtYTAk8n3bTLnUXeOIsEX6Zi21QhFkk4-DMg (Opens in a new window)Und das hatte ich nie vorher in dieser extremen Intensität am eigenen Leib gespürt.
Ich hatte das Gefühl, alles in mir zerreiß, ich sterbe.
Ich hatte das Gefühl, das war kein leben mehr.
⚠️ TW: Diese emotionalen Schmerzen fühlten sich so an, wie innerlich zu sterben, aber nicht sterben zu können und es gleichzeitig nicht wirklich zu wollen, aber natürlich frei sein zu wollen. Es war schon hart.
Warum ich panische Angst hatte, in die Psychiatrie zu gehen, aber keinen Ausweg mehr sah und mich dazu gezwungen fühlte
Es war ein riesiger Schritt für mich, mich überhaupt selbst in eine Psychiatrie einzuweisen. Bis dahin hatte ich immer gedacht, dass ich es nicht wert bin, eine Therapie zu machen. “Das ist etwas für Leute, denen etwas Schlimmes im Leben passiert ist.” Ich hatte noch nicht erkannt, was mir passiert ist und dass es schlimm war. Das waren Glaubensüberzeugungen, die mir eben auch beigebracht wurden. “Du darfst dich nicht beschweren. Du musst dankbar sein für alles, was du hast.“
Ich habe gedacht, ich würde automatisch undankbar sein, mich beschweren oder mich aus dem Fenster lehnen und so tun, als ginge es mir angeblich so schlecht, dass ich anderen, denen es wirklich schlecht geht, quasi ins Gesicht spucke.
Mich selbst in die Psychiatrie einzuweisen, war also eine Reaktion aus absoluter Hilflosigkeit, weil ich nicht mehr anders weiter wusste.
Ich hatte panische Angst vor diesem Aufenthalt und er war schlimm für mich. Ich will nicht behaupten, dass die Psychiatrie selbst oder die Leute dort schlimm gewesen wären. Das ist wieder ein ganz anderes Thema. Ich habe auch damals schon ein Video darüber gemacht, wie ich es dort fand. (Opens in a new window)
https://youtu.be/muh0Tj0CCu0 (Opens in a new window)Wenn ich aus meinem gewohnten Umfeld gerissen werde, mit anderen Leuten, die ich nicht kenne, eingesperrt bin und einem vorgegebenen Ablauf folgen muss, fühle ich mich generell aufgrund meines Autismus extrem bedroht in meiner Autonomie und in meinem Freiheitsgefühl, das ich brauche, um mich sicher zu fühlen.
Ich musste aufhören zu funktionieren und anfangen, zu fühlen
2016 war wirklich ein entscheidendes Jahr. 2016 war geprägt von der Reise und dem Klinikaufenthalt. Danach habe ich eine Psychotherapie begonnen.
Es war eine Zeit, in der ich mich einfach nur noch mit meiner Psyche beschäftigen konnte, weil es nicht anders ging.
https://www.threads.com/@fesselndefreiheit/post/DMNO1zBIVa3 (Opens in a new window)Sie hat meinen Alltag bestimmt, meine Emotionen haben mich bestimmt und ich habe alles gegeben, um damit umzugehen, mich besser zu verstehen, nichts mehr zu verdrängen, mich nicht mehr zu etwas zu zwingen und mich zu verstellen, sondern mich anzunehmen und mich selbst zu verstehen (Warum ist alles so gekommen? Warum erlebe ich das alles so?), mich so akzeptieren, wie ich bin, und herauszufinden, wie ich meinem Umfeld das entweder vermitteln oder mich andernfalls davon abgrenzen kann, wenn sie mich nicht so akzeptieren oder verstehen, oder wenn es sie nicht interessiert, oder wenn ich auch nicht das Gefühl habe, mit irgendjemandem darüber sprechen zu können.

Somit begann eine Zeit, in der ich in vielen meiner zwischenmenschlichen Beziehungen nicht mehr ich selbst sein konnte. Ich musste mich immer mehr verschließen, weil ich mental und emotional so krank war, dass ich viele Reaktionen der Menschen nicht ertragen konnte, wenn sie mich nicht verstanden und mir auch nicht zeigten, dass sie mich überhaupt verstehen wollen, weil sie sich für mich interessieren und mich so akzeptieren.
Ich hatte immer das Gefühl, dass von mir erwartet wird, ganz normal zu sein.
Ich habe also lange Zeit immer isolierter gelebt und war immer abhängiger von Unterstützung, weil ich so vieles nicht mehr geschafft habe, nicht mehr konnte.
Dann kam die Zeit mit der Pandemie.
In den Beiträgen zu dieser Serie, erzähle ich dir mehr darüber, was in meinen 30ern wirklich passiert ist – also bleib hier, ich will meine Geschichte mit dir teilen. Sie soll gehört werden und einen Sinn erfüllen. Nichts davon soll umsonst so gewesen sein.
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Alles als Video ansehen: das komplette Video dazu findest du auf meinem YouTube Kanal (Opens in a new window),
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Wir lesen uns im nächsten Beitrag dieser Serie.
Deine Rebecca
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Trauma, Selbstheilung, Psychiatrie, Autismus, emotionale Überforderung, mentale Gesundheit, Scham, Therapie, Wendepunkt