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Bauen in Baustetten: endlich wieder möglich

(Ein Bericht von Reiner Schick)

Verwaltung und Ortschaftsrat - vorne links Baubürgermeisterin Eva-Britta-Wind, vorne rechts Ortsvorsteherin Daniela von Süßkind-Schwendi - besichtigten die neue Verbindung zwischen Stuben- und Weidenweg. Foto: Schick

Die älteren Baustetter werden sich erinnern: Gut zehn Jahre ist es her, dass in dem Laupheimer Teilort letztmals öffentliche Bauplätze angeboten werden können. Am Häldelesberg war’s, schildern Zeitzeugen. Seither verhinderten vor allem Emissionsschutz-Richtlinien die Erschließung neuer Wohngebiete. Entsprechend gut gelaunt waren Oberbürgermeister Ingo Bergmann und Ortsvorsteherin Daniela Freifrau von Süßkind-Schwendi, als sie vergangene Woche offiziell die fünf kommunalen und für privaten Bauplätze im Gebiet Weidenweg/Stubenweg vorstellen konnten. Fast schon ein Festakt war’s, zu dem auch Baubürgermeisterin Eva-Britta Wind, einige Baustetter Ortschaftsräte und Medienvertreter geladen und gekommen waren.

Gerichtsurteil macht Weg frei

Auch kleine Schritte führen nach vorne. Meistens jedenfalls. Und so freute sich Bergmann über “ein kleines Puzzlesteinchen” bei der Weiterentwicklung des Teilorts Baustetten: “Wir sind froh, dass es geklappt hat. Es ist wichtig, dass die Baustetter Möglichkeiten haben, im Dorf zu bleiben.” Die Erleichterung ist nachvollziehbar, begannen die Planungen doch schon im Jahr 2021, die Aufstellung des Bebauungsplans liegt gar schon rund 40 Jahre zurück, wie Eva-Britta Wind berichtete. Blockiert wurde die Bebauung aber wie andere Bauvorhaben in Baustetten durch Gutachten und Urteilen zu Geruchsemissionen. Erst ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur geplanten Bebauung des Storchen-Areals machte den Weg frei: Demnach dürfen Bauvorhaben dort verwirklicht werden, wo die Geruchsbelastung für das neue Objekt nicht höher ist als für bereits bestehende Gebäude im selben Gebiet. Im Weidenweg beziehungsweise Stubenweg ist das der Fall.

Nachdem der Gemeinderat bereits im Jahr 2021 die Verwaltung beauftragt hatte, das Baugebiet Weidenweg zu erschließen und den Stubenweg zu sanieren, konnte die Umsetzung ab dem Jahr 2024 vorangetrieben werden. In jenem Jahr begannen die Vorplanungen, 2025 wurden die Arbeiten ausgeschrieben und an die Firma Schwall vergeben. Die Abnahme erfolgte im Mai 2026. Für rund 1,5 Millionen Euro - veranschlagt waren 1,8 Millionen Euro - wurden die Straße, die maroden Kanäle und die Wasserleitungen des Stubenwegs saniert, Strom- und Internetleitungen verlegt und mit dem angrenzenden Baugebiet Weidenweg verbunden.

Vier private, vier städtische Bauplätze

Insgesamt zehn Bauplätze stehen dort zur Verfügung, wobei fünf in privater Hand sind und teils schon bebaut oder gar schon bezogen sind. Die übrigen fünf Plätze waren in städtischem Besitz und wurden im vergangenen Jahren im Losverfahren vergeben. Einer der zum Zuge gekommenen Interessenten machte von seinem Kaufrecht nicht Gebrauch, so dass ein Grundstück nun noch neu verlost wird.

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