Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“.
Schön, dass du wieder dabei bist.
In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:
🔸 Sprit-Mangel: Wie Österreich darauf vorbereitet ist
🔸 Immer mehr gehen krank arbeiten
🔸 E-Scooter müssen einen Blinker haben
Damit die Informationen auch nützlich für dich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.
Zu wenig Treibstoff: So gut ist Österreich darauf vorbereitet
Der Iran-Krieg wirkt sich längst auch auf die Wirtschaft anderer Länder aus. In Österreich ist die Inflations-Rate im Februar auf 2,2 Prozent gestiegen, im März lag sie bereits bei 3,1 Prozent. Jetzt warnt Energie-Minister Wolfgang Hattmannsdorfer, dass es ab Mai in Europa weniger Diesel und Kerosin geben könnte.
Woher kommt unser Öl? Österreich kauft sein Öl hauptsächlich aus Kasachstan (57 Prozent) und Libyen (14 Prozent). Nur 12 Prozent kommen aus Saudi-Arabien. Trotzdem spürt Österreich die Folgen des Krieges: Weil Öl auf dem Welt-Markt gehandelt wird, steigen die Preise überall, wenn weniger Öl zur Verfügung steht.
Was passiert, wenn der Treibstoff knapp wird? Darauf ist Österreich vorbereitet. Das Land hat eine sogenannte Notstands-Reserve für 90 Tage. Selbst wenn kein Öl mehr geliefert würde, wäre die Versorgung für drei Monate gesichert. Diese Reserve wurde bis jetzt nicht gebraucht.
Probleme bei der Spritpreis-Bremse. Seit dem 2. April gilt in Österreich die Spritpreis-Bremse. Sie soll Treibstoff um 10 Cent pro Liter billiger machen. Der Mineralöl-Konzern OMV und auch andere Konzerne setzen die Vorgabe aber nur teilweise um: Statt 5 Cent wird der Preis für Diesel nur um 2,8 Cent gesenkt.
Die Begründung: Mehr als die Hälfte des Diesels in Österreich wird eingeführt. Dieser Diesel muss zum aktuellen Welt-Marktpreis eingekauft werden. Bei diesen hohen Einkaufs-Preisen sei eine Senkung um 5 Cent nicht möglich, sagen die Konzerne. Die Regierung lässt das nun durch eine staatliche Behörde prüfen.
Die Drei-Tage-Regel ist ausgelaufen. Bis zum 12. April durften Tankstellen ihre Preise nur montags, mittwochs und freitags erhöhen. Seit dem 13. April dürfen das die Tankstellen wieder jeden Tag um 12 Uhr tun. Der Preis darf jederzeit gesenkt werden. Die Spritpreis-Bremse gilt aber zumindest bis Ende des Jahres.
Immer mehr gehen krank arbeiten
Immer mehr Menschen in Österreich gehen arbeiten, obwohl sie krank sind. Das zeigt eine Umfrage der Arbeiter-Kammer Oberösterreich.
Was ist die Arbeiter-Kammer?
Die Arbeiter-Kammer hilft Menschen, die in Österreich arbeiten. Sie berät zum Beispiel bei Fragen rund um Lohn, Kündigung oder Kranken-Stand. Wer in Österreich arbeitet, ist automatisch Mitglied, auch wenn man nicht aus Österreich kommt. Mehr Informationen über die Arbeiter-Kammer findest du hier (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).

Bei dieser Umfrage gaben 65 Prozent an, dass sie krank arbeiten gehen. Vor zehn Jahren waren es noch deutlich weniger.
Diese Umfrage wird seit 30 Jahren gemacht. Jedes Jahr werden dafür mehr als 4.000 Beschäftigte befragt.
Die Gründe. Warum gehen Menschen krank zur Arbeit? Viele haben Angst, dass die Arbeit nicht erledigt wird, weil es niemanden gibt, der einspringen könnte. Andere wollen ihre Kolleg:innen nicht belasten. Es gibt aber auch einige, die sich vor einer Kündigung fürchten, wenn sie krank sind.
Das ist tatsächlich möglich, denn auch im Krankenstand kann man gekündigt werden.
Die Arbeiter-Kammer fordert deshalb, dass das geändert wird. Und dass kranke Beschäftigte besser geschützt werden.
Was du wissen musst, wenn du krank bist:
1. Melde dich sofort krank. Sag deinem Chef oder deiner Chefin so früh wie möglich Bescheid, wenn du krank bist. Am besten rufst du an, noch bevor deine Arbeitszeit beginnt.
2. Hol dir schon am ersten Tag eine ärztliche Bestätigung.
Dein Chef oder deine Chefin kann diese Bestätigung ab dem ersten Tag verlangen. Auf dieser Bestätigung muss stehen, wann der Kranken-Stand begonnen hat, wie lange er dauern wird und ob es eine Krankheit oder ein Unfall ist. Welche Krankheit du hast, musst du nicht sagen.
Wichtig: Wenn du dich nicht rechtzeitig krank meldest, bekommst du für diese Zeit möglicherweise kein Geld.
3. Bleib zu Hause und schone dich. Was du tun darfst und was nicht, hängt von deiner Krankheit ab. Dein Arzt oder deine Ärztin sagt dir, was erlaubt ist. Wenn du in deinem Kranken-Stand verreisen willst, musst du das vorher der Österreichischen Gesundheits-Kasse melden.
Die Arbeiterkammer hat zum Thema Krankenstand auch ein Video, wo alles genau erklärt wird. Hier (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)kannst du es ansehen.
E-Scooter müssen einen Blinker haben

Ab dem 1. Mai gelten in Österreich neue Regeln für E-Scooter. Wer sich nicht daran hält, muss eine Strafe zahlen. Das Wichtigste im Überblick:
Blinker ist Pflicht: Ab 1. Mai muss jeder E-Scooter einen Blinker haben. Er muss an den Enden der Lenkgriffe angebracht sein, also links und rechts außen. Ein Blinker am Helm oder hinten am Scooter ist nicht erlaubt. Der Blinker muss außerdem eine bestimmte Anzahl von Blink-Impulsen pro Minute haben.
Helm ist Pflicht bis 16 Jahre: Wer noch keine 16 Jahre alt ist, muss beim Fahren einen Helm tragen.
Weniger Alkohol erlaubt: Wer E-Scooter fährt, darf höchstens 0,5 Promille Alkohol im Blut haben. Bisher waren es 0,8 Promille. 0,5 Promille entspricht etwa einem kleinen Glas Wein oder Bier.
Mehr Ausrüstung nötig: Jeder E-Scooter braucht eine Bremse, eine Hupe oder Klingel sowie Rück-Strahler vorne, hinten und seitlich. Wenn es dunkel ist oder die Sicht schlecht ist, müssen außerdem ein weißes Vorder-Licht und ein rotes Rück-Licht leuchten.
Kritik vom ÖAMTC. Der ÖAMTC ist der größte Automobil-Club Österreichs. Er kritisiert die neue Regelung. Denn nicht auf allen E-Scootern können Blinker so montiert werden, dass sie funktionieren. Trotzdem werden solche Modelle noch verkauft, manchmal sogar zu besonders günstigen Preisen.
Wer jetzt einen E-Scooter ohne Blinker kauft, darf ihn ab 1. Mai möglicherweise nicht mehr fahren. Solche Scooter müssen dann fachgerecht entsorgt werden. Dafür müssen diese Fahrzeuge zu einer speziellen Sammel-Stelle gebracht werden. Das kostet Zeit und Geld.
Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.
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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag, dem
23. April 2026. Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.
Liebe Grüße
Petra und Michi
Team „Österreich für dich“