
Heute schreiben dir: Jana Rogmann, Linda Tonn und Sara Schurmann

Liebes Netzwerk,
wir setzen uns als Netzwerk Klimajournalismus für eine bessere Klimaberichterstattung ein und feiern – etwa mit dem 3. Deutschen Preis für Klimajournalismus im September – die exzellenten Arbeiten, die es gibt. Aber auch das Netzwerk und der Klimajournalismus an sich müssen sich immer wieder hinterfragen und besser werden. Und bewusst machen, welche Perspektiven in der Berichterstattung fehlen oder weniger Aufmerksamkeit bekommen. Wir haben zuletzt auch Hinweise aus unseren eigenen Reihen erhalten. Vielen Dank dafür!
Für diese Ausgabe unseres Newsletters haben wir die Kolleg*innen von den Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM), der inklusiven Redaktion andererseits und unserer netzwerk-internen AG Nachwuchs gefragt, wie sie die Darstellung der Perspektiven von Migrant*innen, Menschen mit Behinderung und jungen Menschen in der Berichterstattung erleben – und was Klimajournalist*innen besser machen können. Und sollten.

Natalie Sablowski ist Journalistin, Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung und ehrenamtliche Co-Vorstandsvorsitzende der Neuen deutschen Medienmacher*innen.
Wie nimmst du die Darstellung der Perspektive von Migrant*innen in der Klimaberichterstattung wahr?
Die Perspektiven von Migrant*innen kommen in der Klimaberichterstattung kaum vor und wenn, dann meist als Betroffene, nicht als Expert*innen oder Handelnde. Gleichzeitig kommen viele Migrant*innen aus Ländern des Globalen Südens, die vom Klimawandel am stärksten betroffen sind und wertvolles Erfahrungswissen mitbringen.
Welche Folgen hat es, wenn diese Perspektiven fehlen?
Das Bild des Klimawandels bleibt eurozentrisch und unvollständig. Das führt dazu, dass wichtige lokale und globale Zusammenhänge nicht sichtbar werden.
Was würdest du Klimajournalist*innen konkret empfehlen?
Aktiv auf migrantische Communitys zugehen nicht nur als Betroffene, sondern als Expert*innen befragen. Netzwerke diversifizieren, Kontakte zu migrantischen Organisationen aufbauen. Intersektionalität mitdenken, Klimagerechtigkeit und Migration sind eng verknüpft.
Gibt es Veröffentlichungen, in denen das gut gelungen ist?
Beispiele wie Berichte von Equal Times, Climate Home News oder Beiträge des Globalen Südens auf Al Jazeera zeigen, wie Klimaberichterstattung mit globalen Perspektiven aussehen kann. Auch das Projekt “Hostwriter” vernetzt internationale Journalist*innen für genau solche Kooperationen.
Die Neuen deutschen Medienmacher sind ein bundesweites Netzwerk von Medienschaffenden mit und ohne Einwanderungsgeschichte. Sie setzen sich für eine Medienlandschaft ein, die so vielfältig ist wie die Gesellschaft selbst. Auf ihrer Website stellen sie kostenlos Wissen und Tools (Öffnet in neuem Fenster) zur Verfügung, etwa mit einem Glossar, Formulierungshilfen, Checklisten und Datenbanken für gute Bilder, Leitfäden bis hin zu Fact-Sheets.

Johannes Scheucher und Ramona Arzberger sind Journalist*innen beim inklusiven österreichischen Medium andererseits. Johannes recherchiert, filmt und schneidet mit Leidenschaft. Er hat einen Bachelorabschluss in Geographie und studiert derzeit Journalismus und PR in Graz. Ramona hat Regie und Recherche für den letzten andererseits-Dokumentarfilm „Hauptsache, du kriegst kein Kind (Öffnet in neuem Fenster)“ gemacht. Sie war davor beim Investigativ-Magazin „Dossier“.
Wie nehmt ihr die Darstellung der Perspektive von Menschen mit Behinderung in der Klimaberichterstattung wahr?
Menschen mit Behinderungen sind stärker von den Folgen des Klima-Wandels betroffen, als Menschen ohne Behinderungen. Im Falle einer Natur-Katastrophe haben Menschen mit Behinderungen ein vier Mal höheres Risiko, ums Leben zu kommen. Und trotzdem kommen die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen so gut wie nie in der Klima-Bericht-Erstattung vor. Es fehlt vor allem auch deshalb an inklusiven Perspektiven, weil die Redaktionen nicht inklusiv sind. Wir würden uns wünschen, dass mehr (Klima-)Journalist*innen inklusiv in Teams zusammen-arbeiten und dadurch auch die Sichtweisen von Menschen mit Behinderungen selbstverständlich abgebildet werden.
Welche Folgen hat es, wenn diese Perspektiven fehlen?
Und wenn Informationen fehlen, dann können Menschen auch nicht mitbestimmen. Die Folgen sind: Menschen mit Behinderungen kennen sich weniger gut mit dem Klima-Wandel aus und können auch weniger gut informierte und selbst-bestimmte Entscheidungen dazu treffen. Der Klima-Wandel bedeutet für Menschen mit Behinderungen noch mehr Barrieren. Darüber müssen wir reden! Dafür müssen Lösungen gefunden werden! Denn gerade werden Menschen mit Behinderungen oft vergessen, wenn es um Klima-Politik geht. In unserem Dokumentar-Film “Rette sich, wer kann” haben wir etwa gezeigt, wie der Katastrophen-Schutz bei Menschen mit Behinderungen versagt. Und auch bei anderen Folgen des Klima-Wandels, wie Hitze oder erhöhten gesundheitlichen Risiken, wird oft nicht darüber gesprochen, dass es vor allem Menschen mit Behinderungen trifft. Menschen mit Behinderungen sind eben öfter und stärker von den Folgen des Klima-Wandels betroffen. Das liegt aber nicht nur an ihren Behinderungen, sondern oft auch daran, dass Informationen und Unterstützung fehlen.
Wenn Klima-Journalismus Menschen mit Behinderungen nicht mitdenkt und sie entsprechend informiert, ist das ein demokratie-politisches Problem.
Was würdet ihr Klimajournalist*innen konkret empfehlen?
Befragt Menschen mit Behinderungen zu ihren Perspektiven und Erfahrungen! Macht Euren Klima-Journalismus in verständlicher Sprache und barrierefrei zugänglich. Redet mit Menschen mit verschiedenen Behinderungen. Redet mit ihnen darüber, was sie brauchen. Und vor allem: Macht euren Klima-Journalismus inklusiv. Arbeitet mit Journalist*innen mit Behinderungen zusammen!
Gibt es Veröffentlichungen, in denen das gut gelungen ist?
Es gibt schon vereinzelt Berichte, dass Menschen mit Behinderungen vermehrt vom Klima-Wandel betroffen sind aber wir kennen tatsächlich keine Veröffentlichungen (außer unsere), die inklusiv und klimajournalistisch sind. :(
In der Redaktion andererseits (Öffnet in neuem Fenster) arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen. Sie decken mit ihren Recherchen Missstände und Barrieren inklusiv und investigativ auf – auch zu den Themen Klima und Umwelt. Zum Beispiel mit einer Serie über die Folgen von Hitze (Öffnet in neuem Fenster) oder einer Video-Reihe zu Klima- und Arten-Schutz. (Öffnet in neuem Fenster) Bis Ende Juni braucht die Redaktion 7.000 Abonnent*innen, um ihre Arbeit mit 12 Festangestellten fortsetzen zu können: andererseits.org/abo (Öffnet in neuem Fenster)

Tine Heni ist Physikerin und ausgebildete Wissenschaftsjournalistin mit Schwerpunkt Physik und Klimaforschung. Beim Netzwerk Klimajournalismus hat sie u.a. die AG Nachwuchs mitgegründet.
Wie nimmst du die Darstellung der Perspektive von jungen Menschen in der Klimaberichterstattung wahr?
Häufig wird eher über junge Menschen gesprochen als mit ihnen, denn ihre Perspektive wird politisch oft nicht ernst genommen. Darüber hinaus fehlen Geschichten über junge Menschen außerhalb aktivistischer Milieus – etwa junge Menschen auf dem Land, aus einkommensärmeren Familien oder aus besonders betroffenen Regionen.
Welche Folgen hat es, wenn diese Perspektiven fehlen?
Viele junge Menschen finden sich dadurch natürlich weniger in der Berichterstattung wieder. Vor allem aber fehlt der gesamten Gesellschaft dadurch ein umfassendes Verständnis für Themen wie Zukunftsangst, Gerechtigkeit und demokratische Beteiligung.
Was würdest du Klimajournalist*innen konkret empfehlen?
Sich ernsthaft mit den Haltungen, Meinungen und Einschätzungen jüngerer Menschen zu beschäftigen. Also nicht nur über junge Menschen berichten, sondern direkt mit ihnen sprechen und fragen: “Welche Lösungen hältst du in deinem Umfeld für realistisch?“ oder “Was wünschst du dir von Politik und Medien?“.
Gibt es Veröffentlichungen, in denen das gut gelungen ist?
Es gibt natürlich viele Gegenbeispiele, viele Kolleg*innen gehen die Themen auch ganz anders an. Zwei bereits etwas ältere Beiträge sind mir da besonders im Kopf hängen geblieben: das taz-Interview “Vier junge Menschen über 2025 (Öffnet in neuem Fenster)“ (der sich allerdings auch mit anderen Themen beschäftigt) und der Beitrag beim DLF “Die Zukunftsangst der jungen Generation (Öffnet in neuem Fenster)“.
Die AG Nachwuchs (Öffnet in neuem Fenster) ist ein Angebot für alle Volontär*innen, Studierenden und jungen Freien, die sich für Klimajournalismus interessieren. Sie möchte Nachwuchsjournalist*innen zusammenbringen, um sich gegenseitig beim Einstieg zu unterstützen und um über die praktischen Fragen des journalistischen Alltags zu sprechen.
Natürlich gibt es viele weitere Blickwinkel, die nicht präsent genug sind. Welche Perspektiven fehlen häufig in der Klimaberichterstattung? Schick uns Kritik, Anregungen oder Empfehlungen an netzwerk@klimajournalismus.de (Öffnet in neuem Fenster). 📬
🔥 Netzwerk News
Deutscher Preis für Klimajournalismus: Die Jury macht sich an die Arbeit 🏆
Vielen Dank für euer großes Interesse! Wir haben 106 Bewerbungen erhalten. Unsere Jury hört, liest und schaut sich eure Beiträge jetzt genau an. Am 24. September geben wir dann beim ExtremWetterKongress die Preisträger*innen bekannt.
Sehen wir uns beim Klimatrack auf der NR-Konferenz? 🌍🤝
Am 12. und 13. Juni findet die 25. Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche in Hamburg statt, zum vierten Mal gibt es einen Klimatrack (Öffnet in neuem Fenster) in Kooperation mit dem Netzwerk Klimajournalismus. Die Geburtstags-Edition des Netzwerktreffens ist längst ausverkauft, viele von euch sind sicher auch vor Ort. Ihr könnt euch freuen auf spannende Gespräche mit erfahrenen Kolleg*innen, etwa zur Frage: “Der Rückschlag ist da – welche Klimarecherchen bleiben?” mit Annika Joeres, Larissa Schwedes und Stefan Schmitt. Außerdem: Panel an der Schnittstelle von Klima und KI, Daten, Podcasts, Lobby- und Leugnernetzwerken, Lokalberichterstattung, Newslettern und wie man gut über die Verbindung von Krieg und Klimakrise berichtet.
🚒 Neues vom brandmelder

brandmelder ist ein Projekt des Netzwerk Klimajournalismus Deutschland. Er beobachtet die Klimaberichterstattung in deutschen Medien, ordnet sie ein und macht wiederkehrende Muster sichtbar.
“Das Ende des Worst Case ist keine Entwarnung”: (Öffnet in neuem Fenster) Das schlimmste Klimaszenario gilt nicht mehr als plausibel – weil erneuerbare Energien und Klimapolitik gewirkt haben. Kristina Schröder zieht daraus den Schluss, Deutschland solle seine Klimaziele aufweichen. Eine Analyse von Adrian Pohr.
“Sexismus in der Klimadebatte hat System” (Öffnet in neuem Fenster): Luisa Neubauer wird geraten, auf ihre Attraktivität zu setzen. Das ist kein Einzelfall, zeigt Maximilian Arnhold. Warum Berichterstattung über Klimaaktivistinnen immer wieder patriarchalen Mustern folgt – und wie wir ausbrechen.
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💡 Klimajournalismus: Unsere Empfehlungen
In unserem Netzwerk-Slack sammeln wir aktuelle Recherchen und Empfehlungen aller Mitglieder. Einmal im Monat stellen wir hier im Newsletter eine Auswahl vor, gemeinsam mit persönlichen Fundstücken.
Newsletter: “Milliarden-Briefing” von Annika Joeres und Susanne Götze
Wer bremst bei Klimaschutz und Energiewende – und warum? Darüber berichten Annika Joeres und Susanne Götze jeden zweiten Sonntag in ihrem neuen Newsletter ”Milliarden-Briefing” (Öffnet in neuem Fenster). Sie nehmen uns mit auf ihre aktuellen Recherchen, behalten Lobbyist*innen im Blick und fragen, wer von der Energiekrise profitiert. Ob mögliche Interessenkonflikte der Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und ihrem Lebenspartner Karl-Theodor zu Guttenberg oder teure Plastiktüten: Die Autor*innen des Longsellers “Die Klimaschutzlobby” schaffen es mal wieder, das große Ganze nicht aus dem Blick zu verlieren.
ZDF heute-show: Hitze und Wasserknappheit
“Zähne putzen ist möglich” in Jülich, wo das Trinkwasser knapp wurde. Die ZDF heute-show (Öffnet in neuem Fenster) schaut auf die Grundwasserstände in Deutschland und wer eigentlich das Wasser verbraucht (Energieversorger zum Beispiel). Eine unterhaltsamer Überblick zu einem Problem, das in den nächsten Jahren leider drängender werden könnte. Wer sich dazu weiterführend informieren will, dem können wir die Recherchen (Öffnet in neuem Fenster) der Kolleg*innen von Correctiv sehr empfehlen.
Rechercheprojekt: Sprechende Lachse
Was ändert sich, wenn wir aus der Perspektive eines Fischs schreiben statt über ihn? Dieser Frage geht der Journalismusprofessor und Journalist Torsten Schäfer mit seinem Team der Hochschule Darmstadt im Projekt Talking Salmon (Öffnet in neuem Fenster) nach. In einem Interview (Öffnet in neuem Fenster) sagt Schäfer, dass indigene (Erzähl-)Traditionen eine große Rolle spielen, da sie die Grenze zwischen Menschen und Tieren auflösen und so neue Möglichkeiten eröffnen, Geschichten zu erzählen. Die Ergebnisse sollen in einem offenen Online-Kurs zu ökologischem Storytelling im September 2026 zugänglich gemacht werden.
Buch: “Was wir meinen, wenn wir Hoffnung sagen”
Den Klimajournalisten Julien Gupta kennen die ein oder anderen vielleicht aus dem Newsletter “Treibhauspost” und dem Sammelband “Unlearn CO2”. Dieses Jahr hat er wieder ein Buch herausgegeben: “Was wir meinen, wenn wir Hoffnung sagen” (Öffnet in neuem Fenster) (Oekom, 19 Euro). Darin schreiben unter anderem Marc-Uwe Kling, Cornelia Funke, Raúl Krauthausen und Maren Urner, was Hoffnung für sie bedeutet. Ein Gefühl, das wir gerade gut gebrauchen können. Und ein Buch, das selbst auch ein bisschen Hoffnung macht.
Doktor Whatson: Kollabiert die AMOC?
Sie funktioniert wie eine globale Klimaanlage: warmes Wasser nach Norden, kaltes Wasser zurück nach Süden. Die Atlantische Umwälzzirkulation (AMOC) ist unglaublich wichtig für unser Klimasystem. Ohne sie wäre es in weiten Teilen West- und Nordeuropas deutlich kälter, was unter anderem massive Auswirkungen auf die Landwirtschaft hätte. Auch in Deutschland. Doktor Whatson schaut sich (Öffnet in neuem Fenster) neueste Studien dazu an, was passieren könnte, wenn sie kollabiert. Und wie groß das Risiko ist.
🗓️ Wichtige Termine diesen Monat
Was passiert im Juni rund um Klima, Umwelt und Energie? Wir empfehlen spannende Termine für die Berichterstattung. Ihr habt Tipps? Schreibt uns unter netzwerk@klimajournalismus.de (Öffnet in neuem Fenster).
5. Juni: Der Internationale Tag der Umwelt (Öffnet in neuem Fenster) soll das Bewusstsein und die Handlungsbereitschaft zum Schutz der Umwelt fördern.
8. bis 18. Juni: Auf dem zentralen Treffen (Öffnet in neuem Fenster) zwischen den Weltklimakonferenzen kommen in Bonn Delegierte und Expert*innen zusammen, um die COP-Verhandlungen im November in der Türkei vorzubereiten.
9. bis 11. Juni: Der Bundesverband Gebäudegrün e.V. (BuGG) veranstaltet seinen Weltkongress Gebäudegrün in Berlin. Es geht um Schwammstädte, Fassadenbegrünung für mehr Klimaresilienz und die sinnvolle Nutzung von Dächern. Eine Anmeldung ist hier (Öffnet in neuem Fenster) möglich.
10. bis 11. Juni: Unter dem Motto “Zukunft sichern“ soll es auf dem Kongress des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (Öffnet in neuem Fenster) (BDEW) um klimaneutrale und bezahlbare Energieversorgung gehen.
11. Juni: Im Bundestag finden erste Lesungen zur geplanten Änderung des Gebäudeenergiegesetzes (Öffnet in neuem Fenster) (GEG) und eines Gesetzentwurfs zum Bau neuer Gaskraftwerke (Öffnet in neuem Fenster) statt.
11. Juni: Hitze stellt in Deutschland das größte klimabedingte Gesundheitsrisiko dar. Um über das fehlende Bewusstsein und Maßnahmen aufzuklären, finden im Rahmen des Hitzeaktionstages (Öffnet in neuem Fenster) deutschlandweit Veranstaltungen statt.
15. bis 17. Juni: Auf dem G7-Gipfel in Évian (Öffnet in neuem Fenster) kommen hochrangige Regierungsvertreter*innen zusammen, um über die drängenden Probleme zu sprechen. Das genaue Programm wird eine Woche vor der Tagung veröffentlicht.
23. bis 24. Juni: Auf dem Alpenklimagipfel (Öffnet in neuem Fenster) auf der Zugspitze kommen Politiker*innen und Expert*innen aus Wissenschaft, Landwirtschaft, Industrie und Tourismus zusammen, um an Strategien gegen zunehmende Klimafolgen zu arbeiten.
26. Juni bis 3. Juli: Unter dem Motto „Wir machen Zukunft. Und zwar gemeinsam“ findet die Hamburg Sustainability Week (Öffnet in neuem Fenster) statt, auf der zahlreiche Veranstaltungen zum Mitmachen, Lernen und Diskutieren einladen.
29. bis 30. Juni: Auf der zur Sustainability Week dazugehörigen Hamburg Sustainability Conference (Öffnet in neuem Fenster) wird an einer Nachhaltigkeitsvision gearbeitet, die das Wohlergehen der Bürger*innen erhalten soll.
📢 Jobs, Stipendien und Ressourcen
Das Knight Center for Journalism in the Americas der US-Universität in Austin (Texas) bietet in Zusammenarbeit mit dem Global Investigative Journalism Network vom 1. bis zum 28. Juni einen kostenlosen vierwöchigen Online-Kurs zur Berichterstattung über die Klimakrise an, mit zwei Live-Terminen. Der Kurs findet auf Englisch statt. Vermittelt werden sollen unter anderem Methoden der investigativen Recherche und praktische Tipps. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig. Hier (Öffnet in neuem Fenster) geht's zur Anmeldung.
Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) bietet gemeinsam mit dem Pressenetzwerk für Jugendthemen (PNJ) fünf jungen Journalist*innen zwischen 18 und 27 Jahren die Teilnahme an einem Medienworkshop im Rahmen der UN-Klimakonferenz (COP31) im November 2026 in Antalya an. Nähere Informationen gibt es hier (Öffnet in neuem Fenster). Bewerbungsschluss ist der 7. Juni.
Noch bis zum 7. Juni können sich junge Menschen mit Bezug zum Bundesland Brandenburg und Interesse an Journalismus für das Mentoring Programm “Voices of Brandenburg (Öffnet in neuem Fenster)” der Medienanstalt Berlin-Brandenburg bewerben. Mentorin für Klimaberichterstattung ist Sara Schurmann. Keine Vorerfahrung nötig.
Das Netzwerk n-ost (Network for Border Crossing Journalism) lädt neun Journalist*innen aus Kiew, Prag und Berlin zur Teilnahme am Projekt “Reporting Resilient Cities” ein. Das Projekt will Einblicke in die Strategien bieten, mit denen die drei Hauptstädte die Energiewende bewältigen wollen. Bewerbungen sind bis zum 8. Juni hier (Öffnet in neuem Fenster) möglich.
Die Internationalen Journalisten Programme (IJP) vergeben im Juni unter anderem Stipendien für Japan und Großbritannien. Teilnehmende des deutsch-japanischen Journalismusaustauschprogramms werden mit 4.200 Euro gefördert. Das Programm findet im Oktober und November 2026 statt. Bewerbungen sind bis zum 15. Juni möglich. Alle Voraussetzungen sind hier (Öffnet in neuem Fenster) zu finden. Das deutsch-britische George-Weidenfeld-Stipendium umfasst einen Zeitraum von acht Wochen und beginnt im Oktober 2026. Bewerbungen sind ebenfalls bis zum 15. Juni möglich, weitere Infos gibt es hier (Öffnet in neuem Fenster).
Das Netzwerk Klimajournalismus Österreich hat gleich mehrere Angebote zur Unterstützung für Klimajournalist*innen: Gemeinsam mit dem Österreichischen Biodiversitätsrat und Covering Climate Now vergibt es drei Stipendien in Höhe von 5.000 Euro. Bis zum 30. Juni können Ideen für Artikel, Videos und Audiobeiträge eingereicht werden, welche die Dringlichkeit der Klima- und Biodiversitätskrise verdeutlichen. Weitere Infos gibt es hier (Öffnet in neuem Fenster).
Ebenfalls bis zum 30. Juni können sich Interessierte für den berufsbegleitenden Lehrgang Nachhaltigkeitskommunikation und Klimajournalismus der FH Joanneum Graz bewerben. Die Kosten betragen 3.300 Euro pro Semester, es gibt mehrere Fördermöglichkeiten. Das Netzwerk ist als Partner beteiligt. Bewerbungen sind hier (Öffnet in neuem Fenster) möglich.
Der Helmut Schmidt Journalistenpreis (HSJP) würdigt Leistungen auf dem Gebiet der Berichterstattung über Wirtschafts- und Finanzthemen. Bis zum 30. Juni können hier (Öffnet in neuem Fenster) Bewerbungen eingereicht werden
Der Helmholtz-Forschungsverbund Reklim (Regionale Klimaänderungen und Mensch) hat einen Atlas der Klimaextreme veröffentlicht, der ein besseres Verständnis der Klimaentwicklung und der klimatischen Veränderungen in Deutschland vermitteln will. Grundlage sind langfristige Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Der Atlas steht hier (Öffnet in neuem Fenster) kapitelweise oder als interaktives PDF zum Download bereit.
Das Schweizer Onlinemagazin Republik sucht ab August eine*n Klimaredakteur*in für eine Elternzeitvertretung. Die Stelle hat einen Umfang von 50 bis 70 Prozent und ist befristet bis März 2027 mit Option auf eine reduzierte Verlängerung. Kern der Arbeit ist unter anderem die Verantwortung für den Klima-Newsletter “Challenge Accepted”. Hier (Öffnet in neuem Fenster) geht's zur Stellenausschreibung.
Die wissenschaftsbasierte Visualisierungsplattform für Klimadaten, das Klimadashboard, bereitet in seiner neuesten Veröffentlichung “Fossile Milliarden (Öffnet in neuem Fenster)” anschaulich auf, wie viele klimaschädliche, fossile Subventionen Deutschland aktuell zahlt – und was die Regierung alternativ mit dem Geld finanzieren könnte.
Das Clean Energy Wire bietet anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles am 23. Juni ein Webinar zum Thema Klimawandel und Sport an. Es geht um Lehren aus den verheerenden Waldbränden im vergangenen Jahr und die Frage, ob die Spiele tatsächlich ein Beispiel für nachhaltige globale Events werden können, wie es die Organisatoren behaupten. Eine Anmeldung für die einstündige Veranstaltung ist hier (Öffnet in neuem Fenster) möglich.
Laufend: Das Recherche-Collectiv Bellingcat fördert investigative Recherchen im Bereich Wildtiere und Umwelt (Öffnet in neuem Fenster), die Open-Source Methoden beinhalten.
Laufend: Mit dem Work/Environment Reporting Grant unterstützt das Pulitzer Center journalistische Berichterstattung über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Bereich Arbeit und die Arbeitenden selbst. Besonderer Fokus liegt auf folgenden Schlüsselregionen: Südostasien, Europa, Afrika und Südamerika. Hier geht’s zur Bewerbung (Öffnet in neuem Fenster).
Kommt – trotz allem – gut in den Sommer!
Jana, Josephine, Linda, Sara & Leoni
P.S.: Kennst du die Arbeit unserer Kolleg*innen in Österreich? Der Newsletter des Netzwerk Klimajournalismus (Öffnet in neuem Fenster) Österreich informiert jeden Monat über Termine, Stipendien, Ressourcen und Klimajournalismus, der aufgefallen ist. Wir sind Fan.
PPS: Kurze Hose, Iced Matcha Latte und Badeseen. So wurde oft über die Hitzewelle im Mai berichtet. Gleichzeitig kollabierten Tennisprofis bei den French Open in Paris und in Großbritannien und Frankreich wurden neue Temperatur-Höchstwerte für den Mai gemessen. Woran das wohl liegen mag … Viele Nachrichtenbeiträge verraten es nicht.