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Krieg an der Tankstelle

Monkey Monday #47

Foto: Fayegh (Shamal) Shakibayi

Noch vor einer Woche sah es so aus, als sei ein relativ kurzer und für die USA und Israel erfolgreicher Krieg die wahrscheinlichste Variante. Nachdem es nun, nach mehr als einer Woche massiver Luftschlägen im Mittleren Osten, weder ein klar benanntes Kriegsziel noch eine erkennbare Strategie für die Region gibt, verdichten sich die Anzeichen, dass das Ergebnis für die Märkte nicht ganz so positiv ausgehen könnte. Von den Menschen in der Region einmal ganz zu schweigen. Darüber sind inzwischen die Preiswirkungen des Krieges an der Tankstelle der Welt, der de facto geschlossenen Straße von Hormus und entsprechend gestiegenen Ölpreise an den Zapfsäulen in Europa und den USA angekommen. Während Regierungen über Tankrabatte und die Freigabe von strategischen Ölreserven nachdenken, adjustieren Finanzmarktteilnehmer ihre Erwartungen bezüglich der erwarteten Zinssenkungen von Zentralbanken. In diesem Monkey Monday soll beleuchtet werden, wie sich der neuerliche Energiepreisschock auf Wachstum und Inflation auswirken könnte. Dabei ist wenig überraschend, dass die Wirkungen von der Dauer des Krieges abhängen werden. Entsprechend wird es darum gehen, an dieser Stelle die wahrscheinlichsten Szenarien für den weiteren Verlauf des Konflikts zu skizzieren, nachdem das Szenario, das letzte Woche noch am wahrscheinlichsten aussah, inzwischen unrealistisch positiv erscheint.

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