Kaum eine Woche ohne einen Nachruf. Dieses Mal ist es Mario Adorf, den wir verabschieden. Doch zum Glück hat das Kino uns schon immer gelehrt, mit dem Tod “besser” umzugehen. Und gerade diese Wochestartet ein Film, der auf sehr ungewöhnliche und beeindruckende Weise dieses Verlusterlebnis in eine Geschichte überführt. Auch alle anderen Filme, die diese Woche anlaufen und die wir besprechen, sind ausnahmslos sehenswert. Trost genug also.
Nachruf:
Der Antideutsche (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Zum Tod von Mario Adorf, dem einzigen Weltstar aus Deutschland, dem »Mann, der N-Tschotschi erschoß« – von Rüdiger Suchsland
Festival:
Starke Frauen vor und hinter der Kamera (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Die 37. Türkischen Filmtage München feiern vom 17. bis zum 26. April 2026 das türkische Kino und eröffnen dem interessierten Publikum neue Perspektiven auf das Land und seine Gesellschaft. – von Ingrid Weidner
Filmreihe:
Ein Meer, viele Geschichten (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Der Circolo Cento Fiori zeigt an fünf Sonntagen vom 19. April bis 17. Mai 2026 die Filmreihe Mediterraneo: un mare di storie. Das Mittelmeer verbindet Europa, Afrika und Asien – als Raum von Begegnung, Urlaub und Herkunft, aber auch als Fluchtweg zwischen Hoffnung und Tod – von Elke Eckert
Neue Kritiken:
Allegro Pastell (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (D 2025)
Life is good – oder? Film versus Buch: Anna Rollers Verfilmung von Leif Randts Roman „Allegro Pastell“ – Kritik von Katrin HillgruberDas Glück der Tüchtigen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (D 2025)
Wenn das Leben die Preise diktiert: Zwischen Reihenhaus, Kryptochaos und Supermarkt. Franz Müller wirft in seiner Tragikomödie einen so gnadenlosen wie zärtlichen Blick auf Alltag, Klassenfragen und fragile Lebensentwürfe. Wir spüren diesem Patchwork in vier Kurzkritiken nach. – Kritiken von artechock-RedaktionKill Bill: The Whole Bloody Affair (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (USA 2003/04)
Zeit, Zorn und Zärtlichkeit: Eine Wiederbegegnung mit Kill Bill (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), in vier Stunden und nach 20 Jahren – Kritik von Thomas WillmannMissing*Link (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (D 2024)
Was fehlt, sind wir: Michael Baumann verdichtet in seinem überzeugenden Familienstellen Patchwork-Realität zu einem psychologisch präzisen Drama über Nähe, Angst und den Schwindel der Freiheit – Kritik von Axel Timo PurrNormal (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (CDN/USA 2025)
Ruhe bewahren, Ärger ersparen: Was als verschneite Provinzposse beginnt, entpuppt sich in Derek Kolstad Drehbuch und Ben Wheatleys Inszenierung als präzise Studie über Gewalt, Verdrängung und fragile Ordnungen – Kritik von Axel Timo PurrVier minus drei (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (Ö/D 2025)
Leben als Leerstelle: Zwischen Körper, Erinnerung und Kontrollverlust: Adrian Goiginger macht aus einer Tragödie ein verstörend lebendiges Kino der Ambivalenz
– Kritik von Axel Timo Purr
Neue Videokritik:
Vier minus drei (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Gleichung ohne Zahlen: Adrian Goigingers Bestselleradaption geht ein schweres Thema ungewöhnlich an und brilliert durch seine Schauspieler, finden Thomas Maiwald und Stefan Rutz.
Cinema Moralia:
Zwischen Willkür und Normierung (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Waren die Hofkünstler freier als die Modernen – was uns Martin Warnkes Klassiker lehrt, auch die Filmszene – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 385. Folge – von Rüdiger Suchsland