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„Österreich für dich“ – die wichtigsten Nachrichten der Woche

Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“.
Schön, dass du wieder dabei bist.

In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:

🔸 Erpressung: Rattengift in Baby-Nahrung von Hipp
🔸 Vergleich zeigt: In Österreich bliebt weniger vom Lohn

🔸 Kindergarten und Schule: Was sich ändern wird

Damit die Informationen auch nützlich für dich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.

Ratten-Gift in Baby-Nahrung

Ratten-Gift in Baby-Nahrung der Firma Hipp sorgt seit Tagen für große Aufregung. Fünf vergiftete Gläschen wurden in Spar-Filialen in Österreich sowie in Tesco-Filialen in Tschechien und der Slowakei gefunden

In insgesamt sechs Gläsern der Sorte „Karotte mit Kartoffel" soll das Gift stecken. Ein Glas wurde noch nicht gefunden. Es wurde in Österreich verkauft.

Das Bild zeigt ein Glas Hipp Bio Baby-Brei der Sorte „Karotten mit Kartoffeln" für Kinder ab dem 5. Monat.
Das Ratten-Gift wurde in Gläser der Sorte „Karotten mit Kartoffeln" der Firma Hipp gemischt.

Firma Hipp wird erpresst. „Mit der vergifteten Baby-Nahrung wollten die Täter:innen die Firma Hipp erpressen. Die Erpresser-Mail wurde bereits am 27. März geschickt. Sie forderten zwei Millionen Euro. Bei der Firma Hipp wurde diese Mail aber erst drei Wochen später entdeckt und gelesen. Danach hat die Firma sofort die Polizei informiert. Von den Täter:innen gibt es bis jetzt keine Spur.

Aus den Geschäften genommen. Spar hat alle Hipp-Gläschen aus den Regalen genommen. Das haben auch DM, Billa, Bipa und Adeg gemacht. So wollten die Geschäfte verhindern, dass jemand ein vergiftetes Glas kauft.

Daran erkennt man ein vergiftetes Glas. Die vergifteten Gläser wurden in Spar-Filialen in Österreich und in Tesco-Filialen in Tschechien und der Slowakei gefunden. Sie sollen am Boden einen weißen Aufkleber mit einem roten Kreis haben. Wichtig ist auch der Deckel: Beim Öffnen muss ein deutliches Knack-Geräusch zu hören sein. Eltern und andere Betreuungs-Personen sollten außerdem darauf achten, ob der Inhalt ungewöhnlich riecht.

Das macht Ratten-Gift im Körper. Das Ratten-Gift enthält einen Stoff, der die Gerinnung des Blutes stört. Das bedeutet: Das Blut kann schlechter fließen.

Anzeichen einer Vergiftung sind Zahnfleisch-Bluten, Nasen-Bluten, blaue Flecken oder Blut im Stuhl. Wichtig: Die ersten Anzeichen zeigen sich erst zwei bis fünf Tage nach dem Essen.

Bei diesen Zeichen sofort zum Arzt oder zur Ärztin gehen. Es kann Lebens-gefahr bestehen. Mit Vitamin K kann eine Vergiftung gut behandelt werden.

Weiter auf der Suche. Die Polizei sucht noch nach dem fehlenden Glas in Österreich. Ein Labor prüft gerade, wie viel Gift in dem gefundenen Glas war und wie gefährlich diese Menge wäre.

Vom Lohn bleibt oft nur die Hälfte übrig

Wer in Österreich arbeitet, zahlt viele Steuern und Abgaben. Deshalb bleibt vom Lohn oft nur etwa die Hälfte übrig.
Eine Untersuchung der OECD in mehreren Ländern zeigt: In Österreich geht besonders viel vom Lohn für Steuern und Abgaben weg. Nur in Belgien, Deutschland und Frankreich ist es noch mehr.

Was ist die OECD?
Die OECD ist eine internationale Organisation mit 38 Ländern. Sie sammelt Daten und vergleicht, wie Länder zum Beispiel bei Wirtschaft, Bildung und Arbeit dastehen.

Das Bild zeigt einen Mann in Arbeits-Kleidung in einer Industrie-Halle. Im Hintergrund arbeitet eine Frau an einer Maschine.
Arbeit in Österreich ist teuer: Unternehmen zahlen hohe Abgaben an den Staat für ihre Mitarbeiter:innen. Foto: iStock/PixelsEffect

Was wird vom Lohn abgezogen?
Wer in Österreich einen Brutto-Lohn von 4.504 Euro im Monat verdient, bekommt davon nur 2.959 Euro auf das Konto. Der Rest geht für Lohn-Steuer, Sozial-Versicherung und andere Abgaben weg.

Ein Beispiel: Ein Unternehmen gibt 100 Euro für eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter aus. Davon werden zuerst Abgaben fällig. Nur etwa 67 Euro sind dann noch der Brutto-Lohn. Davon werden noch einmal Lohn-Steuer und Sozial-Versicherung abgezogen. Am Ende bleiben rund 53 Euro netto übrig.

Das zeigt der Vergleich mit anderen Ländern:

Das Bild zeigt eine Tabelle mit dem Titel „So viel Prozent vom Lohn gehen an den Staat (2025)". Sie vergleicht die Steuer- und Abgaben-Last auf Löhne in 16 Ländern. Österreich liegt mit 47,1 Prozent auf Platz vier, hinter Belgien, Deutschland und Frankreich. Der OECD-Schnitt beträgt 35,1 Prozent.

Situation für Familien. Familien mit Kindern zahlen in Österreich weniger Abgaben als Menschen ohne Kinder. Eine Familie mit zwei Kindern, bei der nur eine Person arbeitet, zahlt 33 Prozent Abgaben. Eine alleinstehende Person ohne Kinder zahlt dagegen 47 Prozent. Dieser Unterschied ist in Österreich größer als in den meisten anderen Ländern.

Ein Problem für die Wirtschaft. Expert:innen kritisieren schon lange, dass Arbeit in Österreich sehr teuer ist. Denn nicht nur Arbeitnehmer:innen zahlen viel. Auch Unternehmen müssen hohe Abgaben leisten. Das macht es für Firmen teurer, neue Mitarbeiter:innen einzustellen.

Weiter auf der Suche. Die Polizei sucht noch nach dem fehlenden Glas in Österreich. Ein Labor prüft gerade, wie viel Gift in dem gefundenen Glas war und wie gefährlich diese Menge wäre.

Schul-System: Was sich ändern wird

Zu viele Kinder verlassen die Schule, ohne gut lesen, schreiben und rechnen zu können. Das will Bildungs-Minister Christoph Wiederkehr (NEOS) ändern. Er hat jetzt einen Plan vorgestellt, der das Bildungs-System in den nächsten Jahren besser machen soll.

Das Bild zeigt Bildungs-Minister Christoph Wiederkehr (NEOS) bei einer Pressekonferenz. Er steht an einem Rednerpult des Bundes-Ministeriums für Bildung und spricht mit einer Handgeste zu seinem Publikum. Im Hintergrund ist eine EU-Fahne zu sehen.
Bildungs-Minister Christoph Wiederkehr (NEOS) will einiges am Schul-System verändern. Foto: Regina Aigner/BKA

Das wird sich ändern:

Kindergarten. In Zukunft soll es in ganz Österreich dieselben Regeln für Kindergärten geben. Zum Beispiel: Wie viele Kinder in einer Gruppe sein dürfen. Oder wie gut das Personal ausgebildet sein muss Außerdem soll die Förderung der Sprache schon im Kindergarten beginnen.

Volksschule. Bisher dauert die Volksschule vier Jahre. In Zukunft soll sie sechs Jahre dauern. Das wird zunächst in Wien an einer Schule getestet.

Außerdem wird die Vorschul-Klasse abgeschafft. Kinder, die noch mehr Zeit brauchen, haben zwei Möglichkeiten: Sie bleiben ein Jahr länger im Kindergarten. Oder sie kommen in die erste Klasse, aber mit einer zweiten Lehr-Person, die ihnen extra hilft.

Mittelschule und Gymnasium. In diesem Schulen wird neue Fächer geben, nämlich: Demokratie, Kommunikation und Konflikt-Lösung sowie Wirtschafts-Bildung mit Berufs-Orientierung. Auch der Umgang mit Künstlicher Intelligenz soll ein Thema im Unterricht werden.

Mittlere Reife. Neu ist die sogenannte Mittlere Reife. Bisher konnten Jugendliche die Pflicht-Schule abschließen, auch wenn sie noch nicht gut genug lesen, schreiben und rechnen konnten. Das soll sich ändern.

In Zukunft gilt: Wer die Schule verlässt, muss diese Grund-Kompetenzen wirklich beherrschen. Wer das noch nicht kann, bleibt länger in der Schule. Spätestens mit 18 Jahren ist die Schul-Pflicht aber auf jeden Fall beendet.

Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.

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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag, dem
30. April 2026. Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.

Liebe Grüße

Petra und Michi
Team „Österreich für dich“