Wie wird man als Chor auch ein gutes Team?
Nur ein gut funktionierendes Team wird die vielen Herausforderungen, die so ein Chor mit sich bringt, gut meistern und daran wachsen. Schaut mal auf die vier Punkte - gibt es bei euch noch Potenzial, das entwickelt werden kann?
Musiziert MITeinander
Um ein wirklich gutes Team im Chor zu werden, ist es entscheidend, dass alle Mitglieder miteinander musizieren und sich aufeinander einstimmen, anstatt stets nur Richtung Chorleitung zu schauen und Anweisungen zu befolgen. Gemeinsames Singen (und Tanzen) schweißt die Gruppe zusammen und stärkt den Zusammenhalt. Eine sehr einfache Übung ist,
im Kreis stehend zu singen, ohne Dirigat. Fordere deinen Chor auf, sich dabei gegenseitig anzuschauen und echten Blickkontakt aufzunehmen. Wenn ihr zusätzlich einen Innenkreis mit Blick nach außen bildet, hat jeder ein direktes Gegenüber. Wenn du als Spielleitung in die Hände klatschst, geht der Außenkreis im Uhrzeigersinn eine Person weiter. Diese Übung heißt “Energiekreisel” und sorg für eine ganz neue Lebendigkeit.
Kritisiert euch nicht untereinander
Es ist von großer Bedeutung, dass wir uns untereinander nicht korrigieren oder kritisieren. Musikalische Korrekturen sollten der Chorleitung und dem Musikteam, sofern vorhanden, vorbehalten sein. Die eigene Stimme ist ganz eng mit dem eigenen Selbstwertgefühl verbunden. Daher sollten wir uns bewusst davor hüten, uns gegenseitig zu korrigieren, da wir uns so auch ungewollt verletzen können. Vielmehr sollten wir bestrebt sein, einander zu unterstützen und zu ermutigen. Nur so können wir gemeinsam wachsen und uns weiterentwickeln.
Lasset Kreativität sprudeln
Es macht so viel Spaß, gemeinsam kreativ zu sein. Wie könnte das Drehbuch zu unserem neuen Musikvideo aussehen? Was könnte das Motto unseres nächsten Konzertes sein? Wie wollen wir moderieren? Wie könnten wir uns bei diesem speziellen Song bewegen? Dabei gilt es zu bedenken, dass es in kreativen Phasen kein richtig und kein falsch gibt. Ideen sollten ausprobiert werden, bevor man sich für eine entscheidet. In vielen Gruppen ist so eine sprudelnde Kreativität unüblich, da bereits nach der ersten Idee, die geäußert wurde, eine Meinung gebildet wird. „Das finde ich nicht so gut“ oder „Wäre es nicht besser, wenn …?" Es erfordert einiges an Übung, Ideen nicht gegeneinander, sondern nebeneinander zu stellen, sie auszuloten oder auszuprobieren und dann erst zu entscheiden.
Verteilt die Aufgaben
Ein Chor ist ein gemeinsames Projekt, in dem auch Arbeiten anfallen, die nicht so viel Spaß machen. Daher sollten diese Aufgaben gerecht untereinander verteilt werden, um niemanden auszunutzen. Jeder sollte seine Stärken einbringen und Verantwortung übernehmen können. Dies führt nicht nur zu einer effizienteren Arbeitsweise, sondern stärkt auch das Vertrauen innerhalb der Gruppe.
Meint jedenfalls
eure Britta