Willkommen bei Wie du nicht den Verstand verlierst – der Newsletter für einen klaren Kopf und innere Ruhe in einer Welt, die uns ständig überfordert.
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Diesen Newsletter gibt es, weil ich vor zwei Jahren auf einmal das merkwürdige Gefühl, hatte, dass mein Denken nicht mehr ordentlich funktionierte. Ich fühlte mich benebelt und müde, meine Gedanken taumelten umher wie übermüdete Kinder. Es war wie eine mentale Grippe.
Einerseits war ich frühmorgens ständig total aufgedreht, andererseits hätte ich um 10 Uhr Vormittags schon wieder ins Bett gehen können. Mein Kopf fing schon kurz nach dem Aufwachen an, endlose To-do-Listen zu schreiben, die Nachrichtenlage war deprimierend und ich hatte ständig das Gefühl, dass die Zeit viel zu schnell vorbeiging, weshalb ich völlig sinnloses Multitasking betrieb. Dann kam der Tag, an dem es zu viel wurde.
Ich erwischte ich mich dabei, wie ich abwechselnd durch den Sale einer französischen Modeseite scrollte und Nachrichten las, dazwischen schoben sich noch Whatsapp-Nachrichten ins Bild und nebenbei hörte ich den Roman „Der Distelfink“ von Donna Tartt als Audiobuch. Mein armes Gehirn.
An diesem Tag wurde mir klar, dass ich mich um meinen Körper ganz gut kümmerte – um meine mentale Gesundheit aber kaum. Ich ging dreimal die Woche ins Fitnessstudio und aß keine Schoko-Croissants nach 21 Uhr. Aber meinen Kopf und meine Aufmerksamkeit stopfte ich mit allem voll, was interessant oder dringend schien.
Zu klein für Therapie, zu groß, um es zu ignorieren
Das Leben heute ist ein All-You-Can-Eat-Buffet an Informationen. Aber während der Magen irgendwann „genug“ sendet, wenn man bei einem echten Buffett das dritte Mal bei der Mousse zulangt, gibt es kein vergleichbares, klares Stopp-Signal für den mentalen Overload.
Daher kam dieser Zustand, den ich meine mentale Grippe nenne. Ich glaube, viele Menschen leben in genau diesem Zwischenzustand – man funktioniert schon noch normal, fühlt sich aber nicht wirklich klar oder gut. Das Problem ist zu klein für Therapie, zu groß, um es zu ignorieren. Und viele fragen sich: War das früher auch schon so? Oder ist das einfach die Gegenwart? Vor allem aber: Wie bleibt man sane?
Dieser Newsletter will dieses Problem lösen, für dich und für mich.
Dafür lese ich Studien, teste Methoden, beobachte mich selbst und rede mit Expertinnen und Experten. Dann schreibe ich auf, was tatsächlich hilft (und was nicht).
Bei alldem freue ich mich sehr über Input von dir. Worüber soll ich schreiben, was ausprobieren? Was weißt du darüber, wie man in einer Welt, die zu viel ist, einen klaren Kopf behält?
Für mich beginnt vieles beim Umgang mit dem Handy. Ich habe eine Methode gelernt, die mich tatsächlich davon abhält, es im Sekundentakt zu checken – ganz ohne Verbote und ohne strenge Disziplin. Sie folgt einem Prinzip aus der Neurowissenschaft.
Wenn wir eine Gewohnheit loswerden wollen, die uns nicht guttut, bringt es wenig, sie zu verbieten oder zu bekämpfen. Der Schlüssel liegt darin, aufmerksam zu werden – für das Gefühl, das mit der Handlung verbunden ist.
Das war nett, wiederholen!
Wenn ich abends im Bett liege und statt zu schlafen nochmal zum Handy greife, fühlt sich das an wie … Hunger. Ich brauche mehr. Noch ein Artikel, noch ein Katzenvideo, noch ein bisschen Input.
Aber es macht mich nicht satt. Es macht mich unruhig, leer und müde. Mein Hals ist steif, meine Augen trocknen aus, weil ich auf einen kleinen Bildschirm starre. Mein Kopf wird zu voll. Zu merken, wie es sich wirklich anfühlt, am Handy zu kleben, verändert etwas. Der Schlüssel dabei ist, wirklich neugierig zu sein. Ohne Schuldgefühle, ohne ein Verhalten stoppen zu wollen – einfach neugierig.
Die Neugier ist entscheidend. Denn es spricht ja nichts dagegen, Zeit am Handy zu verbringen, wenn es angenehm ist, Verbindung zu anderen Menschen schafft oder einfach Spaß macht. Aber falls du spürst, dass sich das Verhalten eigentlich gar nicht gut anfühlt, beginnt dein Gehirn, die angebliche Belohnung infrage zu stellen.
Es fängt an, alte Gewohnheitsschleifen zu überschreiben. Und so verändern sie sich allmählich. Ohne Kampf, ohne eiserne Disziplin.
Und genau das kannst du trainieren. In zwei Schritten:
1. Auslöser erkennen. Warum greifst du gerade nach dem Handy?
Langeweile? Unruhe? Eine Push-Nachricht? Kurz Ablenken?
2. Gefühl benennen. Schnapp dir dein Handy, mach damit, was du willst. Aber achte darauf:
– Wie fühlt sich der Moment vorher an?
– Was passiert in deinem Körper währenddessen?
– Und wie geht’s dir danach?
Du brauchst nichts verändern – nur beobachten und benennen, wie es sich wirklich anfühlt.
Wir sehen uns nächste Woche! Ich freue mich drauf! Wenn du magst, schreib mir ein paar Zeilen, was dir gefällt (und was nicht). Dein Feedback ist für mich sehr wertvoll.
Deine Theresa
PS: Die Zeit für diesen Newsletter habe ich aus einem einzigen Grund: weil mich Leserinnen und Leser finanziell unterstützen. Wenn Du Wie du den nicht Verstand verlierst auch fördern möchtest – hier entlang:
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