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Wenn KI antwortet statt Google - und wie deine Inhalte sichtbar bleiben

Das Logo von The AI Journalist (Öffnet in neuem Fenster)

Da bin ich wieder!

Wegen eines größeren Umzugs gab es in den letzten Wochen leider keinen neuen Newsletter, aber jetzt geht es wieder los - mit Neuigkeiten:

In den letzten Wochen habe ich The AI Journalist neu ausgerichtet.

Der Newsletter bleibt - wie bisher - kostenlos und erscheint alle zwei Wochen. Was sich verändert, ist der Fokus dahinter:

Ich möchte KI nicht nur erklären, sondern einen Rahmen schaffen, in dem man sie regelmäßig anwendet.

Deshalb gibt es ab sofort alle zwei Wochen einen Workshop, in dem es um konkrete Fragen aus dem Medienalltag geht - von Recherche über Schreiben bis hin zu strukturierten Workflows mit KI.

Die Idee ist einfach: KI entwickelt sich schnell. Und wirklich sicher im Umgang wird man nicht durch Lesen, sondern durch kontinuierliches Ausprobieren.

Genau dafür sind die Workshops gedacht.

In den nächsten Terminen geht es unter anderem um:

  • Agenten und Custom Bots

  • Recherche mit KI

  • Halluzinationen verstehen und vermeiden

Alle Workshops können weiterhin einzeln gebucht werden.

Für alle, die regelmäßig teilnehmen möchten, gibt es zusätzlich AI Journalist Pro: eine Mitgliedschaft, mit der du Zugang zu allen Workshops hast - ohne jedes Mal neu buchen zu müssen.

Wenn du KI nicht nur beobachten, sondern Schritt für Schritt in deine Arbeit integrieren möchtest, ist das der einfachste Weg, dranzubleiben.

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Wenn KI deine Suche beantwortet - und niemand mehr klickt

Die Art, wie wir im Internet suchen, verändert sich gerade grundlegend.

Statt wie früher eine Liste von Links zu bekommen, liefern Google und andere Anbieter immer häufiger direkt eine fertige Antwort - geschrieben von KI. Für Nutzer ist das bequem: Frage stellen, Antwort lesen, fertig.

Das Problem: Viele klicken danach gar nicht mehr auf die eigentlichen Webseiten.

Was die Zahlen zeigen

Die Entwicklung ist nicht nur ein Gefühl, sie lässt sich inzwischen klar belegen:

  • Laut einer Analyse des SEO-Tools-Anbieters Search Engine Land können KI-Antworten die Klickrate auf Suchergebnisse um bis zu 42 % senken.

  • Eine Untersuchung, über die unter anderem Futurism berichtet, zeigt sogar extreme Fälle, in denen einzelne Seiten über 80 % bis 90 % ihres Traffics verlieren.

  • Gleichzeitig enden laut Daten, die von SEO-Plattformen wie Heroic Rankings ausgewertet wurden, inzwischen rund 58 % aller Google-Suchen ohne Klick auf eine externe Website.

Das Prinzip dahinter nennt sich “Zero-Click”: Die Antwort steht schon auf der Suchseite. Warum also noch weiterklicken?

Warum das für Journalismus ein Problem ist

Für Medienhäuser ist das keine kleine Veränderung, sondern ein strukturelles Problem.

Bisher war Google einer der wichtigsten Traffic-Lieferanten. Das Modell war einfach: Medien liefern Inhalte, Google zeigt sie, Nutzer klicken, Medien verdienen Geld

Jetzt verschiebt sich dieses Modell: Medien liefern Inhalte, KI fasst sie zusammen, Nutzer lesen die Zusammenfassung, kein Klick mehr

Erste Publisher sprechen bereits von einer grundlegenden Bedrohung ihres Geschäftsmodells.

Erste Folgen sieht man bereits

  • Kleine Publisher verlieren besonders stark Reichweite

  • Einige Medien prüfen, ihre Inhalte für KI-Systeme zu sperren

  • In Europa laufen erste Kartellbeschwerden gegen Google, weil Inhalte genutzt werden, ohne dass ausreichend Traffic oder Einnahmen zurückfließen

  • Gleichzeitig setzen viele Redaktionen stärker auf direkte Kanäle:
    → Newsletter
    → Apps
    → Community-Aufbau

Es ist nicht nur negativ

Die Entwicklung ist nicht komplett einseitig.

Aktuelle Auswertungen zeigen: Breaking News funktionieren weiterhin gut, weil Nutzer bei aktuellen Ereignissen häufiger auf Originalquellen klicken. Besonders stark betroffen sind dagegen zeitlose Inhalte (“Evergreen Content”).

Einige Experten argumentieren deshalb, dass weniger Klicks auch bedeuten können: weniger Zufallstraffic, dafür gezieltere und interessiertere Nutzer.

Was das für dich bedeutet

Auch wenn du nicht bei einem Medienhaus arbeitest, betrifft dich das direkt:

  • KI wird zum neuen Gatekeeper für Informationen

  • Sichtbarkeit hängt weniger von SEO ab, und mehr davon, ob deine Inhalte in KI-Antworten auftauchen

  • Vertrauen, Marke und eigene Reichweite werden wichtiger als Plattform-Traffic

Oder anders gesagt: Die Frage ist nicht mehr nur “Wie ranke ich bei Google?" Sondern: “Tauche ich überhaupt noch in der KI-Antwort auf?”

Wie siehst du das? Glaubst du, dass KI-Suche dem Journalismus langfristig schadet? Oder entstehen gerade neue Chancen?

Workshops

Die nächsten Workshops im Überblick (jeweils 18–20 Uhr)

  • 29. April KI-Agenten verstehen und selbst bauen
    Baue deinen eigenen KI-Bot für wiederkehrende Aufgaben – ganz ohne Programmieren und mit direktem Praxisbezug.

  • 13. MaiRecherche mit KI – effizient, strukturiert und journalistisch fundiert
    Lerne, wie du KI für Recherche, Perspektiven und Interviewvorbereitung sinnvoll einsetzt – ohne dich auf unsichere Ergebnisse zu verlassen.

  • 27. MaiKI-Halluzinationen verstehen und vermeiden
    Verstehe, warum KI falsche Informationen erzeugt – und wie du sicher und verlässlich mit ihr arbeitest.

  • 10. JuniKI und konstruktiver Journalismus
    Nutze KI, um Themen differenzierter zu recherchieren und konstruktive Perspektiven sichtbar zu machen.

Eine ausführliche Übersicht findest du auf meiner Webseite (Öffnet in neuem Fenster). Mit AI Journalist Pro (Öffnet in neuem Fenster) nimmst du an allen Workshops ohne weitere Kosten teil.

Schreiben für KI-Antworten statt für Google

Im Thema der Woche ging es darum, dass KI-Antworten in der Suche immer häufiger den Klick auf Artikel ersetzen. Die logische Anschlussfrage ist deshalb: Wie schreibe ich Inhalte so, dass sie trotzdem noch sichtbar sind?

Was sich konkret verändert

KI-Systeme “lesen” Inhalte anders als klassische Suchmaschinen.

Sie suchen nicht nach:

  • Keywords

  • Meta-Beschreibungen

  • SEO-Tricks

Sondern nach:

  • klaren Aussagen

  • verständlichen Erklärungen

  • gut strukturierten Informationen

Oder einfacher gesagt: KI bevorzugt Texte, die leicht zu verstehen und direkt zitierbar sind.

1) Die wichtigste Regel: Antworte direkt

Viele Texte beginnen heute so:

“Die Frage, ob KI den Journalismus verändert, wird aktuell intensiv diskutiert…”

Das Problem: Für KI ist das keine verwertbare Information.

Besser: KI verändert den Journalismus bereits deutlich - unter anderem durch Automatisierung, neue Recherche-Tools und veränderte Geschäftsmodelle.

Warum das besser funktioniert:

  • klare Aussage

  • direkt zitierbar

  • kein “Umweg”

KI kann diesen Satz sofort übernehmen.

2) Schreibe in klaren, abgeschlossenen Gedanken

KI arbeitet oft mit einzelnen Absätzen oder Sätzen. Wenn deine Aussagen verstreut sind, gehen sie verloren.

Schwaches Beispiel:

KI wird in Redaktionen eingesetzt.
Es gibt viele Möglichkeiten.
Manche sind umstritten.

Besser:

KI wird in Redaktionen vor allem für Recherche, Transkription und Textstrukturierung eingesetzt - gleichzeitig gibt es Kritik an möglichen Fehlern und Qualitätsrisiken.

Ein Gedanke = ein sauber formulierter Satz.

3) Nutze Fragen als Zwischenüberschriften

Viele KI-Antworten sind strukturiert wie FAQs. Das kannst du gezielt nutzen:

Statt: “Auswirkungen von KI auf Medien”

Besser: “Wie verändert KI aktuell den Journalismus?”

Warum:

  • entspricht der Logik von Suchanfragen

  • lässt sich direkt in Antworten übersetzen

  • erhöht die Chance, zitiert zu werden

4) Kombiniere Fakten + Einordnung

KI bevorzugt Inhalte, die nicht nur Daten liefern, sondern sie auch verständlich machen.

Schwächer: “Der Traffic ist um 40 % gesunken.”

Stärker: “Der Traffic vieler Medien ist laut aktuellen Auswertungen um bis zu 40 % gesunken - vor allem, weil Nutzer Antworten direkt in der Suche erhalten und nicht mehr klicken.”

Erst die Zahl, dann die Bedeutung.

5) Vermeide „SEO-Text“ – schreibe für Menschen

Ironischerweise gilt jetzt mehr denn je: Gute Texte für Menschen sind auch gute Texte für KI.

Was KI schlecht verarbeiten kann:

  • aufgeblähte Einleitungen

  • Keyword-Wiederholungen

  • unklare Aussagen

  • viel Text ohne Substanz

Was gut funktioniert:

  • klare Sprache

  • konkrete Aussagen

  • logische Struktur

  • nachvollziehbare Argumente

6) Denk in “zitierbaren Bausteinen”

Stell dir beim Schreiben eine einfache Frage: Welchen Satz aus meinem Text würde eine KI übernehmen?

Wenn du keinen findest, ist dein Text wahrscheinlich zu unklar.

Gutes Beispiel: “KI-Antworten in Suchmaschinen führen dazu, dass Nutzer seltener auf Artikel klicken - ein Problem für viele Medienhäuser.”

Das ist ein Satz, den eine KI fast unverändert nutzen kann.

Was das für dich bedeutet

Die Spielregeln ändern sich gerade:

  • weniger Fokus auf Rankings

  • mehr Fokus auf Verständlichkeit

  • weniger Klick-Optimierung

  • mehr Antwort-Qualität

Mini-Check für deinen nächsten Text

  • Beantworte ich die zentrale Frage direkt?

  • Gibt es klare, zitierbare Aussagen?

  • Sind meine Absätze verständlich für Außenstehende?

  • Würde eine KI meinen Text “verstehen”?

Das Ziel ist nicht, für Maschinen zu schreiben. Sondern so klar zu schreiben, dass Maschinen dich verstehen können, genauso gut wie Menschen. Denn so sind diese Maschinen trainiert.

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Wenn du KI nicht nur lesen, sondern regelmäßig anwenden möchtest: Mit AI Journalist Pro bekommst du Zugang zu allen Workshops - alle zwei Wochen ein neues Thema, immer mit Fokus auf konkrete Anwendungen im Medienalltag.

Für alle, die sich einen festen Rahmen wünschen, um dranzubleiben.

Mehr zu The AI Journalist findest du auf meiner Webseite. Dort sammle ich alles, was über den Newsletter hinausgeht - und was dir hilft, KI fundiert und praxisnah in deinen Arbeitsalltag zu integrieren.

Bis nächste Woche!

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