
Hohe Wahrnehmung braucht ein Nervensystem, das sich sicher genug fühlt, sie zu halten.
Ich bin jemand, der viel wahrnimmt. Ich fühle viel und ich merke auch schnell, wenn es jemandem nicht gut geht. Zugleich bin ich jemand, der es liebt, immer weiterzugehen im Leben.
Über die Jahre habe ich angefangen, immer mehr wahrzunehmen. Und gleichzeitig hat sich auch mein Leben verändert. Ich habe mir immer mehr Träume erfüllt. Mein Leben wurde schöner, freier und magischer.
Und auf dieser ganzen Reise gab es eine Sache, die mir total die Augen geöffnet hat. Wie wichtig es ist, dass ich in mir eine Stabilität fühle.
Denn ich habe immer wieder erlebt, dass besonders in den Momenten, in denen sich neue Türen geöffnet haben, plötzlich eine Unsicherheit da war.
Wenn plötzlich Dinge Realität wurden, die früher nur Wünsche waren. Und wenn meine Wahrnehmung stärker geworden ist.
Dann hatte ich manchmal plötzlich das Gefühl, alles wieder zu verlieren. Und gleichzeitig haben mich Dinge überfordert, die normalerweise nie zu viel für mich waren.
Ich wollte mich zurückziehen. Mich irgendwie von der Welt abschotten. Obwohl ich Verbindung eigentlich liebe.
Und heute weiß ich, dass das nie daran lag, dass etwas mit mir falsch war. Sondern daran, dass ich diese Stabilität in mir nicht gespürt habe.
Das war einer meiner größten Augenöffner. Zu verstehen, dass es nicht nur darum geht, immer weiterzugehen oder sich Träume zu erfüllen. Sondern dass ich mich in mir sicher fühlen muss, während die Dinge, die ich mir gewünscht habe, wirklich Realität werden.
Denn erst dann fühlt sich etwas Schönes nicht mehr so an, als könnte es jeden Moment wieder verschwinden.
Sondern wie etwas, das wirklich genossen werden kann.
Etwas, das bleiben darf.
— Dani