Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“.
Schön, dass du wieder dabei bist.
In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:
🔸 Die Inflation ist stärker gesunken als erwartet
🔸 Die Zahl der Arbeitslosen ist wieder gestiegen
🔸 Die Mehrheit ist für ein Verbot von sozialen Medien
🔸 Die Wiener Staatsoper wird wieder zum Ballsaal
Damit die Informationen auch nützlich für dich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.
Die Inflation ist stark gesunken
Endlich gibt es gute Nachrichten zum Thema Inflation: Die Preise in Österreich sind im Jänner 2026 deutlich weniger stark gestiegen als in den Monaten davor.
Die Inflation lag im Jänner bei nur noch 2,0 Prozent. Im Dezember hatte sie noch 3,8 Prozent betragen. Dieser starke Rückgang hat viele Expert:innen überrascht.
Was ist Inflation?
Inflation bedeutet, dass die durchschnittlichen Preise für viele Waren und Dienstleistungen über eine bestimmte Zeit steigen. Dienstleistungen sind zum Beispiel: ein Friseurbesuch, die Autowerkstatt, ein Restaurantbesuch oder eine Kinokarte.
Wenn die Inflation zum Beispiel 2 Prozent beträgt, dann kostet ein Produkt, das vor einem Jahr 100 Euro gekostet hat, heute 102 Euro.
Wenn die Inflation niedriger ist, heißt das nicht, dass die Preise sinken. Es bedeutet, dass die Preise langsamer steigen als vorher. Die Preise bleiben also hoch oder steigen weiter – nur nicht mehr so schnell wie zuvor.
Warum ist die Inflation gesunken? Ein wichtiger Grund ist, dass Energie deutlich billiger geworden ist. Strom, Gas, Heizöl und Treibstoffe kosten weniger. Die Regierung hat außerdem die Energie-Abgabe gesenkt. Das ist eine Steuer, die auf Strom und Gas bezahlt werden muss. Außerdem haben einige Strom-Versorger wie Verbund und EVN die Preise freiwillig gesenkt.
Aber auch andere Dinge spielen eine Rolle: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in den letzten Monaten viel getan, um die Inflation zu stoppen. Außerdem sind die Preise im letzten Jahr sehr stark gestiegen. Deshalb wirken die neuen Preis-Erhöhungen jetzt kleiner, wenn man sie mit dem Vorjahr vergleicht.

Reaktionen. Die Regierung zeigt sich natürlich zufrieden mit der niedrigen Inflation. Sie hofft, dass die Preise jetzt nicht mehr so stark steigen.
Die Opposition sieht das anders. Sowohl die FPÖ als auch die Grünen kritisieren die Regierung. Sie sagen, die Regierung habe nichts dafür getan. Die Preise seien noch immer zu hoch.
Expert:innen warnen aber auch vor Risiken. Politische Konflikte oder Kriege könnten die Preise von Öl und Gas wieder steigen lassen. Dann würde auch die Inflation wieder steigen.
Inflation im Euro-Raum. Auch in den anderen Ländern, die den Euro als Währung haben, ist die Inflation gesunken. Im Jänner lag sie bei 1,7 Prozent. Im Dezember hatte sie noch 2,0 Prozent betragen.
Wieder mehr Menschen ohne Arbeit
Weniger gute Nachrichten gibt es vom Arbeitsmarkt:
Die Zahl der Arbeitslosen in Österreich ist im Jänner gestiegen.
Ende Jänner waren 456.192 Menschen ohne Arbeit oder besuchten eine Schulung des Arbeitsmarktservice (AMS).
Das sind 2,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote liegt bei 8,8 Prozent. Die meisten Arbeitslosen gibt es in Wien. Am stärksten gestiegen ist die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich.

Die Wirtschaft in Österreich wächst momentan sehr langsam.
Viele Unternehmen stellen keine neuen Mitarbeiter:innen ein.
Die Zahl der offenen Stellen ist um 10,5 Prozent gesunken.
Besonders betroffen. Am stärksten ist die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit einer Uni-Ausbildung und bei Menschen mit Behinderung gestiegen. Auch ältere Menschen über 60 Jahre sind stark betroffen. In dieser Alters-Klasse ist die Arbeitslosigkeit um 12,1 Prozent gestiegen.
Mehr Frauen als Männer. Auch bei Frauen ist die Arbeitslosigkeit stärker gestiegen als bei Männern. Bei den Frauen gab es einen Anstieg um 5 Prozent. Bei den Männern waren es 0,6 Prozent.
Weniger Lehrstellen. Auch die Zahl der freien Lehrstellen ist stark gesunken. Derzeit suchen 9.493 junge Menschen eine Lehrstelle, es gibt aber nur 5.963 freie Lehrstellen.
Positive Entwicklung. Es gibt aber auch eine positive Entwicklung: Bei Menschen mit Asylrecht ist die Arbeitslosigkeit gesunken. Die Zahl ist um 9,8 Prozent zurückgegangen.
Mehrheit für Verbot von Sozialen Medien
In Australien gilt seit Mitte Dezember 2025 ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren. Jetzt hat die Regierung verkündet, dass auch in Österreich so ein Verbot kommen soll. Es soll im Herbst 2026 eingeführt werden. Bis dahin sollen die Details und das genaue Alter festgelegt werden.

Umfrage. Das ZIB-Magazin Media (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) hat eine Umfrage gemacht. Das Ergebnis: 84 Prozent der Befragten sagen: „Ja, das ist gut und wichtig.“ Nur 11 Prozent finden ein Verbot „übertrieben“.
„Das Social-Media-Verbot ist bei den Österreicher:innen extrem beliebt. Über 80 Prozent sind eindeutig dafür“, sagt Marie Sophie Bachmayr. Sie ist Meinungs-Forscherin.
Junge und alte Menschen dafür. Vor allem ältere Menschen unterstützen das Verbot. Bei den Pensionist:innen sind über 90 Prozent dafür. Aber auch viele junge Menschen finden die Idee gut: Zwei Drittel der unter 30-Jährigen sprechen sich für ein solches Verbot aus.
Meinung der Expert:innen. „Ein Social-Media-Verbot kann mithelfen, aber es wird allein nicht alle Probleme lösen“,
sagt Thomas Prager vom Digitalen Kompass. Wichtig sei, dass junge Menschen lernen, wie sie Social Media richtig und sicher nutzen können.
In der Oper wird wieder getanzt
In Österreich sind Bälle besonders beliebt. Von 11. November (Faschings-Beginn) bis zum Faschingsdienstag finden mehr als 450 Bälle statt. Der berühmteste davon ist der Opernball (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)in der Wiener Staatsoper. Er findet dieses Jahr am 12. Februar 2026 statt.
Mehr als 5.000 Menschen werden auch heuer wieder erwartet, darunter viele berühmte Leute aus Österreich und dem Ausland, Politiker:innen und viele Künstler:innen.

Für diesen besonderen Abend wird die Wiener Staatsoper in nur 30 Stunden zu einem riesigen Ballsaal umgebaut und mit Tausenden Blumen geschmückt. Um 22 Uhr eröffnen 180 junge Paare den Ball mit einer Polonaise.
Eine lange Tradition. Den ersten Opernball gab es 1935. Danach wurde es lange Zeit still in der Staatsoper. Während des Zweiten Weltkriegs fiel der Ball aus. Die Staatsoper wurde durch Bomben zerstört. Erst nach dem Wiederaufbau konnte 1956 wieder getanzt werden. Seitdem gibt es den Opernball fast jedes Jahr. Der Opernball wurde nur drei Mal abgesagt: 1991 während des Golfkriegs und 2021 sowie 2022 in der Corona-Pandemie.
Der Opernball ist ein besonderes Ereignis. Viele Menschen im In- und Ausland verfolgen ihn im Fernsehen. Der Opernball wird unter anderem vom ORF übertragen.
Zauberflöte für Kinder. Am Tag nach dem Opernball passiert etwas Besonderes. Dann gehört die Oper Schulkindern aus ganz Österreich. Sie erleben dort die „Zauberflöte für Kinder“, eine gekürzte Version der berühmten Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Umgeben von Tausenden Blumen sitzen die Kinder auf dem Parkett, wo am Abend zuvor noch getanzt wurde.
Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.
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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag,
12. Februar 2026.
Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.
Liebe Grüße
Petra und Michi
Team „Österreich für dich“