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newsletter #24

In diesem Newsletter geht es um eine außergewöhnliche Trainerin, einen ehrlichen Olympia-Podcast, Mentaltricks für enge Spiele & meine Montags-Fails.

Hallo liebe Leute,

am vergangenen Samstag haben wir hier in Berlin das erste Outdoor-Turnier gespielt. Bei strahlendem Sonnenschein! Und eigentlich wollte ich jetzt schreiben: „Der Sommer ist da!“ Aber da war ich wohl etwas voreilig. Hätte man sich auch denken können. Schließlich ist ja noch April. Während meine Kleidung in der Badewanne trocknet, weil wir unbedingt spazieren gehen mussten, obwohl ein Regenschauer absehbar war, lasse ich die vergangenen zwei Wochen Revue passieren und möchte sagen: „Ich bin ein bisschen stolz auf mich.“

Ein Grund dafür ist, dass ich endlich das Porträt über Beachvolleyball-Trainerin, Geschäftsführerin und Autorin Elena Kiesling fertiggestellt habe. Ich bin ein großer Fan davon, abseits festgefahrener Normen und Kategorien zu denken. Deshalb habe ich das Gespräch mit ihr als sehr inspirierend empfunden – und hatte einen hohen Anspruch an mich selbst, ihren Denk- und Sichtweisen im Text gerecht zu werden.

Außerdem habe ich ein paar kleine News bezüglich einer Nebentätigkeit, eine Podcast-Empfehlung zum Thema Offenheit, Selbstreflexion und Verletzlichkeit im Team, einen kleinen Tipp für die Crunch Time im Beachvolleyball und eine Ansammlung meiner Fails vom vergangenen Montag.

Viel Spaß beim Lesen!


Porträt Dr. Elena Kiesling

„Das Coolste, was passieren kann, ist, wenn ich jemanden empowere, etwas Neues zu lernen“, sagt Elena Kiesling. Für sie beginnt Entwicklung nicht bei der Technik, sondern beim Menschen. Sie denkt Coaching anders und setzt auf Zuhören statt Kommandieren, auf Wahrnehmen statt Annehmen. „Wenn man das ganze Drumherum wegnimmt, lässt sich Coaching auf zwei Menschen herunterbrechen, die offen miteinander sprechen und einander zuhören“, sagt sie. Ob im Leistungs- oder Breitensport: Elena glaubt daran, dass nachhaltige Entwicklung dann entsteht, wenn wir mit dem Körper arbeiten, nicht gegen ihn – und wenn Spieler:innen sich selbst besser verstehen dürfen, statt in vorgegebene Muster gepresst zu werden. Warum Elena als „Bank im deutschen Beachvolleyball bezeichnet wurde“, wie sie an ihren ersten Job als Trainerin gekommen ist und was sie sich von NBA-Trainerlegende Phil Jackson abgeschaut hat  – das erfahrt ihr im Porträt.

https://steady.page/de/ninjaswelt/posts/cab47d99-6a6b-4692-bc4e-02ac0e3dd45a (Öffnet in neuem Fenster)

What´s new?

Wir haben hier in Berlin und Brandenburg eine Beachvolleyball-Tour. Jahr für Jahr werden es mehr Turniere, auch weil da vier Menschen ziemlich viel Energie reinstecken: Lucas Thiel, Martin Henske, René Pfeil und Gerold Rebsch. Unterstützt werden sie von der Wohnbautengesellschaft Stadt & Land (Öffnet in neuem Fenster). Für diese Saison fragten sie nach Hilfe für den Instagram-Account der Tour. Es geht darum, regelmäßig auf die Turniere in allen Kategorien aufmerksam zu machen, Fotos und kleine Recaps von den Wochenenden zu teilen und den Account ein bisschen modern und vom Design her einheitlich zu gestalten. Weil ich immer gern die Turniere spiele, Instagram mag und es schön finde, Dinge aus der und für die Beach-Community zu teilen, bin ich ab Ende April/Anfang Mai mit on Board. Das ist keine Stelle, sondern eher eine 2-8 Stunden Tätigkeit pro Woche, für die es eine kleine Aufwandsentschädigung gibt. Ich freu mich drauf. Schaut gern mal bei @beachtourberlinbrandenburg (Öffnet in neuem Fenster) vorbei.

Podcast-Tipp

https://www.youtube.com/watch?v=vN4Z9Uhx26Q (Öffnet in neuem Fenster)

Die kanadischen Beachvolleyballspielerinnen Brandie Wilkerson und Melissa Humana-Paredes haben in dem Podcast „Finding Mastery“ mit dem Performance Psychologen Michael Gervais und ihrem Trainer über die gemeinsame Arbeit vor und während der Olympischen Spiele in Paris gesprochen. Alle vier geben sehr tiefe Einblicke in ihre Emotionen und in kritische Situationen, die sie miteinander und mit sich selbst erlebt haben.

Besonders spannend ist eine Situation, in der Brandie offenbart, dass sie immer noch zwei ihrer Aktionen aus dem Finale verfolgen, die für sie ausschlaggebend dafür waren, dass das Team den ersten Satz verloren hat. Melissa wird in der Reaktion sehr emotional, weil sie sich bislang für die Niederlage verantwortlich gefühlt hatte. Außerdem thematisieren die vier den Moment, als Brandie und die brasilianische Nationalspielerin Ana Patricia aneinandergerieten und erklären, warum es für ihr Team eher kontraproduktiv gewesen sei, dass der Stadion-DJ „Imagine“ von den Beatles gespielt hatte, um die Gemüter zu beruhigen. Ich teile hier den Link zum Video, weil ich es interessant fand, die Gesichter beim Reden zu sehen. Es gibt die Episode aber auch als reinen Podcast.

Book-News

Aktuell schreibe ich an einem Kapitel über die Fähigkeit, bis zum letzten Punkt zu spielen. Eine Hilfestellung daraus möchte ich gern für alle Newsletter-Abonent:innen vorab teilen. Es gibt doch diese Momente, in denen man selbst oder der:die Partner:in am Ende eines Spiel so einen richtig dummen Fehler macht. Einen Fehler, der absolut vermeidbar gewesen wäre, der aber nicht spielentscheidend ist.

Sagen wir, es stand 20:18 und nun steht es 20:19. Wir könnten immer noch 21:19 gewinnen. Wir denken aber nicht nach vorn , weil wir dem Fehler so viel Gewicht geben und die Situation nicht schnell genug loslassen können. Dafür möchte ich folgenden Song empfehlen: „In The End” (Öffnet in neuem Fenster), von Linkin Park. Wenn so etwas passiert, drückt innerlich die Play-Taste im Kopf und lasst folgenden Text ablaufen: “In the End, it doesen´t even matter!” Wenn man das Spiel nämlich gewinnt, ist dieser eine Fehler am Ende total egal. Er verfolgt einen nur, wenn man sich davon rausbringen lässt und dann verliert. Dazu singe ich dann innerlich noch die Zeile: „I put my trust in you!” Ich vertraue meiner Partnerin, ich vertraue mir selbst. Und weiter geht´s.

Ich weiß, der Songtext geht ein ganz bisschen anders an der Stelle, aber für einen guten Zweck kann man das mal uminterpretieren, finde ich. Beim Turnier am Wochenende hatten wir genau so eine Situation. Da habe ich vergessen, den Song im Kopf einzuspielen und den Moment nicht losgelassen. Erst danach ist mir wieder eingefallen, wie ich solche Momente im letzten Sommer gelöst habe. Deshalb habe ich es jetzt für mich und euch in das Kapitel geschrieben. Happy Saisonstart im Sand! :)

Der Fail-Montag.

Wir verbringen ja hier jeden zweiten Montag zusammen. Was ich so an einem Montag fabriziere, an dem ich nicht den Newsletter online stelle, könnt ihr in diesem Text lesen. Ich überlege ernsthaft, lieber in einen wöchentlichen Rhythmus zu wechseln.
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https://steady.page/de/ninjaswelt/posts/595fc453-0a2c-4265-9041-74790a5d29ef (Öffnet in neuem Fenster)

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Den nächsten Newsletter schicke ich am 04. Mai.

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Alles Liebe, 
Eure Ninja

 

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