Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“.
Nach einer kurzen Pause sind wir wieder da, um dich darüber zu informieren, was in Österreich los ist. Schön, dass du wieder dabei bist.
In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:
🔸 Neue Regeln und Gesetze: Was sich 2026 ändert
🔸 Weniger Babys: Die Zahl der Geburten sinkt weiter
🔸 Vorsicht auf dem Eis: Wo Eislaufen geht, und wo nicht
Damit die Informationen auch nützlich für dich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.
Was sich 2026 in Österreich ändert
Mit dem neuen Jahr kommen auch einige Änderungen. Hier findest du einen Überblick, in welchen Bereichen neue Regeln gelten. Was billiger wird und was teurer wird:

Seit 1. Jänner 2026 gilt:
Arbeitslosengeld: Kein Nebenjob mehr
Wer Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe vom AMS bekommt, darf ab jetzt keinen geringfügigen Nebenjob mehr haben. Bis jetzt durften Arbeitslose bis zu 551,10 Euro im Monat dazuverdienen. Das ist ab 2026 nicht mehr erlaubt.
Nur für bestimmte Gruppen gibt es Ausnahmen, zum Beispiel für manche Menschen mit Behinderung oder wenn der Nebenjob schon lange vor der Arbeitslosigkeit begonnen hat.
Tipp: Wenn du beim AMS gemeldet bist und einen Nebenjob hast, solltest du so früh wie möglich mit deiner Beraterin oder deinem Berater beim AMS sprechen.
Trinkgeld in der Gastronomie
Wer in einem Lokal arbeitet und Trinkgeld bekommt, für den ändert sich etwas. Auf das Trinkgeld muss man keine Steuern bezahlen. Das bleibt so.
Aber: Das Trinkgeld zählt jetzt stärker bei den Beiträgen für die Krankenversicherung und die Pension mit. Das bedeutet: Man zahlt höhere Beiträge. Dafür bekommt man später auch eine höhere Pension.
Tipp. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du bei der Arbeiterkammer (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)nachfragen.
Strom und Gas
Strom wird für die meisten Haushalte billiger. Gas wird teurer, weil die Gebühren für das Gas-Netz stark steigen. Das Gas-Netz sind Leitungen, die Gas in Wohnungen bringen.
Medikamente
Wer Medikamente aus der Apotheke braucht, zahlt dafür eine sogenannte Rezept-Gebühr. Wer das ganze Jahr über viele Medikamente braucht, wird ab heuer schneller von dieser Gebühr befreit, sobald man eine bestimmte Grenze erreicht.
Berufe im Bereich der Pflege
Die Arbeit in einem Pflegeberuf gilt jetzt als Schwerarbeit. Das kann helfen, früher in Pension zu gehen. Man muss aber bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Ab Februar 2026
Rauchen wird teurer
Die Steuer auf Tabak steigt. Zigaretten und andere Tabakprodukte kosten mehr. Später im Jahr werden auch E-Zigaretten und Nikotinbeutel teurer.
Ab April 2026
Billiger Strom für Menschen mit weniger Geld
Menschen, die wenig Geld haben, müssen ab April weniger für den Strom zahlen. Wer zum Beispiel eine Mindestpension oder Mindestsicherung bekommt, kann diesen günstigeren Strompreis bekommen. Auch manche Arbeitslose haben Anspruch darauf.
Außerdem gibt es einen Rabatt für Menschen, die im Sommer mittags mehr Strom verbrauchen. Wer also die Waschmaschine oder den Geschirrspüler eher mittags laufen lässt, kann so Geld sparen.
Ab September 2026
Neue Regeln in der Schule
Im Herbst kommen drei wichtige Änderungen in den Schulen:
Erstens: Schülerinnen unter 14 Jahren dürfen in der Schule kein Kopftuch mehr tragen. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Strafe rechnen.
Zweitens: Kinder, die Deutsch-Förderung bekommen, müssen in bestimmten Fällen verpflichtend in die Sommerschule, die in den letzten beiden Ferien-Wochen stattfindet. Eltern, die ihr Kind nicht in die Sommerschule schicken, müssen mit Strafen rechnen.
Drittens: Wenn jemand die Schule abbricht, muss es ein Gespräch geben. Ziel ist, eine neue Lösung zu finden, zum Beispiel eine Lehre, einen Kurs oder eine andere Schule.
Verkehr
Die Vignette (das Autobahn-Pickerl) wird teurer. Auch einige öffentliche Verkehrsmittel werden teurer. Und für manche Autos muss man bei einer neuen Zulassung mehr bezahlen.
Mehr Geld gibt es für Pendler:innen. Menschen, die einen weiten Weg zur Arbeit haben, bekommen mehr Geld über die Steuer zurück.
Hygiene-Artikel und Verhütungs-Mittel
Und zum Schluss noch eine gute Nachricht: Binden, Tampons und Verhütungs-Mittel werden billiger. Auf diese Produkte gibt es ab jetzt keine Umsatzsteuer mehr.
Zahl der Geburten nimmt weiter ab
In Österreich werden immer weniger Babys geboren. Das zeigt eine neue Studie des Familienministeriums.
2024 kamen in Österreich 77.238 Babys zur Welt. Das sind weniger als im Jahr davor. Vor drei Jahren waren es noch über 86.000 Geburten.

Am meisten Babys wurden 1963 geboren. Damals kamen über 134.000 Kinder zur Welt. Seitdem werden es immer weniger. Auch die Zahl der Kinder pro Frau ist gesunken: Vor 70 Jahren bekam eine Frau im Durchschnitt 2,3 Kinder. Heute sind es nur noch 1,3 Kinder.
Ältere Mütter. Es gibt mehrere Gründe für diese Entwicklung. Ein wichtiger Grund ist das Alter der Mütter. Frauen in Österreich bekommen ihr erstes Kind heute viel später als früher.
Im Durchschnitt sind Mütter heute bei der Geburt ihres ersten Kindes 30,4 Jahre alt. Vor 50 Jahren waren die Mütter im Durchschnitt nur 22,8 Jahre alt.
Viele junge Menschen sagen außerdem, dass es schwierig ist, Familie und Beruf zu vereinbaren. Auch die hohen Kosten für Wohnen und Leben spielen dabei eine Rolle.
Herkunft. Bei der Herkunft der Eltern gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern. In Wien ist die Mehrheit der Eltern nicht in Österreich geboren. 58 Prozent der Mütter und 61 Prozent der Väter kamen in einem anderen Land zur Welt.
Im Burgenland und in Kärnten sieht es ganz anders aus. Dort sind etwa drei Viertel der Eltern in Österreich geboren.
Alleinerzieher:innen. Auch die Familien-Formen haben sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Rund 190.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wachsen bei nur einem Elternteil auf. In den meisten Fällen leben die Kinder bei der Mutter.
Mehr Betreuungs-Plätze für Kinder. „Wir arbeiten am Ausbau der Kinderbetreuung“, sagt Claudia Plakolm von der ÖVP. Sie ist als Ministerin für Familien zuständig. Das soll es einfacher machen, Familie und Beruf zu vereinbaren. Die Entscheidung für Kinder treffe aber jedes Paar selbst, sagt die Ministerin.
Vorsicht beim Eislaufen
Von seiner frostigen Seite zeigt sich derzeit der Winter. In einem Ort in Oberösterreich wurden in der Nacht auf Donnerstag minus 27,9 Grad Celsius gemessen.
Die einen sind darüber wenig erfreut und bleiben lieber zu Hause. Andere wiederum haben längst ihre Schlittschuhe ausgepackt und ziehen ihre ersten Kurven. Denn durch die niedrigen Temperaturen sind inzwischen viele Seen und Naturteiche zugefroren.

Wo man eislaufen kann
In Kärnten sind bereits mehrere Seen zum Eislaufen freigegeben, zum Beispiel der Weißensee, der Goggausee und der Pressegger See. Auch auf dem Neusiedler See im Burgenland kann man bereits eislaufen.
Aber Vorsicht: Nicht überall ist es sicher
Auch wenn es jetzt ein paar Tage hintereinander besonders kalt war, ist das Eis noch nicht überall dick genug. In Linz und Wien sollte man die Eisflächen nicht betreten.
Die Stadt Wien warnt besonders vor der Neuen und Alten Donau. Dort fließt warmes Grundwasser durch. Das Eis kann dort auch bei Kälte zu dünn sein.
Wann ist Eis sicher?
Beachte immer die Warnhinweise. Prüfe vor dem Betreten, ob das Eis fest genug ist.
So erkennst du, ob das Eis zu dünn ist:
Das Eis bewegt sich, wenn du darauf stehst
Du siehst Sprünge oder Risse im Eis
Du hörst knackende Geräusche
Es gibt Luftblasen unter dem Eis
Das Eis ist an manchen Stellen dunkel
Besonders gefährlich ist das Eis:
In der Nähe von Schilf
Bei Bootsstegen
Dort, wo Wasser in den See fließt oder abfließt
Was tun, wenn jemand einbricht?
Sofort Hilfe rufen:
Feuerwehr: 122
Rettung: 144
Merke dir genau die Stelle, an der die Person eingebrochen ist.
Wenn du selbst helfen willst:
Geh nicht alleine auf das Eis
Leg dich flach auf den Bauch
Schiebe ein Brett oder eine Leiter zur Person
Wenn du selbst einbrichst:
Bleib ruhig
Breite die Arme aus
Versuch, in die Richtung zurückzuklettern, aus der du gekommen bist. Dort war das Eis stabil genug.
Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.
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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag,
15. Jänner 2026.
Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.
Liebe Grüße
Petra und Michi
Team „Österreich für dich“