Sorry, hab echt keine Zeit, hier groß rumzuquatschen
Zurück vom Meer, muss unsere Autorin gleich wieder los. Aber keine Sorge, bald kehrt Ruhe ein in ihr aufregendes Leben.


Zurück aus meiner Sommerfrische an der Versilia, und in Starnberg riecht es nach Herbst. Es war 1 Uhr nachts, die Temperaturanzeige im Auto zeigte frostige elf Grad an, als wir in unserer Straße im Regen angespült wurden. Elf Grad im Juli! Das gibt’s doch nicht, meckerte ich in zwei Sprachen herum, während ich die Tür zu unserem Zuhause aufsperrte und mich schlagartig umarmt, glücklich und geborgen fühlte. So ist das immer bei mir: Erst träume ich von einem Leben am Meer, sitze leicht bekleidet am Strand unterm Sonnenschirm und will bleiben für immer. Und dann packe ich alle Geschichten und Schätze in mein Bastkörbchen, drehe mich ein letztes Mal um, und wenn ich sieben Stunden später meine Bude betrete, frage ich mich irritiert, wie ich mich jemals hier wegwünschen konnte. Aber da war es, mein Zuhause, das immer so geduldig auf mich wartet, auch dann, wenn ich mich mal wieder in meiner Sehnsucht nach dem Paradies unter Zitronenbäumen verliere. Ich warf mein Rollköfferchen im Flur ab, lief durch alle Zimmer, als müsste ich mich vergewissern, dass meine Stühlchen, Bettchen, Becherchen noch an Ort und Stelle stehen, und mein italienischer Schwabe schmiss die Heizung an. Vermutlich hatten auch ihn vier Tage Forte dei Marmi bei 30 Grad ein wenig versaut. Keine halbe Stunde später schlüpfte ich in mein großes, weiches Bett, zog mir die Daunendecke fröstelnd bis zum Hals und schickte meiner Freundin eine empörte Whatsapp-Nachricht: „Die Italiener haben ihren Sommer irgendwie besser im Griff.“
Am Tag darauf wachte ich pünktlich mit der Müllabfuhr auf. Und was in der Nacht noch so
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