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Körper will Ruhe und mein Wiesel die nächste grandiose Idee sofort in die Tat umsetzen

Krank sein besitzt eine eigentümliche Dramaturgie.

Keine heldenhaften Wendungen, keine spektakulären Ereignisse – nur eine beinahe meditative Monotonie aus Sofa, Bett und wieder Sofa. Eine kleine, unspektakuläre Pendelbewegung des Daseins.

Der Tag beginnt meist damit, dass man sich aufrichtet, prüfend in den Körper hineinhorcht, und zu dem ernüchternden Schluss kommt:

Aha. Noch immer krank.

Also zurück unter die Decke.

Das Sofa wird zum temporären Hauptquartier des Lebens.

Der Wasserkocher arbeitet mit der stoischen Verlässlichkeit eines Staatsbeamten kurz vor der Pension. Tee folgt auf Tee, Wärmflasche auf Wärmflasche. Hin und wieder führt eine kleine Expedition zum Kühlschrank – weniger aus Hunger, mehr aus anthropologischer Neugier: Was befindet sich eigentlich noch in dieser Zivilisation namens Küche?

So sieht er also aus, der große Aktionsradius eines kranken Menschen.

Und während der Körper stillgestellt ist, passiert im Kopf etwas höchst Unpraktisches.

Das ADHS-Wiesel wird wach.

Nicht langsam. Nicht vorsichtig.

Nein – es springt aus seinem mentalen Gebüsch wie ein hyperaktiver Ideengenerator auf Koffein.

„Ich hab’s!“, ruft es. „Heilfasten!“

Natürlich.

Genau jetzt.

Während man hustend unter zwei Decken liegt, mit einer Wärmflasche im Schoß und einem halben Tee-Imperium neben sich.

„Das letzte Mal war vor fünf Jahren“, insistiert das Wiesel mit glänzenden Augen. „Zu Beginn der ketogenen Ernährung. Das war großartig. Das sollten wir wieder machen. Morgen!“

Morgen.

Nicht nächste Woche.

Nicht wenn der Körper wieder funktioniert.

Nein, selbstverständlich morgen.

Die Büffelin hebt derweil langsam den Kopf.

Sie besitzt diese besondere Gelassenheit, die nur Wesen entwickeln, die ihr Nervensystem bereits vollständig durchdacht haben.

Sie schaut das fiebrige Wiesel an.

Dann mich.

Dann wieder das Wiesel.

Und sagt mit ruhiger, beinahe professoraler Geduld:

„Wenn ein Körper krank ist, braucht er Energie. Nährstoffe. Ruhe. Heilfasten wäre gerade ungefähr so sinnvoll wie ein Marathon mit gebrochenem Fuß.“

Das Wiesel reagiert erwartungsgemäß empört.

„Aber die Idee ist doch hervorragend!“

„Zeitlich“, entgegnet die Büffelin trocken, „ist sie ein Desaster.“

Es folgt eine kurze Phase innerer Verhandlung.

Das Wiesel argumentiert

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