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Instagram-Notizen – Brauche ich das wirklich?

Seit längeren gibt es Instagram-Notizen und nun kann man diese kleine Sprechblase am Profil sogar farbig gestalten. Schön. Aber mal ehrlich: Brauchst du Notizen überhaupt? Die Antwort: Nein, nicht zwingend. Aber sie können clever sein, wenn du sie richtig einsetzt.

Was sind Instagram-Notizen überhaupt?

Falls du das Feature noch nicht kennst: Instagram-Notizen sind kurze Statusmeldungen mit maximal 60 Zeichen, die für 24 Stunden sichtbar sind – direkt über deinem Profilbild im Posteingang deiner Follower.

Sie erscheinen nicht in deinem Feed und auch nicht auf deinem Profil. Nur im DM-Bereich. Man kann sich das wie einen Mini-Status vorstellen: persönlich, kurz, direkt.

Was kannst du in Notizen packen?

  • Text (max. 60 Zeichen)

  • Emojis

  • Musik (wird abgespielt, wenn jemand auf deine Notiz tippt)

  • Kurze Videoclips oder Fotos

  • Neu: Farbige Hintergründe

Wie lange bleiben sie sichtbar?
24 Stunden, dann verschwinden sie automatisch.

Wer sieht deine Notizen?
Nur Follower, denen du auch folgst oder deine engen Freunde. Du entscheidest beim Erstellen, wer sie sehen soll.

Wie erstellst du eine Instagram-Notiz?

Das Ganze ist unkompliziert:

  1. Öffne Instagram und tippe auf den Pfeil (unten rechts), um zu deinem Posteingang zu gelangen.

  2. Oben links über deinem Profilbild siehst du das Wort „Notiz". Tippe darauf.

  3. Schreib deine Nachricht (max. 60 Zeichen).

  4. Optional: Füge Emojis, Musik, ein Foto oder jetzt neu: einen farbigen Hintergrund hinzu.

  5. Wähle aus, wer die Notiz sehen soll:

    • Follower, denen du folgst

    • Nur enge Freunde

  6. Veröffentlichen. Fertig.

So sieht es aus, wenn du deine Notiz startest.

Wichtig: Antworten auf Notizen landen direkt in deinen DMs. Es ist also kein öffentlicher Kommentar-Bereich, sondern ein direkter Chat-Starter.

Neuerung: Notizen mit Farbe hinterlegen

Bis vor Kurzem waren Notizen nur Text + Musik + Emojis. Jetzt kannst du sie zusätzlich farbig hinterlegen – ähnlich wie bei Instagram-Stories.

Wie das geht:

  • Beim Erstellen der Notiz tippst du auf das Farbpaletten-Symbol

  • Wähle eine Farbe aus (z. B. Rosa, Blau, Grün, Gelb)

  • Die Farbe erscheint als Hintergrund hinter deinem Profilbild

Hast du den bunten Punkt beim Starten deiner Notiz gesehen? Ganz oben ist der. Wenn du darauf gedrückt hast, erscheint diese Ansicht zur Auswahl der Farbe. Man kann swipen für weitere Farben wie Grün, Blau, etc. Vielleicht passt eine der Farben zu deiner Marke?

Wozu ist das gut?
Ehrlich gesagt: Nicht lebensverändernd. :) Aber es macht deine Notiz auffälliger – gerade wenn viele deiner Follower auch Notizen nutzen. Ein farbiger Hintergrund sticht mehr ins Auge als eine weiße Blase, weil sie alle haben.

Fertig! Violett gewöhlt und einen Song als Notiz gesetzt. So sieht es dann im Profil aus. Bei Songs läuft der Titel animiert durch die Blase, damit man lesen kann, was da gespielt wird.
Brauche ich Instagram-Notizen?

Kurze Antwort: Nein.

Lange Antwort: Nice-to-have, aber kein Must-have.

Hier ist die Sache: Notizen sind ein zusätzliches Feature, kein Kern-Element deiner Instagram-Strategie. Sie ersetzen weder Feed-Posts noch Stories oder Reels. Aber sie können in bestimmten Situationen clever sein.

Wann machen Notizen Sinn?

1. Du willst schnell und spontan etwas teilen
Keine Zeit für eine Story? Kein Foto, nur ein Gedanke? Notizen sind perfekt für kurze Updates wie:

  • „Neuer Blogpost ist online!"

  • „Gerade im Café – wer ist auch in der Gegend?"

2. Du willst deine Community aktivieren
Notizen können DM-Konversationen starten und genau das liebt der Instagram-Algorithmus. Je mehr DMs, desto mehr Engagement, desto besser für deine Reichweite.

Beispiele:

  • „Was trinkt ihr gerade? ☕"

  • „Erstes Wort, das dir einfällt: Montag."

3. Du willst nahbar und persönlich wirken
Notizen sind intim. Sie erscheinen nicht im Feed, sondern im Posteingang – dem Ort, wo normalerweise nur Freunde schreiben. Das schafft Nähe.

4. Du hast eine jüngere Zielgruppe
Laut Instagram werden Notizen vor allem von jüngeren Nutzer:innen (16–25 Jahre) genutzt. Wenn das deine Zielgruppe ist, kann es sich lohnen, sie auszuprobieren.

Wann machen Notizen KEINEN Sinn?

1. Du hast eine ältere oder sehr professionelle Zielgruppe
Wenn deine Community hauptsächlich auf LinkedIn oder professionellem Instagram unterwegs ist, sind Notizen vermutlich nicht das richtige Tool. Sie wirken eher locker und spontan – weniger Business.

2. Du hast wenig Zeit für Social Media
Wenn du schon kaum Zeit hast, regelmäßig zu posten, brauchst du keine zusätzlichen Features. Konzentriere dich lieber auf Feed-Posts, Reels oder Stories.

3. Du willst Reichweite aufbauen
Notizen bringen dir keine neue Reichweite. Sie werden nur deinen bestehenden Followern gezeigt – und auch nur denen, denen du folgst. Wenn dein Ziel Wachstum ist, investiere deine Zeit lieber in Reels.

nachgefragt

❓ Warum sehe ich keine Instagram-Notizen?
Prüfe, ob du die neueste App-Version hast. Geh zu den App-Einstellungen und schau unter „Benachrichtigungen" → „Nachrichten", ob Notizen aktiviert sind.

❓ Kann ich Notizen deaktivieren?
Ja. Geh in die Einstellungen → „Benachrichtigungen" → „Nachrichten" → deaktiviere „Notizen von anderen anzeigen".

❓ Bringen Notizen mehr Reichweite?
Nein. Notizen werden nur deinen bestehenden Followern gezeigt (und nur denen, denen du folgst). Wenn du Reichweite willst, investiere deine Zeit lieber in Reels.

Du hast eine Frage, auf die ich in einem der nächsten Newsletter eingehen soll? Dann schreib mir gern!

(Öffnet in neuem Fenster)
Jenny Holzer, Truisms, 2020, LED-Schild mit blauen, grünen & roten Dioden

Jenny Holzer (Öffnet in neuem Fenster) macht seit den 1970er Jahren genau das, was du mit Instagram-Notizen machen kannst – nur auf LED-Boards, Gebäudefassaden und T-Shirts. Sie schreibt kurze Texte (oft unter 60 Zeichen), zeigt sie öffentlich und lässt sie dann verschwinden.

Die Texte liefen auf LED-Laufbändern – wie Nachrichten, die vorbeiscrollen. Man konnte sie nicht speichern, nur lesen und weitergehen. Genau wie Instagram-Notizen: flüchtig, direkt, öffentlich.

Der Unterschied? Holzer hat den öffentlichen Raum genutzt. Du nutzt den DM-Raum. Aber das Prinzip ist dasselbe: Kurze Gedanken, die nicht für die Ewigkeit gemacht sind, sondern für den Moment.

Wer schreibt dir hier eigentlich?

Ich bin Kathleen. Kunsthistorikerin. Und ich weiß, dass nicht jedes Feature auf Social Media lebensverändernd ist.

(Öffnet in neuem Fenster)
Dr. Kathleen Löwe, fotografiert von Bonnie Bartusch

Ich begleite Menschen aus ganz unterschiedlichen Branchen dabei, sich auf Social Media zu zeigen – klar, klug und mit Charakter. Und manchmal bedeutet das: nicht jedes Feature zu nutzen, sondern nur die, die wirklich zu dir passen.

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Kategorie Instagram

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