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Dig List đź–¤ September Edition

Filme, Serien, BĂĽcher, Podcasts, die ich in den letzten Wochen geliebt (oder gehasst) habe +++ September Edition +++ The Last Showgirl +++ Materialists +++ Gym +++ Lost Boy +++ Sirens

Nachdem ich alle Termine des überaus terminreichen August hinter mir hatte und ich mich voll und ganz in die Back-to-school-energy des Frühherbstes stürzen konnte, habe ich eine erbarmungslose Sport-, Schlaf- und Trainingsroutine aufgenommen, weil es nur so möglich ist, in einem überschaubaren Zeitrahmen ein Buch zu schreiben.

Ich war auch recht wenig auf den sozialen Medien in dieser Zeit, und das hat dazu gefĂĽhrt, dass ich erstaunlich viel Zeit und mental Space hatte, um zu lesen und ins Kino zu gehen. Weil ich selbst so gerne Buch- und Filmrezensionen konsumiere, habe ich euch eine kleine Liste gemacht.

Film

The Last Showgirl

Am vorletzten milden Sommerabend im August war ich mit Tom im Open Air Kino Rehberge, um The Last Showgirl anzuschauen. Wir haben alkoholfreies Bier reingeschmuggelt als wäre es 2014 und mein Hintern ist eingeschlafen und wir haben während des Films geraucht, kurz gesagt: Nostalgie pur. 

Ich bin Pamela Anderson Fan, seitdem ich ihre Autobiografie gelesen habe. Sie gehört zu dieser Sorte weiblicher Celebrities, die bis in die zehner Jahre hinein keine Chance hatten, ernst genommen zu werden, weil zu blond und zu feminin und zu sexuell gebrandet (der Marilyn Monroe Effekt) und bevor Pam überhaupt richtig mit irgendwas anfangen konnte außer in Slow Motion in einem roten Badeanzug über einen Strand zu rennen, wurde ihre Karriere von einem unfassbar zahmen und unschuldigen Sextape zerstört, weil die Misogynie dieser Ära einfach sämtliche Vorstellungen übersteigt. 

Ich finde es zutiefst befriedigend, dass sie nun den Fame bekommt, der ihr zusteht. Und ich finde es noch besser, dass The Last Showgirl ein so guter Film ist.

Plus: Ich sehe Muster in einigen Oscar nominierten Filmen der letzten Zeit: Speziell gibt es auffällige Parallelen zwischen The Substance, Anora und The Last Showgirl. 

In Anora glaubt Sexarbeiterin Ani, dass der tumbe Sohn eines Oligarchen, der sie für 15.000 Dollar kauft, sie um ihrer Selbst willen liebt. 

In The Substance glaubt Fitness-Sternchen Elizabeth, dass sie auch noch mit fünfzig das sexy Aushängeschild eines zutiefst misogynen TV Formats sein kann, obwohl ihr Chef Harvey heißt und sich auch so aufführt.

Und in The Last Showgirl glaubt Vegas-Tänzerin Shelley, dass sie aufgrund ihres Talentes und ihrer Dance Moves das Aushängeschild der Show war, und nicht, weil sie aussah wie die junge Pamela Anderson.

All diese Figuren haben eines gemeinsam: Sie sind naiver als die Polizei erlaubt. 

Topic Lifestyle

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