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„Österreich für dich“ – die wichtigsten Nachrichten der Woche

Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“.
Schön, dass du wieder dabei bist.

In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:

🔸 Zwei Euro pro Paket: Online bestellen soll teurer werden
🔸Verkehrs-Unfälle: 403 Menschen starben im Jahr 2025

🔸Zu wenig Regen: Landwirtschaft kämpft mit Trockenheit

Damit die Informationen auch für dich nützlich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.

Pakete bestellen soll teurer werden

Eine neue Hose, ein Handy-Kabel, ein Spiel oder eine Creme: Viele Menschen bestellen solche Dinge im Internet.

Ab Herbst 2026 könnten viele dieser Bestellungen teurer werden. Die österreichische Regierung plant nämlich eine neue Paket-Abgabe.

Das bedeutet: Für viele Pakete sollen künftig zwei Euro extra dazukommen.

Das Bild zeigt eine Person in dunkler Kleidung, die drei übereinandergestapelte Pakete trägt. Auf dem untersten Paket klebt ein orangefarbener Aufkleber mit der Aufschrift „Fragile – handle with care".
Neue Abgabe geplant: Wer online bestellt, könnte künftig zwei Euro extra pro Paket zahlen. Foto: iStock/Jacob Wackerhausen

Wer muss zahlen? Zuerst müssen große Versand-Firmen die zwei Euro zahlen. Betroffen sind Firmen mit mehr als 100 Millionen Euro Versand-Umsatz pro Jahr. Dazu gehören zum Beispiel Amazon, Zalando, Otto, Temu oder Shein.

Aber wahrscheinlich bleibt es nicht bei den Firmen. Viele Firmen werden die zwei Euro wahrscheinlich an ihre Kund:innen weitergeben. Und dann zahlst du beim Bestellen am Ende mehr.

Auch kleine Händler:innen können betroffen sein. Wenn kleine Händler:innen ihre Waren über Amazon verkaufen, kann die Paket-Abgabe trotzdem fällig werden. Denn in diesem Fall gilt Amazon als große Versand-Plattform.

Keine Abgabe soll es geben, wenn ein kleines Unternehmen die Ware selbst verschickt und nicht über eine große Plattform verkauft.

Pakete aus China könnten noch teurer werden. Für Pakete aus Ländern außerhalb der EU plant die EU zusätzliche Kosten. Das betrifft zum Beispiel viele sehr billige Bestellungen aus China.

Wichtig ist dabei der Wert der Ware: Es geht um Waren, die weniger als 150 Euro wert sind. Für solche Bestellungen soll ab Juli 2026 ein Pauschal-Zoll von 3 Euro eingeführt werden. Ab November 2026 soll dann noch eine Extra-Gebühr dazukommen.

Pakete aus Ländern, die nicht zur EU gehören, könnten dadurch um bis zu 7 Euro teurer werden.

Was passiert bei einer Rück-Sendung? Wenn du ein Paket zurückschickst, müssen Händler die zwei Euro trotzdem an den Staat zahlen. Noch ist nicht geregelt, ob du diese zwei Euro zurückbekommst.

Die Paket-Abgabe gilt nicht:

  • wenn du Essen bestellst, zum Beispiel bei einem Restaurant

  • wenn du online bestellst und die Ware selbst im Geschäft abholst

  • wenn du etwas im Geschäft kaufst und es dir danach nach Hause liefern lässt

Warum macht die Regierung das? Ab Juli sollen bestimmte Lebens-Mittel billiger werden. Dazu gehören zum Beispiel Brot, Milch oder Fleisch. Die Regierung will dafür weniger Mehrwert-Steuer verlangen. Mehrwert-Steuer ist eine Steuer, die man beim Einkaufen mitbezahlt.

Dadurch nimmt der Staat weniger Geld ein. Die Paket-Abgabe soll einen Teil davon ersetzen.

Es gibt Kritik. Viele Händler:innen aus Österreich halten die Paket-Abgabe für unfair. Sie sagen: Am Ende zahlen damit vor allem die Kund:innen mehr.

Außerdem gibt es Zweifel bei Bestellungen aus China. Kritiker:innen sagen: Bei österreichischen Firmen kann der Staat leichter kontrollieren, ob sie zahlen. Bei großen Versand-Firmen aus China könnte es schwieriger werden, diese Abgabe einzuheben.

Noch ist das Gesetz nicht fix. Bis Ende Mai können Organisationen noch sagen, was sie von der Paket-Abgabe halten. Danach stimmt das Parlament darüber ab, ob die Paket-Abgabe wirklich kommen soll. Wenn das Parlament zustimmt, wird die Abgabe ab 1. Oktober 2026 eingeführt.

Mehr als 400 Verkehrs-Tote

Eine traurige Zahl wurde diese Woche veröffentlicht: 2025 sind in Österreich wieder mehr Menschen bei Verkehrs-Unfällen gestorben. 403 Menschen kamen letztes Jahr ums Leben. Das sind rund 15 Prozent mehr als im Jahr davor. Außerdem wurden mehr als 47.000 Menschen im Straßen-Verkehr verletzt.

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Das Bild zeigt eine Grafik mit dem Titel „Verkehrsunfälle mit Personenschaden" für Österreich im Jahr 2025. Sie zeigt, dass 403 Menschen getötet und 47.041 verletzt wurden. In einer Tabelle werden Verletzte und Tote nach Fahrzeug-Art aufgelistet: E-Scooter, Moped, E-Bike, Fahrrad, Fußgänger, Motorrad und Pkw. Die meisten Toten gab es bei Pkw-Unfällen (166), die meisten Verletzten ebenfalls (19.785). Quelle: Statistik Austria.

Viele Verletzte. 2025 wurden täglich durchschnittlich 129 Menschen im Straßen-Verkehr verletzt. 22 davon wurden schwer verletzt. Das ist der höchste Wert seit 13 Jahren.

Radfahren wird gefährlicher. Besonders auffällig: Die Zahl der getöteten Radfahrer:innen hat sich mehr als verdoppelt. 65 Menschen starben 2025 mit dem Fahrrad oder E-Bike. Im Jahr davor waren es 32.

E-Scooter sind ein großes Thema. Fast 2.600 verletzte Menschen waren 2025 mit einem E-Scooter unterwegs. Besonders oft betroffen sind Kinder zwischen 10 und 14 Jahren. In dieser Gruppe stieg die Zahl der Verletzten von 328 auf 606.

Ein großes Problem ist, dass Kinder auf dem E-Scooter keinen Helm tragen. Nur 18 Prozent der Kinder, die mit einem E-Scooter einen Unfall hatten, trugen einen Helm.

Seit 1. Mai 2026 gibt es deshalb neue Regeln: Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre müssen auf E-Scootern einen Helm tragen. Auf E-Bikes gilt die Helm-Pflicht bis 14 Jahre.

Der ÖAMTC fordert eine Helm-Pflicht für alle Menschen auf E-Bikes und E-Scootern.

Freiland-Straßen. 63 Prozent der Verkehrs-Toten starben 2025 auf Freiland-Straßen. Das sind Straßen außerhalb von Orten und Städten. Dort darf man meistens 100 km/h fahren.

Der Verkehrs-Club Österreich (VCÖ) fordert auf diesen Straßen schon seit Langem Tempo 80 statt Tempo 100 und mehr Kontrollen durch die Polizei. Auch die Rad-Wege sollen sicherer werden. In Städten spricht sich der VCÖ für mehr Tempo-30-Zonen aus.

Ziel bis 2030. Österreich hat sich das Ziel gesetzt, die Zahl der Verkehrs-Toten bis 2030 auf etwa 200 pro Jahr zu senken. Doch davon ist das Land derzeit noch weit entfernt.

Trockenheit setzt Bauern unter Druck

Über den Regen der letzten Tage haben sich vor allem die Bäuerinnen und Bauern gefreut. Denn für viele Betriebe ist die Trockenheit der letzten Wochen ein großes Problem. Vor allem Getreide, Mais und Zucker-Rüben konnten in den ausgetrockneten Böden nicht gut wachsen. Dort rechnen viele schon jetzt mit Ernte-Ausfällen.

Das Bild zeigt einen ausgetrockneten, rissigen Ackerboden, aus dem vereinzelte grüne Gras- und Getreide-Halme wachsen.
Viele Pflanzen konnten in den trockenen Böden kaum anwachsen. Foto: iStock/Irina Ivanova

Rekord. Wie groß das Problem ist, zeigt ein Vergleich mit den letzten Jahren. Vor allem im März und April fiel fast zwei Drittel weniger Regen als üblich. Besonders betroffen sind die Steiermark, das Burgenland, Wien und weite Teile Niederösterreichs.

Bestimmte Pflanzen konnten in den ausgetrockneten Böden nicht gut wachsen. Die Trockenheit setzte aber auch den Wiesen zu. Dort wuchs in den letzten Wochen weniger Gras. Dadurch gibt es weniger frisches Futter für die Kühe. Betriebe mit Milch-Kühen und Rindern müssen deshalb früher ihre Futter-Vorräte verwenden oder zusätzlich Futter kaufen.

Grundwasser. Der fehlende Regen hat auch den Grundwasser-Spiegel stark sinken lassen. In manchen Gegenden ist er so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. In einigen Gemeinden wird inzwischen darüber diskutiert, ob in Zeiten der Dürre private Swimmingpools befüllt werden dürfen.

Die Dürre der letzten Wochen hat auch die Waldbrand-Gefahr erhöht. Vor allem in der Steiermark und in Kärnten kam es zu größeren Bränden.

Entlastung. Was hat der Regen der letzten Tage gebracht? Für Pflanzen und Felder war er eine echte Erleichterung. Die oberen Boden-Schichten haben wieder Feuchtigkeit bekommen. Für Flüsse, Seen und das Grund-Wasser reicht der Regen der letzten Tage aber noch nicht.

Ausblick. Um die Trockenheit wirklich zu überwinden, müsste es in den nächsten Wochen und Monaten mehr regnen als normal, betonen Expert:innen. Bleibt es weiter kühl und regnerisch, kann sich die Lage langsam verbessern. Wenn die Hitze aber bald zurückkehrt, ist der Effekt des Regens schnell wieder vorbei.

Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Ich hoffe, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.

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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag, dem
21. Mai 2026. Bis dahin wünsche ich dir alles Gute.

Liebe Grüße

Petra