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Wie Wohnungsnot unsere Demokratie gefährdet

Dies ist das automatisch erstellte Transkript zur Folge.

hauseins:

[0:01] Hauseins und Perspective Daily präsentieren: Wind und Wurzeln.

Christine Hannemann:

[0:05] Also wenn meine Lebenssituation ist, dass ich durch das Wohnen belastet werde in irgendeiner Form, dass das nicht gut gestaltet ist, dann denke ich, ist die Bereitschaft, sich einzubringen in eine demokratisch verfasste Gesellschaft, gering.

Marina:

[0:19] Wohnen ist eine der wichtigsten Grundlagen für unseren Alltag, unser Leben. Und Wohnen ist, dazu haben wir gerade die Soziologin Christine Hannemann gehört, auch die Basis dafür, dass wir uns gesellschaftlich einbringen können. Darum wollen wir uns das Thema in dieser Folge mal anschauen.

O-Ton:

[0:34] Wir haben ein Zeichen gesetzt, dass es nicht immer so sein muss, dass die Großen gewinnen. Dass die Kleinen nicht immer klein sind. Wenn sie sich zusammentun und wenn sie ihre Ohnmacht überwinden, sind sie durchaus groß und mächtig. Und das haben wir heute in Berlin gezeigt.

Marina:

[0:49] Das war Rouzbeh Taheri, von der Initiative Deutsche Wohnen und Co. Enteignen. Die Initiative hat vor viereinhalb Jahren in Berlin einen Volksentscheid gewonnen. Der Ausschnitt, den wir eben gehört haben, der wurde bei der Wahlparty aufgenommen, als klar war, ja, wir haben es geschafft. Und worum ging es genau? Private, provitorientierte Immobiliengesellschaften, die mehr als 3000 Wohnungen in Berlin besitzen, sollen vergesellschaftet werden. Das bedeutet, dass ihre Wohnungsbestände ins Gemeindeeigentum überführt werden und dann unter demokratischer Beteiligung von Stadtgesellschaft, MieterInnen, Beschäftigten und Senat verwaltet werden. Soweit die Forderungen. Rund 59 Prozent der WählerInnen in Berlin fanden das eine gute Idee. Weil es hier um ein Thema geht, das aus dem Alltag vieler Menschen in deutschen Großstädten gar nicht mehr wegzudenken ist. Wohnungsmangel. In Deutschland fehlen rund 550.000 Wohnungen. Das sind 550.000 Singles, Paare oder Familien, die nichts finden oder die sich die Wohnungen, die es gibt, einfach nicht leisten können. Das ist im Grunde eine ganze Großstadt von bezahlbarem Wohnraum, die da fehlt.

Marina:

[2:05] Und damit willkommen bei Wind und Wurzeln. Hey, wie geht's euch?

Marina:

[2:10] Macht euch einen Tee, sucht euch ein gemütliches Plätzchen, wir sprechen heute übers Wohnen.

Marina:

[2:30] Bevor wir richtig anfangen, einmal kurz zur Erinnerung. Unser Podcast ist und bleibt werbefrei. Darum brauchen wir eure Unterstützung. Wenn ihr uns also gern hört und deshalb ein bisschen unter die Arme greifen wollt, dann schaut mal in die Shownotes. Da findet ihr verschiedene Möglichkeiten, wie das geht. Eine Sache möchte ich gerne noch zur letzten Folge ergänzen, bevor wir uns ganz ins Wohnen vertiefen. In der letzten Folge haben wir ja über Social Media gesprochen. Wir von Aula haben dazu eine Umfrage unter 1000 Jugendlichen gemacht mit offenen Antworten zu, was findet ihr gut an Social Media, was findet ihr schlecht, wie würde eure perfekte Social Media Plattform aussehen. Ihr habt geholfen, diese Umfrage zu verbreiten und die Ergebnisse sind richtig interessant, weil die Jugendlichen total reflektiert sind. Sie erkennen die Suchtgefahr von Social Media ganz klar und sehen alle Schattenseiten. Aber sie sehen auch Vorteile und die Möglichkeit zur Verbindung, Teilhabe, Informiertheit und Lernen. Für Social Media, wie es jetzt ist, hätten die meisten tatsächlich gern ein Mindestalter. Aber sie haben auch angegeben, was verbessert werden müsste, damit Social Media für Jugendliche funktioniert. Also keine suchtfördernden Mechanismen, bessere Moderation, mehr Sicherheit und Filterung von Fakes. Und das könnten wir auch angehen. Da würden ja dann auch die Erwachsenen von profitieren. Ich verlinke euch die Ergebnisse der Studie in den Shownotes. Musik.

Marina:

[3:56] Jetzt aber zur Wohnungssuche. Ein Thema, das ungefähr genauso einen schlechten Ruf hat wie Social Media. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber Gespräche über Wohnungssuche sind ziemliche Stimmungskiller, zumindest in der Stadt. Sie machen einfach keinen Spaß, weil so viele Menschen die Suche als hoffnungslos empfinden. Und wenn Menschen doch eine Wohnung finden, dann hatten sie irgendwie entweder Riesenglück oder haben schmerzhafte Zugeständnisse bei der Miete gemacht oder sind viel weiter raus aus der Stadt gezogen, als sie eigentlich wollten. Ich selber bin schon sehr viel umgezogen. Ich kann mein Leid klagen. Ich habe zuerst auf Sozialhilfe gelebt und da durften wir keine Wohnung haben, die ein Zimmer zu viel hatte, nachdem mein Vater ausgezogen ist. Und jetzt gerade musste ich eine Wohnung finden, die in Bahnhofsnähe ist, aber die auch barrierefrei ist. Und das ist ein ganzer Albtraum in sich. Ich bin also eine dieser Personen, die Riesenglück hatte, aber auch in einen sehr sauren Apfel beißen musste, was Miete betrifft. Aber was soll man machen?

Marina:

[4:58] Wir werden in dieser Folge übrigens noch viel über das Wohnen in der Stadt sprechen. Das liegt einfach daran, dass der Wohnungsmarkt in großen Städten besonders unter Druck ist. Und dass der Fokus immer mal wieder auf Berlin liegt, hat auch damit zu tun, dass die vergangenen Jahrzehnte auf dem Wohnungsmarkt dort wirklich extrem waren. Und das sage ich als Münsteranerin. Auch wenn sehr viele Menschen in größeren Städten das wahrscheinlich spontan nachfühlen können, es gibt nicht bloß anekdotische Evidenz dafür, dass es auf dem Wohnungsmarkt, dass da irgendwas schiefläuft. Und Wohnen ist ja auch nicht nur ein deprimierendes Thema mit Halbfremden bei irgendwelchen Geburtstagsfeiern, manchmal auch das, sondern Wohnen ist ein Menschenrecht.

Marina:

[5:42] Das steht in Artikel 11 des Sozialpakts der Vereinten Nationen, den Deutschland 73 ratifiziert hat. Da ist es so formuliert. Als Recht eines jeden Menschen auf einen angemessenen Lebensstand für sich und seine Familie einschließlich ausreichender Ernährung, Bekleidung und Unterbringung sowie auf eine stetige Verbesserung der Lebensbedingungen. Dazu haben sich die Mitgliedstaaten 66 verpflichtet. Der UN-Sozialpakt legt auch fest, was zu einer angemessenen Unterkunft gehört. Und ich trage das mal ein bisschen vereinfacht vor. Erstmal geht es um Sicherheit, zum Beispiel durch einen Mietvertrag. Man muss Zugang haben zu Trinkwasser und Energie. Dann sollte man sich den Wohnraum natürlich leisten können. Auch wichtig, dass es nicht zu heiß oder kalt im Wohnraum ist und auch nicht reinregnet. dass es einen diskriminierungsfreien Zugang zu Wohnraum gibt und dass zum Beispiel eine Schule und eine Apotheke in der Nähe sind.

Marina:

[6:42] Außerdem sollte der Wohnraum zu meiner Kultur passen, was zum Beispiel an Baumaterialien und Raumaufteilung festgemacht wird. Klingt für mich jetzt erstmal alles richtig und wichtig, nur dass dieses Menschenrecht eben nicht umgesetzt ist. Auch in Deutschland nicht. Die damalige Bauministerin Clara Geiwitz hat 22 gesagt, es gibt in unserem Land viele, die ihr Menschenrecht auf Wohnen nicht in Anspruch nehmen können.

Marina:

[7:10] Dafür müssten die entsprechenden Angebote natürlich da sein. Schauen wir nochmal nach Berlin. Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen gibt jedes Jahr ihren sogenannten Wohnraumbedarfsbericht heraus. Da steht drin, Berliner Haushalte müssen 23 auf Wohnungssuche im Mittel fast doppelt so viel Miete pro Quadratmeter aufbringen, wie Personen in bestehenden Mietverhältnissen. Also plus 95,4 Prozent. München, Hamburg und Leipzig liegen mit Abstand dahinter. Diese Situation macht Wohnungswechsel gerade in Berlin finanziell für viele richtig schwierig. Außerdem zeigt der Bericht, dass, klar, vulnerable Gruppen besonders von der Wohnungsknappheit betroffen sind. Es gibt eine Versorgungslücke von 57.000 barrierefreien oder barrierearmen Wohnungen. Dies hat die Erzählerin am eigenen Leib erlebt. Rund 4.100 junge Menschen aus betreuten Hilfsangeboten werden perspektivisch Wohnraum suchen, ohne ein stabiles Elternhaus, in das sie notfalls zurückkommen. Es gibt im Moment fast 35.000 wohnungslose Haushalte mit und ohne Fluchthintergrund. Menschen mit Behinderung könnten theoretisch aus Betreuungsangeboten entlassen werden und eigene Wohnungen beziehen, wenn es die denn gäbe. Dann könnten wiederum andere Menschen diese Plätze in den Betreuungsangeboten bekommen.

Marina:

[8:36] Rund 1300 Menschen werden jährlich aus der Haft entlassen und haben keine Wohnung. Der Bericht geht auch auf die Situation in Frauenhäusern für gewaltbetroffene Frauen ein. Dort sind die Plätze knapp. Ich habe mal nachgeguckt. Die Hotline der Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen muss bis zu 400 Mal im Monat schutzsuchende Frauen abweisen. Das ist nur Berlin. Was der Bericht aber nicht erklärt, der angespannte Wohnungsmarkt führt auch dazu, dass Plätze im Frauenhaus belegt bleiben, weil die Frauen keine Wohnung für den Neuanfang finden. Und ganz grundsätzlich, unabhängig vom Angebot der Frauenhäuser, es ist sehr, sehr schwer, sich aus einer gewaltvollen Beziehung zu lösen, wenn man keine neue Wohnung findet. Insgesamt eine ziemlich blöde Situation. Zu wenig Wohnungen und vor allem zu wenig bezahlbare Wohnungen. Nochmal zur Erinnerung, 550.000 Wohnungen fehlen in Deutschland. Eine halbe Million.

Chris Vielhaus:

[9:35] Das sind vor allem so Wohnungen, die pro Quadratmeter Kaltmiete so sechs bis zehn Euro kosten. Für jemanden wie mich, der in Münster wohnt, sind das schon jetzt utopische Zahlen, von denen man nur träumen kann. Aber darum geht es halt hauptsächlich. Leute, die genug Geld und ein großes Einkommen haben, die haben eigentlich nicht so ein großes Problem damit, eine Wohnung zu finden. Außer natürlich, wir reden jetzt von München, Hamburg, Berlin.

Marina:

[9:58] Das ist unser geliebter Chris Vielhaus von Perspective Daily. Ihr kennt ihn schon aus den Folgen zu Steuern und Gesundheitssystem. Er hat sich in den letzten Jahren immer wieder mit dem Thema Wohnen beschäftigt.

Chris Vielhaus:

[10:09] Der Punkt ist einfach, dass es sehr viele Menschen gibt, die gerade um diesen bezahlbaren Wohnraum konkurrieren. Das heißt, dieser berühmte Satz, die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Das ist halt nach wie vor leider sehr wahr und deswegen ist diese Entwicklung so, dass umso weiter die Schere auseinander geht in den letzten Jahrzehnten, umso mehr Menschen finden sich halt, sage ich mal, unten von der Mitte wieder und konkurrieren eben um genau diese Wohnungen, die halt in diesem Preisbereich angesiedelt sind. Und deswegen ist das Wohnproblem auch auf jeden Fall ein Ungleichheitsproblem.

Marina:

[10:42] 2 Millionen neue Wohnungen bräuchte es bis 2030. Im Idealfall sogenannte Sozialwohnungen, bei denen die Preise gedeckelt sind und die gezielt an Menschen mit geringen Einkommen vergeben werden. Das lief in Deutschland historisch übrigens schon mal viel besser. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat man sich ziemlich reingehängt. Ihr könnt euch gut vorstellen, dass das dringend notwendig war, weil so viel Wohnraum durch den Krieg zerstört war.

Chris Vielhaus:

[11:07] Und da war natürlich viele Jahre und Jahrzehnte ein ganz, ganz elementares Thema. Wie bauen wir wieder auf? Wie stellen wir überhaupt Wohnraumleuten zur Verfügung? Dass die halt einfach ein Dach über dem Kopf haben, ganz trocken gesagt. Und das halt im großen Stil, weil eben die Zerstörung so groß war. Und das war wirklich ein Thema, das war dann von 1945 an wirklich bis in die 70er und 80er Jahre hinein wirklich virulent. In den 70er und 80er Jahren muss man dann sagen, dass die Politik da dann so weit war, dass sich das Problem langsam entschärft hat. Wie haben die das gemacht? Die Hauptsäule war der soziale Wohnungsbau, muss man ganz klar so sagen. Dass halt wirklich der Staat dafür gesorgt hat, dass Menschen ihr Menschenrecht auf Wohnen sozusagen auch wirklich realisieren können. Das wurden einfach ganz massiv unter staatlichem Plan, wenn man so will, Sozialwohnungen gebaut. Und 1990 war das dann so, dass die Bundesrepublik da drei Millionen Sozialwohnungen hatte. Und da war es dann wirklich so, dass sie alle gesagt haben bis zu diesem Punkt, okay, jetzt haben wir das Problem langsam im Griff.

Marina:

[12:16] Sprung ins Heute. 2023 gab es nur noch 1,09 Millionen Sozialwohnungen. Also fast nur noch ein Drittel dessen, was wir 1990 schon mal hatten. Das liegt daran, dass in Sozialwohnungen nicht mehr so viel investiert wird. Und auch daran, dass immer mehr von diesen Wohnungen aus der Sozialbindung fallen. Nach einer gewissen Zeitspanne, das sind oft 30 Jahre, sind Sozialwohnungen nämlich auf einmal keine Sozialwohnungen mehr. Sie können dann frei am Markt vermietet werden. Und im Moment fallen jährlich mehr Wohnungen aus der Sozialbindung raus, als neue entstehen. In den 90ern hatte man aber noch so viele davon, dass man gedacht hat, das reicht jetzt erstmal mit den Sozialwohnungen.

Chris Vielhaus:

[12:58] Und in dieser Zeit kam dann ja noch aus heutiger Sicht erschwerend hinzu, dass so dieser neoliberale Zeitgeist, das heißt privatisieren, deregulieren, da schon sehr stark an Fahrt aufgenommen hat. Das heißt, die Politik hat damals wirklich so die Züge locker gelassen und hat Vermietern und vor allem halt auch diesen Immobilienkonzernen, die wir heute kennen, um die größten einmal zu nennen, Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG, dass die da halt nach und nach und verstärkt dann auch in den 2000ern halt auf den Markt gedrängt sind und gesagt haben, okay, ihr habt hier ja ganz viele schöne Wohnungen, da haben wir Interesse dran, die zu kaufen. Und das hat der Politik zu der Zeit natürlich auch ganz gut in den Kran gepasst, weil damals war es auch schon so, dass man darüber geredet hat, dass die Kassen des Staates leer waren und Kommunen pleite waren. Und da hat man halt gedacht, wir haben hier ja diese ganzen Wohnungen und da gibt es jetzt Konzerne, die wollen die kaufen in großer Stückzahl und damit können wir dann ja mal unsere Staatskasse sozusagen sanieren.

Marina:

[13:57] Es wurden also jede Menge Sozialwohnungen verkauft, oft für wirklich niedrige Preise. Dadurch sind dem Staat sehr viele Wohnungen mit Preisbindung verloren gegangen und die werden jetzt von den Immobilienkonzernen viel teurer vermietet. Der Markt ist explodiert und die Städte haben Einnahmequellen verloren. Aber wie konnte man sich da so verschätzen?

Chris Vielhaus:

[14:19] Gerade in den 2000er Jahren hat man noch gesagt, bis 2030 waren damals die Berechnungen, werden nur noch so 75 Millionen Menschen in Deutschland leben, vielleicht sogar weniger. Und mit diesen Prognosen hat man halt gearbeitet. Und wer sich heute jetzt unsere Bevölkerungszahl anguckt, aktuell sind wir ungefähr bei 83,6 Millionen Menschen, die in Deutschland leben. Das heißt, es leben hier bei uns so viele Menschen wie noch nie zuvor. Also das genaue Gegenteil von dem, was prognostiziert wurde. Es sind nochmal ein paar Millionen dazugekommen, anstatt viele weggefallen. Und das ist natürlich eine Entwicklung, wo man einfach sagen muss, das hatte man da nicht auf dem Schirm.

Marina:

[14:56] Dazu kommt noch eine andere Entwicklung, die den Wohnungsmarkt belastet. Nämlich, dass wir tendenziell auf mehr Quadratmeter Wohnraum pro Kopf leben. Manche Menschen haben allein extrem viel Platz. In Göttingen werden ungefähr die Hälfte aller Ein- und Zwei-Familienhäuser von nur einer oder zwei Personen bewohnt. Das kann man kritisieren, aber in manchen Fällen hat eben auch das wieder mit dem Wohnungsmarkt zu tun. Typisches Szenario. Alle Kinder sind ausgezogen, die Eltern bleiben in der Wohnung allein. Und jetzt ist sie eigentlich zu groß.

Chris Vielhaus:

[15:31] Es ist sehr wahrscheinlich, dass viele Menschen ja trotzdem bereit dazu wären, eine kleinere Wohnung zu ziehen. Aber es ist ein reales Problem, dass die Mietverträge dann ja oft noch älter sind und diese Menschen halt noch eine recht bezahlbare Wohnung haben. Und vor allen Dingen, dass es halt keine Alternativen gibt, die ebenfalls bezahlbar und kleiner wären. Und klar, wer würde in eine kleinere Wohnung ziehen und dafür mehr Geld bezahlen, als lieber in der Wohnung bleiben, die man kennt und schätzt?

Marina:

[15:57] Korrektiv und die ARD haben zusammen mit dem Deutschen Mieterbund gerade eine große Umfrage zum Thema Wohnen gemacht. Die ist zwar nicht repräsentativ, aber trotzdem spannend. Da sagen 47 Prozent der Befragten, dass sie gerne umziehen würden, sich aber wegen der hohen Mieten nicht trauen.

Marina:

[16:13] So entsteht der sogenannte Locked-In-Effekt, also ein Gefühl des Eingeschlossensein. Bei der Befragung kam auch raus, dass Menschen zwischen 25 und 44 im Schnitt fast 24 Quadratmeter weniger Wohnraum pro Person zur Verfügung haben als Menschen über 65.

Christine Hannemann:

[16:38] Was ist Wohnen? Wohnen ist unsere Hauptdaseinssituation. Das ist die existenzielle Grundsituation, von der wir ausgeben, jeder muss wohnen. Natürlich kann ich auch im Hotel oder im Wohnwagen auf einem Campingplatz leben, aber das ist ja auch eine Form von Wohnen.

Marina:

[16:55] Die allermeisten Menschen wohnen irgendwo. Aber was wir genau unter Wohnen verstehen, welche Erwartungen wir ans Wohnen stellen, das wandelt sich natürlich. Christine Hahnemann ist Professorin für Architektur und Wohnsoziologie. Sie forscht also dazu, welche Rolle Wohnen in unserer Gesellschaft spielt.

Christine Hannemann:

[17:15] Wir sind als Wesen darauf angewiesen zu wohnen. Und dazu kommt natürlich auch, dass wir immer sozial eingebettet wohnen. Und insofern wohnen widerspiegelt eigentlich so den, ja, hört sich ein bisschen dramatisch an, aber den Zivilisationsstand unserer Gesellschaft.

Marina:

[17:34] Wir wissen vielleicht, was wir bei der Wohnungssuche für Wünsche haben. Ein Balkon, Südseite, ein Fahrstuhl, sowas. Und auch solche Sachen wie Sonnenlicht und ein sicherer Mietvertrag sind tatsächlich Faktoren, die unser Wohnen besser machen. Aber sind die Wohnungen, die es in Deutschland so gibt, eigentlich gut an unsere Bedürfnisse angepasst?

Christine Hannemann:

[17:55] Das kann ich erstmal mit Ja beantworten. Womit würde ich es vergleichen? Mit Wohnverhältnissen auf dem Mars oder in Bangladesch? Nein, ich nehme natürlich die deutsche Wohnsituation und da haben wir eine qualitativ sehr hochwertige Wohnsituation, was Sicherheit anbelangt, was Ausstattung anbelangt, von der Technik her, von den anderen ganzen Brandschutz und sonstigen Standards. Aber was wir halt nicht haben, ist eine Flexibilität in den Wohnungsangeboten. Wir haben im Prinzip im Wesentlichen ein Modell, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Küche, Bad Flur und da ist die Variation Miete oder Eigentum. Mehr ist nicht. Natürlich gibt es andere Wohnformen, aber die sind schwer erreichbar, die sind viel zu wenig. Und also es gibt immer wieder Studien, die zeigen aktuell eine Hamburger Studie, da haben eben 40 Prozent der Leute, die da befragt wurden, haben Interesse an gemeinschaftlichen Wohnformen.

Marina:

[18:50] Wir sind natürlich ziemlich daran gewöhnt, dass man als Paar oder Familie eben auch allein seine eigene Küche hat. Und gemeinschaftliches Wohnen, das klingt immer auch ein bisschen wild. Es ist auch nicht für jeden etwas.

Christine Hannemann:

[19:03] Natürlich, wenn ich über gemeinschaftliche Wohnformen spreche, dann meine ich natürlich nicht, dass jetzt alle in Zukunft so wohnen sollen. Das bleibt nach wie vor auch soziologisch relevant, eine individuelle Entscheidung darüber, wie ich denn wohne. Aber wenn ich das möchte, darum geht es mir, dann finde ich so wenig Angebote dazu. Gerade Menschen im höheren Alter überlegen sich ja sehr oft, ob sie weiter alleine leben wollen oder ob sie sich in irgendeiner Form, Ich würde da auch nicht von Kollektiven sprechen oder Kommune 1 oder weiß ich, was da alles so noch bekannt ist. Es geht um Gemeinschaftlichkeit trotz Individualität. Und da zum Beispiel auch wieder ein Wandel des Wohnens, gibt es eine Grundrissentwicklung. Also von dem Grundriss, von dem ich bisher gesprochen habe, mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Küche, Bad Flur. Das wäre dann der Flurgrundriss. Also ich habe einen langen Schlauch oder ich habe irgendeine Form von zentralen Raum. und davon gehen dann die bestimmten Türen ab zu bestimmten Räumen und die sind nach Funktionen aufgeteilt. Jetzt gibt es die sogenannten Clustergrundrisse oder Satellitenwohnungen auch, wo mehrere Wohnkapseln, also ein Zimmer mit einem Bad, zusammengeschlossen sind um einen zentralen Raum und um weitere zentrale Räume wie ein gemeinschaftliches Wannenbad oder ähnliches oder gemeinschaftliche Küche.

Marina:

[20:23] Denn damit könnte Wohnen noch viel besser an unser Leben angepasst sein, wenn nicht jede und jeder mit der Kleinfamilie in seiner eigenen Küche sitzt oder alleinerziehend.

Christine Hannemann:

[20:33] Hier ist vor allen Dingen das Interesse, zum Beispiel, wenn ich Kinder habe, in Wohnsituationen zu leben, die mehr Gemeinschaftlichkeit ermöglichen. Ich meine, da war diese Covid-Pandemie wirklich ein wunderbares Beispiel dafür. Mit anderen Lebenskonstellationen wäre das für viele leichter ertragbar gewesen, gerade mit Leuten mit kleinen Kindern. Wie immer, wenn man sich das zum Beispiel besser teilen kann.

Marina:

[20:57] Wohnen kann viel Arbeit sein. Das Statistische Bundesamt hat 22 erhoben, wie wir in Deutschland so im Durchschnitt unsere Zeit verbringen. Und dabei kam heraus, Frauen machen im Schnitt knapp 13 Stunden Hausarbeit in der Woche. Also kochen, putzen, Wäsche und so weiter. Bei Männern ist das nur halb so viel Zeit. Unser Wohnort ist also gerade für Frauen immer auch ein Arbeitsort für unbezahlte Arbeit. Durch die ganze reproduktive Arbeit, die es dafür braucht, kann Wohnen auch eine richtige Belastung sein.

Christine Hannemann:

[21:30] Machen Sie das alles gerne? Ich finde, das ist eine große Last. Und meine Strategie ist eben auch so wenig Wohnfläche wie möglich. Und eine Wohnsituation, die auch so ist, dass ich in einer halben Stunde alles geputzt habe. Aber ich habe natürlich auch hohe Ansprüche.

Marina:

[21:47] Auch solche Aufgaben könnte man sich im gemeinschaftlichen Wohnen nochmal anders aufteilen. Und gemeinschaftliches Wohnen würde auch einem ganz anderen gesellschaftlichen Problem entgegenwirken. Der Einsamkeit. Rund 17 Millionen Menschen in Deutschland leben allein. Tendenz steigend. Und natürlich ist es ein Riesenprivileg, wie viel Platz wir heutzutage in unseren Wohnungen haben, dass viele Menschen sich dafür entscheiden können, allein zu wohnen. Nicht jeder, der allein wohnt, ist einsam. Und andersrum gibt es Einsamkeit natürlich auch, wenn ich mitten unter Leuten bin. Trotzdem, unser Wohnen hat viel mit Einsamkeit zu tun. Das Maß, in dem unsere Wohnungen größer und luxuriöser und privater werden –, In diesem Maß wird uns die Straße, die Gesellschaft, der gemeinschaftliche Raum oft fremd.

Christine Hannemann:

[22:38] Als Soziologe betrachte ich das als eine problematische Situation, weil es ja Wohnformen sind, die Einsamkeit befördern. Und ich weiß nicht, wie weit sie das verfolgen, aber Einsamkeit ist ja ein großes zentrales Thema, was auch politisch gerade sehr stark versucht wird, Angebote zu machen mit einem Schwarzbänkle oder in Berlin-Reinickendorf gibt es eine Einsamkeitsbeauftragte und es gibt entsprechende Studien für Deutschland des Einsamkeitsbarometer. Aber es wird das Wohnen nicht betrachtet. Also wenn überhaupt Wohnen da eine Rolle spielt, dann auf der Stadtteilebene, ob es Angebote gibt, wie Familiencafé, Nachbarschaftstreff oder ähnliche Angebote. Aber dass unsere Wohnform dazu führt, dass wir einsam sind, Das wird in dieser ganzen Betrachtungsweise bisher nicht einbezogen. Und ich stehe auch dafür zu sagen, wenn wir wirklich an das Thema Vereinzelung, Singularisierung, sagen wir ja dazu, wirklich heran wollen, dann müssen wir unsere Wohnform ändern.

Marina:

[23:46] Vor allem, wenn wir perspektivisch immer mehr alte Menschen in unserer Bevölkerung haben. Darauf sind wir, auch was das Wohnen angeht, überhaupt nicht vorbereitet.

Christine Hannemann:

[23:54] Das sehe ich bisher gar nicht, aber die Menschen sind ja erfinderisch. Die Altersgruppen, die jetzt in das höhere Alter kommen, haben ja ganz andere Erfahrungen gemacht, Friedensbewegung und Frauenbewegung und weiß ich was, wo eben Selbstwirksamkeit sehr stark war und insofern bin ich da relativ optimistisch. Oder gelassen optimistisch, dass da sehr viel weiter entstehen wird oder Neues auch entstehen wird, weil eins kann ich sagen, von der Politik würde ich da nichts erwarten.

Marina:

[24:25] Und trotzdem, dass sich Wohnen immer wandelt, das steht für Christine Hannemann außer Frage.

Christine Hannemann:

[24:30] Nehmen Sie das Einfamilienhaus, das war das Hauptförderungsmodell der sozialen Wohnungspolitik, gerade in den 60er und 70er Jahren. Und heute wird es durchaus kritisch hinterfragt, ob es denn richtig ist mit Pendlerpauschale, Baukindergeld, Versiegelungen von Ackerflächen, ob das noch das richtige Modell ist. Ich sage natürlich nein, ist ja klar, für das zukünftige Wohnen. Das heißt, nicht das Einfamilienhaus ist schlecht, aber es geht um die Konstellation, also in welchem Rahmen diese Art des Wohnens ihm gefördert wird und auf wessen Schultern, weil die Infrastrukturfinanzierung erfolgt dann von der Allgemeinheit. Das wird ja nicht von den Leuten getragen, da können die nichts für. Das sind ja auch politische Entscheidungen, wie etwas finanziert wird. Und da wird jetzt sehr drüber diskutiert. Das ist ja auch ein starker Zeichen von Wandel. Das hätte vor 30 Jahren hätte das niemand in der Form infrage gestellt.

Marina:

[25:29] Und dieser Wandel wird weitergehen.

Christine Hannemann:

[25:30] Eins weiß ich schon sehr genau, es ist unglaublich, wie schnell sich die Dinge wandeln. Und wenn Sie sich anschauen, wie die Menschen im letzten Jahrhundert, also zur Kaiserzeit gewohnt haben, wie sie in den 30er Jahren gewohnt haben, wie sie in den 50er Jahren gewohnt haben, in den 70ern und wie wir jetzt wohnt, das ist schon, denken Sie einfach als Beispiel, ganz schnelles Beispiel, in den obersten Etagen zu wohnen, unterm Dach zu wohnen, war mal eine Notwendigkeit für Menschen, die viel zu wenig Geld hatten, um Wohnen zu bezahlen. Das waren die prekärsten Wohnverhältnisse, die es gab. Unter dem Dach, kälte Sonne, nicht isoliert und so weiter. Heute ist es Fenthauswohnen. Und eine Wohnung in einer Dachetage mit einer Dachterrasse ist für viele erstrebenswert. Und das sind keine 100 Jahre, wo sich das so verändert hat. Doch, die werden schon gucken und denken, krass, wie die da gewohnt haben.

Marina:

[26:31] Nochmal zurück zu der Initiative Deutsche Wohnen und Co. enteignen vom Anfang der Folge. Die hat ja 2021 den Volksentscheid gewonnen. Aber was heißt das genau? Werden in Berlin nun wirklich die Unternehmen vergesellschaftet? Bisher nicht. Berlin hat zwar eine Kommission eingesetzt, die die Vorschläge prüft. Dann hat der Berliner Senat einen Entwurf für ein Vergesellschaftungsrahmengesetz vorgestellt. Der hat der Initiative so schlecht gefallen, dass sie einen eigenen Gesetzesentwurf vorgestellt haben. Über den müsste es jetzt wieder einen neuen Volksentscheid geben. Wirklich beeindruckt hat die Abstimmung von 21 die Berliner Politik wohl nicht. Das Thema Wohnen wird von der Politik generell ziemlich nachlässig behandelt. In ihrem letzten Wahlkampf hat die Linke das Thema zwar richtig groß gezogen und damit dann auch total erfolgreich, aber das politische und öffentliche Interesse für das Thema ist nicht so groß, wie es eigentlich sein müsste. Immer dominieren irgendwelche anderen Themen die Debatten.

Franziska Eichstädt-Bohlig:

[27:36] In meiner politischen Zeit hat sich dafür niemand interessiert. Und überhaupt so jemand wie Sie, ich interessiere mich dafür, das ist ein Ereignis, das ist so selten, selbst bis heute.

Marina:

[27:50] Das ist Franziska Eichstätt-Bohlig. Sie ist Stadtplanerin und Grünen-Politikerin und beschäftigt sich seit 50 Jahren mit den Themen Bauen und Wohnen. 89, 90 war sie Baustadträtin in Berlin-Kreuzberg. 1990 ist ein wichtiges Jahr für den Wohnungsmarkt. Da wurde nämlich das Wohngemeinnützigkeitsgesetz abgeschafft. Sowas gab es mal. Das Gesetz hat so funktioniert. Wohnungsunternehmen haben sich verpflichtet, Wohnraum anzubieten, bei denen die Miete im Sinne der Gemeinnützigkeit gedeckelt war. Es durften nur 4% der Gewinne an das Unternehmen ausgeschüttet werden. Wenn diese und einige weitere Kriterien der Gemeinnützigkeit erfüllt waren, dann hat das Wohnungsunternehmen massive Steuervorteile bekommen. Und das hat sehr gut funktioniert. Siehe drei Millionen Sozialwohnungen. Das ist eine der sehr seltenen Gelegenheiten, wo man echt mal sagen muss, früher war das wirklich besser. Zumindest was das Wohnen angeht. Blöd nur, unter Helmut Kohl wurde die Wohngemeinnützigkeit dann erst mal abgeschafft.

Franziska Eichstädt-Bohlig:

[29:01] Und mit der Abschaffung waren die Mieter dann eben der freien Marktentwicklung und der Mietspiegelentwicklung dann ausgesetzt. Und der Druck ist immer stärker gestiegen in Richtung Mietsteigerung.

Marina:

[29:11] Die Immobilienkonzerne traten auf den Plan.

Franziska Eichstädt-Bohlig:

[29:14] Das, was der damalige SPD-Minister und Fraktionsvorsitzende Münteferien die Heuschrecken nannte, das heißt also diese finanzmarktorientierten Investoren, sind immer mehr eingedrungen, insbesondere nach der Finanzmarktkrise und Eurokrise, in die Wohnungsmärkte, weil sie beim Bürobau und Einzelhandel immer weniger Geld verdienen konnten. Und insofern sind es Gesundheitswesen, Krankenhäuser, Pflegeheime, teilweise auch Arztpraxen auf der einen. Und das Wohnungswesen insbesondere ein lukrativer Markt geworden. Immer mit dem Druck, man kann ja die Mieten steigern.

Marina:

[29:56] Ein erster Hebel, um dem zu begegnen, wäre das Mietrecht.

Franziska Eichstädt-Bohlig:

[30:00] Das Mietrecht kann da deutlich mehr dämpfen und deckeln, und Steigerungen reduzieren, als es das zurzeit tut. Es gibt seit den 60er Jahren zwei wunderbare Wucherparagraphen und das Wort Wucherparagraph wird von jedem Juristen, der sich mit Mietrecht befasst, ganz normal genutzt, aber da müssen diese armen Mieter alles nachweisen, ob es eine Wohnungsnot in der Stadt gibt oder nicht. Also die Ausführung ist so kompliziert, dass die Mieter das scheuen, dieses Instrument überhaupt anzuwenden, weil sie gar nicht wissen, was sie da finanziell riskieren, wenn sie sich mit Rechtsanwälten rumschlagen müssen, um das zu beweisen, warum dieser Eigentümer ihnen ganz konkret zu hohe Mieten abverlangt. Diese ganzen Nuancen, die sind so kompliziert, aber die Politik tut so, als würde mit einem Bauturbo und mit Bauen, Bauen, Bauen das ganze Problem gelöst. Und inzwischen merken, die Böhrer ist ganz konkret in ihrem Portemonnaie, dass das von vorne bis hinten einfach nicht stimmt.

Marina:

[31:07] 2024 ist übrigens die sogenannte neue Wohngemeinnützigkeit beschlossen worden. Die basiert grob auf derselben Idee wie früher, legt aber fest, dass gar keine Gewinne mehr ausgeschüttet werden dürfen. Das, sagt der Berliner Mietverein, ist dann auch wieder nicht sinnvoll. So fände man nämlich niemanden, der in gemeinnütziges Wohnen investieren will. Und dann berichtet uns Franziska Eichstätt-Bohlig von einem weiteren Faktor, der die Mieten hochtreibt, die Bodenpreise.

Franziska Eichstädt-Bohlig:

[31:36] Und was man eben auch überhaupt nicht einkalkuliert hat, ist, dass man es gestattet, die Bodenpreise im Zuge der Globalisierung und Liberalisierung eben dieser Wohnungsmärkte, dass die so rasant steigen, dass das also praktisch unbezahlbar ist. Also wenn Sie eine heutige Wohnung bauen, jetzt sind inzwischen natürlich auch die Baupreise zusätzlich gestiegen, dann haben Sie zwischen 3.000 und 4.000 Euro Baukosten, jeden Quadratmeter, immer gerechneter Quadratmeter. Aber sie müssen auch in so einer Stadt wie Berlin und München schon gar mit 1.500 oder 2.000 oder 2.500 bis 3.000 Euro auf den Quadratmeter Wohnfläche. Mit Bodenkosten, reinen Bodenkosten, die rein hypothetisch gesteigert worden sind.

Marina:

[32:31] Das heißt, nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage sind auch Bodenpreise massiv gestiegen.

Franziska Eichstädt-Bohlig:

[32:36] Also er muss natürlich einen gewissen Preis haben, das ist ja auch richtig. Aber der Preis muss mit der Realwirtschaft und das heißt mit dem, was die durchschnittliche Bevölkerung an Einkommen hat, muss er auch bezahlbar sein, weil alle Menschen irgendwo Raum brauchen. Und sie brauchen Raum zum Gehen, zum Stehen, zum Wohnen, zum Schlafen, für ihre Arbeit, für alle, für die Schule, für die Kinder und so weiter. Also alle, wir können nichts anderes als uns, wenn wir nicht gerade wie Astronauten um den Raum, um den Mond rumfliegen, brauchen wir tagtäglich für alles Boden unter den Füßen. Und wenn der immer teurer wird, wird das für die Kommune immer mehr zum Problem.

Marina:

[33:22] In ihrem aktuellen Buch plädiert Franziska Eichstätt-Bohlig deshalb auch dafür, dass man Bodenpolitik immer mitdenkt, wenn es um die Schwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt geht.

Franziska Eichstädt-Bohlig:

[33:32] Was mich also beim Schreiben meines Buches selbst erstaunt hat, ist, dass auf praktisch all diesen Ebenen, ob das das Bilanzrecht ist, ob das diese Bodenrichtwerte sind, ob das das Steuerrecht ist, es könnte so vieles sofort mit gesundem Menschenverstand und einer Art Werthaltung, die sagt, wir wollen eben diese Gerechtigkeit zwischen den weniger verdienenden Menschengruppen und den Reichen, die wollen wir eigentlich in neuer Weise verankern und stabil machen. Man könnte unheimlich viel morgen in ein Gesetz umsetzen, um das brauchbar zu machen für die Normalbevölkerung. Und das Erste ist das Mietrecht, was einfach stringenter gestaltet werden muss. Es darf einfach nicht diese ganzen Schlupflöcher der Immobilienwirtschaft zuliebe enthalten. Da kann man politisch den Deckel drauf machen. Und darum geht es. Und solange man das nicht will, sondern man immer wieder der immobilienwirtschaftlichen Lobby hinterher rennt, wird die Politik das nicht schaffen.

Marina:

[34:43] So, das war jetzt jede Menge Dinge, über die man sich ärgern kann und auch viele Baustellen oder eher zu wenige, wenn man es genau nimmt. Wir wollen uns aber natürlich auch anschauen, wie es besser gehen könnte. Denn es passieren ja Dinge. In München ist zum Beispiel vor kurzem ein neuer Oberbürgermeister gewählt worden, Dominik Krause von den Grünen. Und der hat seinen Wahlkampf ganz explizit auf das Thema Wohnen gemünzt.

O-Ton:

[35:10] München, wir müssen reden über die explodierenden Mieten in unserer Stadt und wie wir mehr günstige Wohnungen schaffen können. Da das Thema wahnsinnig komplex ist, gibt es dazu in den nächsten Wochen mehrere Videos von mir und starten will ich mit einem der größten Hebel, den wir als Stadt haben.

Marina:

[35:23] Und damit hat Dominik Krause gewonnen. Er hat angekündigt, sich um das Thema der Bodenpreise zu kümmern und leerstehende Büro- und Werbeflächen im Wohnraum umzumodeln. Ob das jetzt alles so klappt, ist die nächste Frage. Aber der Erfolg von Krause zeigt nochmal, dass Politik mit dem Thema Punkte machen kann. Einem Thema, das trotzdem irgendwie undankbar ist, weil Bauen einfach Zeit braucht. Und manchmal eben mehr Zeit als eine dann doch kurze Legislaturperiode. Gerade die Bauindustrie bräuchte mehr Planungssicherheit von politischer Seite.

Chris Vielhaus:

[35:58] Das ist ein zentraler Punkt, weil die müssen natürlich so ähnlich wie beim Infrastrukturpaket jetzt für Bahnen und Straßen, die müssen sich sicher sein, wenn wir jetzt hier Kapazitäten heranschaffen, wenn wir Personal einstellen, dass es nicht nach vier Jahren dann wieder heißt, ja jetzt machen wir es aber doch anders oder jetzt werden Gelder wieder gestrichen oder jetzt setzen wir ein anderes Programm auf. Also diese mittel- und langfristige Handlungsfähigkeit ist nicht nur beim Wohnen, aber gerade auch da ein zentrales Problem, glaube ich, was wir in der Bundesrepublik haben. Wo zu hoffen wäre, dass es da halt einen überparteilichen Konsens gibt, dass diese Probleme irgendwie angegangen werden.

Marina:

[36:38] Generell, sagt Chris Vielhaus, geht es dann gerade auf kommunaler Ebene eben doch oft ums Geld.

Chris Vielhaus:

[36:44] Zum Beispiel würden viele Expertinnen ein sogenanntes Vorkaufsrecht für Kommunen begrüßen. Das heißt, wenn jetzt halt irgendwo ein Haus leer steht, dass bevor es an Private oder sogar an Investoren oder Konglomerate verkauft wird, dass die Kommunen das zuerst kaufen dürfen und sagen können, ja, okay, wir brauchen hier den Wohnraum, den bezahlbaren und wir machen dann hier bezahlbaren Wohnraum hin.

Chris Vielhaus:

[37:05] Klingt erstmal gut, wäre sicher auch sinnvoll. Jetzt das obligatorische Aber. Wie wir wissen, sind viele Kommunen ja absolut pleite. Und wenn die das Geld überhaupt nicht haben, selbst wenn sie wollten, da dann halt diese Gebäude oder diese Immobilien zu erwerben, dann hilft das natürlich nichts. Das heißt, so einfache Lösungen gibt es halt leider nicht. Aber wenn man genau hinguckt, dann kommt man halt auch hier wieder zu dem Punkt, dass man sagen muss, am Ende ist es ein Problem, was halt mit Föderalismus zu tun hat und wo man an Strukturreformen heranmüsste. Weil die Kommunen brauchen ja Geld nicht nur für sozialen Wohnungsbau, sondern auch für ganz viele andere Sachen und sie bekommen es aber nicht. Also Kommunen müssen ganz, ganz viele Aufgaben schultern, auch wenn es jetzt darum geht, um die Unterbringung von Geflüchteten, um Klimakriseanpassungen und so weiter, werden immer vom Bund gerne ganz viele Aufgaben an die Kommunen delegiert. Die Kommunen kriegen aber kein Geld, um die auch wirklich auszufüllen. Und das wäre ein ganz, ganz elementarer Punkt, dass man endlich mal da rangehen müsste und sagen müsste, wir müssen den Kommunen aus diesem Schuldenloch helfen und die handlungsfähig machen. Und der Bund müsste quasi sagen, okay, wir stellen jetzt den Bundesländern Geld zur Verfügung, die zweckgebunden sind für sozialen Wohnungsbau. Und dann müssen die Bundesländer aber auch wirklich dafür sorgen, dass das halt auch bei den Kommunen ankommt.

Marina:

[38:27] Man könnte also den Kommunen mehr Geld geben. Oder man könnte sagen, Selbstorganisation ist unter den Umständen die beste Idee. Und da ist man schnell beim Thema Genossenschaften.

Chris Vielhaus:

[38:37] Was auf jeden Fall eine Renaissance erlebt in Deutschland sind ja die Wohngenossenschaften. Das ist wirklich sehr, sehr historisch etabliert, dass eben auch die Menschen sich selber versucht haben zu helfen, auch nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit und sich halt zusammengeschlossen haben und nicht nur städtischer Wohnungsbau ist, sondern auch sich Menschen ganz individuell zusammenschließen in Genossenschaften und da halt sagen, wir kaufen zusammen ein Gebäude oder sogar in manchen Fällen mehrere Gebäude.

Marina:

[39:06] Das Coole an einer Genossenschaft ist, ich bin nicht nur Mieterin, mir gehört über die Genossenschaftsanteile auch ein Teil des genossenschaftlichen Wohnunternehmens. Innerhalb einer Genossenschaft ist es dann auch leichter, eine neue Wohnung zu bekommen oder Wohnungen zu tauschen. Und ihr kennt mich. Ich muss euch nicht erzählen, was für ein Fan ich von Ownership bin und Selbstwirksamkeit und Kontrolle über das eigene Leben. Jetzt wären wir wahrscheinlich alle sofort Mitglied einer Genossenschaft, wenn die unbegrenzt Mitglieder aufnehmen würden. Oder es super einfach wäre, eine Genossenschaft zu gründen. Trotzdem, es ist eine Idee, die zwar schon alt, aber immer noch eine sehr gute Option für die Zukunft ist.

Chris Vielhaus:

[39:50] Dass wir es allgemein hin so akzeptiert haben, dass, Wohnen ein Gut, ein Produkt ist, was quasi gehandelt wird, um Profit und Rendite zu erwirtschaften. Da sind Genossenschaften, glaube ich, ein sehr gutes Gegenmittel drin und das sollte uns alle daran erinnern, dass wir es nicht als selbstverständlich akzeptieren sollten, dass Menschen Immobilien kaufen und vor allen Dingen auch große Immobilienkonglomerate zehntausende Wohnungen kaufen und die ja gezielt benutzen einfach. Das ist ihr einziger Zweck. Darum gibt es die, um Profit zu machen. Und da einfach mal mental vielleicht auch ein Fragezeichen hinterzusetzen und mal kurz innezuhalten und zu überlegen, ist das überhaupt okay und korrekt und wer hat am Ende was davon?

Marina:

[40:34] Bei der Kritik an der Wohnsituation in Städten geht es ja aber nicht ausschließlich um die wirtschaftliche Situation. Dann geht es generell auch um eine kluge Aufteilung von Platz in verschiedener Hinsicht. Erstmal, wer hat wie viel Platz? Dafür gibt es schon tolle Ansätze. Manche Kommunen, Freiburg und Osnabrück zum Beispiel, haben eigene Beratungsstellen geschaffen, um ihren Wohnraum effizient zu verteilen. Oder Göttingen. Dort gibt es die kommunale Wohnraumagentur, die sowohl MieterInnen als auch EigentümerInnen dabei berät und unterstützt, ihren Wohnraum entweder besser zu nutzen oder ihre Wohnsituation zu verändern. So soll nicht nur mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, sondern auch Konzepte entwickelt werden, wie man flächensparend und gemeinschaftlich wohnen kann. Dabei geht es auch um Nachhaltigkeit, denn Flächenverbrauch ist immer auch eine Klimafrage. Und ein anderer Punkt ist, wie erschließt man mehr Wohnflächen, ohne die Lebensqualität der Stadt einzuschränken?

Chris Vielhaus:

[41:36] Wenn wir jetzt zum Beispiel eine Großstadt denken, wo viele Leute leben wollen, ist der Platz eh schon begrenzt. Und da jetzt, sage ich mal, jeden Park oder jede Grünfläche noch zuzupflastern mit Wohnungen, ist natürlich eine sehr schlechte Idee. Was man machen kann und was auch schon aktuell viel gemacht wird und wirklich quantitativ viel bringt, sind dann zum Beispiel diese sogenannten Aufstockungen, wo man einfach sagt, wir erlauben es und ermöglichen es, auf bestehende Häuser halt noch ein, zwei Etagen draufzubauen. Weil die Fläche, der Flächenverbrauch dadurch nicht höher wird, dadurch aber schon eine ganze Ecke an Wohnungen entstehen können. Es gibt auch ganz tolle kreative Konzepte von, wenn wir zum Beispiel an Discounter und Supermärkte denken, die haben ja oft so einen Schema-F-Bauplan, Den haben die meisten, glaube ich, jetzt vor Augen. Und alles, was darüber ist, ist auch riesengroße Fläche, wo man ja über so einen Supermarkt noch super Wohnungen bauen könnte, was teilweise auch schon gemacht wird und passiert und wo man auch viel rausholen könnte.

Marina:

[42:31] Wir können aber nicht nur an mehr Orten Wohnraum schaffen. Die Wohnungen könnten sich mehr unserem Lebensrhythmus anpassen. Das sagt Franziska Eichstätt-Bohlig.

Franziska Eichstädt-Bohlig:

[42:41] Also aus zwei Zweizimmerwohnungen kann man auch eine Vierzimmerwohnung machen und aus einer Vierzimmerwohnung kann man auch zwei Zweizimmerwohnungen machen. Also den Lebensrhythmus von Menschen anders beachten und in die Bautätigkeit einfließen lassen, was momentan überhaupt nicht der Fall ist. Und als zweites müsste man auch den vielen Menschen, die jetzt als Eigentümer in zu großen Wohnungen, sprich vor allem Einfamilienhäusern sind, denen Angebote machen, gerade den älteren Menschen mit Gründen. Sozial einfühlsamer Wohnberatung, ob sich daraus nicht etwas mehr machen lässt, sowohl für die älteren Menschen, die da leben und für die das zunehmend beschwerlich wird, so ein Haus zu bewirtschaften, als auch für potenzielle Untermieter oder

Franziska Eichstädt-Bohlig:

[43:28] auch Teilung von Eigentum und so weiter. Also man kann da sehr viel machen und dann müsste man nicht so viel neu bauen, wenn man parallel solche besseren Nutzungen des vorhandenen Wohnraums, solche Strategien auch vorantreiben würde.

Marina:

[43:43] Und wenn man anfängt darüber nachzudenken, wie viel Platz jeder einzelne Mensch beim Wohnen bekommt, dann denkt man auch fast automatisch mal kurz daran, wie wenig Platz Menschen generell in Städten zur Verfügung haben.

Chris Vielhaus:

[43:57] Wenn wir uns mal angucken von oben, kann ich jeden zu einladen, mal bei Google Maps zu gucken in der Stadt, wie viele Flächen wir für Parkplätze und für Autos in Ballungsräumen haben, wo Menschen leben wollen und wie viel die Fahrzeuge da an Platz bekommen und wie viel die Menschen bekommen. Das ist absolut irre. Und dazu bringe ich immer gerne eine Anekdote mit. Ich bin selber begnadeter Gamer und es gibt ein Computerspiel, das heißt SimCity. Das ist ziemlich bekannt und das gibt es schon seit den 80er, 90er Jahren und ist super erfolgreich. Und der Entwickler, der dieses Spiel entwickelt hat, wollte gerne, dass das möglichst realistisch ist. Und so hat er dann sich echte Städte angeguckt und hat gesagt, ja, wenn man in diesem Spiel solche, kann man Städte selber bauen. Und wenn die aber realistisch sind, dann sind die hässlich und das Spiel macht überhaupt keinen Spaß, weil eben diese Parkflächen und die Straßen und so weiter so viel von den Städten beanspruchen, dass er es nicht so gemacht hat. Also er hat am Ende sein Städtebauspiel unrealistischer machen müssen, weil die bestehenden Städte halt so unsozial und so absurd konstruiert sind eigentlich, dass er das verändert hat.

Marina:

[45:13] Ein Punkt ist mir zum Schluss noch wichtig. Den hat Christiane Hanemann gemacht und erklärt damit sehr deutlich, warum Wohnen auch total politisch ist.

Christine Hannemann:

[45:21] Also wenn meine Lebenssituation ist, dass ich durch das Wohnen belastet werde in irgendeiner Form, dass das nicht gut gestaltet ist, dann denke ich, ist die Bereitschaft, sich einzubringen in eine demokratisch verfasste Gesellschaft gering. Einfach, weil ich keine Ressourcen habe oder weil ich frustriert bin, was ja für viele auch zutrifft. Und vor allen Dingen dessen, dass ich eben auch meine Möglichkeiten der Wirksamkeit dann so einschätze, dass ich keine Lebenschancen habe, weil die sind mit den Wohnsituationen eben eng verbunden. Und deshalb sind auch Studien, die sich mit prekären Wohnverhältnissen beschäftigen, so wichtig, um das auch wirklich zu überdeutlichen, was es heißt, wenn ich aus einer Wohnsituation komme, die mir keinen Raum für persönliche Interessen lässt oder wenn ich im Flüchtlingsheim aufwachsen soll und dann wird von mir erwartet, dass ich gute Schulleistungen bringe, dass ich Deutsch lerne und mich in eine Gesellschaft integriere. Das geht nicht bei zu viel Dichte und deshalb müssen zum Beispiel Zuwanderung und Wohnen eben auch anders gedacht werden. Bin ich natürlich klar, ich bin Wohnsoziologin, bin ich völlig einseitig. Für mich ist Wohnen die Grundlage von Demokratie.

Marina:

[46:36] Um diese Grundlage besser zu sichern, könnte man einiges machen. Das haben wir in dieser Folge gehört. Ein strengeres Mietrecht, das dafür sorgt, dass Mieten nicht so krass steigen. Bodenpreise könnte man stärker regulieren. Den Kommunen würde ein Vorkaufsrecht für Immobilien und mehr Geld helfen, damit gezielt mehr Sozialwohnungen entstehen können. Gemeinschaftliches Wohnen könnte für viele Menschen eine Alternative sein. Und wir können uns alle zusammentun und Genossenschaften gründen. Wohnen ist so zentral für unseren Alltag, unser Wohlbefinden und unsere Lebensgestaltung, dass man eigentlich nur hoffen kann, dass die kleinen politischen Erfolge, die mit dem Thema in letzter Zeit erzielt worden sind, dass die irgendwann in der Breite ankommen. Denn Wohnen kann auch so viel Spaß machen. Weil man mit lieben Menschen zusammen wohnt. Oder weil man zu Hause wirklich mal seine Ruhe hat und niemand einen stört. Weil man für andere Abendessen kochen oder vor dem Fenster auf die Straße oder in den Garten gucken kann. Wohnen ist ein Schutzraum, aus dem heraus wir überhaupt in die Lage versetzt werden, unser Leben auf die Reihe zu kriegen. Und das sollte für alle möglich gemacht werden.

Marina:

[47:51] Das war die elfte Folge von Wind und Wurzeln. Noch einmal vielen Dank an alle, die uns diese Arbeit ermöglichen. In jeder Folge stecken mehrere Tage Arbeit. Ohne eure Unterstützung wäre das einfach nicht möglich. Also schaut doch mal in eure Shownotes. Da findet ihr alle Wege, wie ihr uns unterstützen könnt. Vielen Dank auch noch mal an Perspective Daily. Denn dank euch gibt es unseren Podcast jetzt einmal im Monat. Und wenn ihr gerade eh in den Shownotes seid, Alle Links, die ihr dort findet zu Artikeln bei Perspective Daily, die Chris Vielhaus zum Thema geschrieben hat, ermöglichen es euch, diese Artikel ohne Paywall zu lesen. Damit verabschiede ich mich. Ich liebe euch, wie immer. Bleibt stark, schreibt Kommentare zur Folge, bewertet uns in Podcast-abspielenden Plattformen und schreibt, welcher Themen wir uns noch annehmen sollen. Was interessiert euch? Wind und Wurzeln ist eine Produktion von Haus 1 in Kooperation mit Perspective Daily. Redaktion Gina Ensslin und Marina Weisband. Schnitt und Musik Oliver Kraus. Tschüss, bis zum nächsten Mal.

hauseins:

[49:09] Eine Produktion von Haus 1 in Kooperation mit Perspective Daily.

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