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newsletter #23 – Ostern, Stillstand und Inspiration

Hallo liebe Menschis,

während ich beim Schreiben des letzten Newsletters den Eindruck hatte, es geht so richtig voran, fühlt es sich jetzt – zwei Wochen später – genau gegenteilig an. Für jeden Satz, den ich schreibe, brauche ich doppelt so viel Zeit, als ich es gewohnt bin. An dem angekündigten Porträt über Elena Kiesling saß ich mehrere Tage und fand einfach nicht den Erzählstrang, der sich gut anfühlte. Deshalb habe ich es jetzt über die Ostertage zur Seite gelegt und beschäftige mich später wieder damit. Beim Buch geht es etwas schleppend voran und auch meine Instagram-Stories, die ich sonst mit Begeisterung aufnehme, fühle ich gerade nicht und bin deshalb etwas leiser. Zusammengefasst lässt sich sagen: Kreativer Output hängt. Input funktioniert dafür aber ganz gut: Ich habe ein paar lustige, schöne und interessante Dinge gesehen, erlebt und gelesen. Die teile ich mit euch in diesem Newsletter.

Viel Spaß beim Lesen und frohe Ostern!

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Selbstbestimmte Sportkleidung

Eine Volleyballerin aus meiner Community hat mir neulich bei Instagram den Link zu diesem Foto geschickt: Die Beachvolleyballer Robin Sowa und Moritz Hauschild tragen kurze Tops und Bikinihöschen. Zuerst dachte ich: Ja, das sieht lustig aus und ist eine coole Idee als Aufmacher, aber mich nervt es, wenn Magazine oder Zeitungen, die sonst nie über Beachvolleyball berichten, ihre Texte ausschließlich am Kleidungsthema aufziehen. Dann aber habe ich mir das Magazin gekauft und fand den Text sehr gut. Die Autorin hebt das Thema Sportkleidung auf eine übergeordnete Ebene. Sie gibt interessante Einblicke in die Historie – von Tennis, Leichtathletik und Schwimmen über Radfahren bis hin zu den aktuellen Leggings mit Scrunch-Effekt am Po. Auch die anderen Texte im Heft gefallen mir gut. Wenn ihr mögt, findet ihr das Science Notes Magazin hier (Öffnet in neuem Fenster). Beim Klick auf das Bild könnt ihr außerdem direkt zum Online-Artikel mit den Beachvolleyball-Bildern springen.

Artikel aus dem Sciene Notes Magazin. Ausgabe Frühjahr 2026. (Öffnet in neuem Fenster)

Familiengeheimnisse aufspüren

Kürzlich habe ich ein Abo für die ZEIT abgeschlossen, weil ich gern die Reihe „Kontoauszug (Öffnet in neuem Fenster)“ lesen wollte. Hier erzählen unterschiedliche Menschen von ihren Berufen, legen ihr Einkommen offen, sprechen über Erfahrungen mit Geld und legen ihre regelmäßigen Ausgaben dar. Das fand ich interessant. Noch spannender fand ich dann aber die Datenbank auf die ich gestoßen bin, als ich auf der Startseite herumscrollte: Die Redaktion hat die Mitgliederkartei der NSDAP aufbereitet, nun können wir dort nach Familienangehörigen suchen. Man findet Namen, Geburtsdatum und das jeweilige Eintrittsdatum der Person. Außerdem gibt es noch einige Anleitungen wie ihr im Bundesarchiv Anfragen stellen könnt.

https://www.zeit.de/wissen/2026-04/nsdap-mitgliederkartei-karteikarten-familienmitglieder-suche (Öffnet in neuem Fenster)

Exklusiv für Abonent:innen: Die März-Reflexion

An dieser Stelle möchte ich mich mal wieder ganz herzlich für euch Menschis bedanken, die mich schon seit Monaten mit ihrem Abo unterstützen. Es ist immer wieder ein großer Spaß, an euch zu denken, wenn ich bestimmte Texte schreibe und eure Nachrichten und Kommentare zu lesen. In diesem Text geht es um einen Monat voller Gegensätze: Zwischen Erfolg und Zweifel, Energie und Erschöpfung, Nähe und Rückzug – und um die Erkenntnis, dass manchmal genau dann etwas in Bewegung kommt, wenn man selbst ganz still wird.

https://steady.page/de/ninjaswelt/posts/6661177c-9779-42b5-bcf1-87da8151d77c (Öffnet in neuem Fenster)

Zum Abschluss: Eine kongnitiv gedeckelte Alltagsanekdote

Kürzlich habe ich mich als Office Managerin in Teilzeit bei einer Naturkosmetikfirma beworben. Ich hatte schon einmal so einen Job und mochte es, eine feste Einnahmequelle neben der Selbstständigkeit zu haben – auch wenn mein damaliger Chef die Tätigkeit als leicht unter meinem Niveau eingeordnet hatte. Er meinte, es sei schön, in diesem Bereich mal mit einer Person zusammenzuarbeiten, die kognitiv nicht gedeckelt sei. Fand ich ein nettes Kompliment. Mit diesem Gedanken im Kopf habe ich mich beworben. Am nächsten Tag kam ich die Absage.


Schnitt.

David und ich stehen an der Pfandabgabe im Supermarkt. Während er die leeren Flaschen in den Container legt, erzähle ich von meinem Tag. Stolz berichte ich, dass ich endlich daran gedacht habe, zwischen meinen Schreibtisch-Tasks Kniebeugen zu machen – oder sagen wir: Squats, damit es sportlicher klingt. Um meine Erzählung zu unterstreichen, mache ich gleich ein paar vor. Beim dritten Mal gehe ich etwas zu motiviert in die Knie und knalle mit meinem Kinn gegen die Plastikfläche am Einkaufswagengriff. Autsch. Also, ich frage mich, warum die mich mit meinen Fähigkeiten nicht in ihrem Unternehmen haben wollten.

Den nächsten Newsletter schicke ich am 20. April.

Wir können uns für weiteren Austausch auch gern auf meinem LinkedIn-Profil  (Öffnet in neuem Fenster)oder via Instagram (Öffnet in neuem Fenster) vernetzen.

Alles Liebe, 

Eure Ninja

 

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