Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“.
Schön, dass du wieder dabei bist.
In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:
🔸 Ab 1. April soll Tanken wieder billiger werden
🔸 Neue Regeln für Deutsch-Kurse
🔸 Junge Leute vertrauen der Politik immer weniger
Damit die Informationen auch nützlich für dich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.
Regierung bremst die Sprit-Preise
Benzin und Diesel waren auch in dieser Woche ein großes Thema. Seit Beginn des Iran-Krieges sind die Preise an den Tankstellen stark gestiegen.
Anfang März kostete ein Liter Diesel im Durchschnitt 1,74 Euro. Ein Liter Benzin kostete 1,64 Euro. Nur eine Woche später war Diesel schon um 17 Cent teurer, Benzin um 12 Cent. Mitte März stiegen die Preise weiter. Diesel kostete fast 1,95 Euro pro Liter, Benzin 1,74 Euro.

Erhöhung der Preise. Seit 16. März dürfen die Sprit-Preise nur noch dreimal pro Woche erhöht werden: am Montag, am Mittwoch und am Freitag, jeweils um 12 Uhr. Billiger darf Sprit aber jederzeit werden. Diese Regel gilt noch bis 12. April.
Spritpreis-Bremse. Nun will die Regierung eine Spritpreis-Bremse einführen. Das Ziel: Benzin und Diesel sollen um 10 Cent pro Liter billiger werden. Dafür soll die Steuer auf Treibstoff gesenkt werden.
Ab April. Die Spritpreis-Bremse soll ab 1. April gelten. Die Steuer auf Treibstoff wird ab dann immer automatisch gesenkt, wenn Benzin oder Diesel innerhalb von zwei Monaten um mehr als 30 Prozent teurer geworden sind. So wie das jetzt gerade der Fall ist: Seit Beginn des Iran-Krieges sind die Sprit-Preise um mehr als 30 Prozent gestiegen.
Das sparst du: Wenn die Bremse wirksam wird, sparst du 10 Cent pro Liter. Bei einer Tank-Füllung von 50 Litern sind das 5 Euro weniger.
Weniger Gewinn. Außerdem will die Regierung verhindern, dass Öl-Raffinerien, Großhändler und Tankstellen an den hohen Preisen besonders viel verdienen. Deshalb legt sie fest, wie viel Gewinn diese Unternehmen pro Liter machen dürfen. Auch der Staat verdient durch das Senken der Steuer auf Treibstoff weniger.
Mit der Spritpreis-Bremse will die Regierung auch verhindern, dass die Inflation wieder steigt. Im Februar lag die Inflation bei 2,2 Prozent.
Im Europa-Vergleich. Obwohl die Preise für Treibstoff gestiegen sind, liegt Österreich im Vergleich zu anderen EU-Ländern im Mittelfeld. Beim Benzin liegt Österreich leicht unter dem EU-Durchschnitt, beim Diesel leicht darüber. In Deutschland ist Sprit deutlich teurer: Dort kostete ein Liter Benzin zuletzt über 2 Euro.
Klima-Ticket wurde teurer. Für die Spritpreis-Bremse wird die Regierung aber auch kritisiert. Denn während die Preise fürs Tanken gesenkt werden, hat die Regierung den Preis für das Klima-Ticket erhöht. Der Preis stieg von 1.095 auf 1.400 Euro. Das ist ein Plus von fast 28 Prozent. Wer mit öffentlichen Verkehrs-Mitteln fährt, zahlt jetzt mehr. Autofahren wird dagegen billiger.
Neue Regeln für Deutsch-Kurse
Ab April gelten neue Regeln für die Deutsch-Kurse. Das betrifft die Kurse, die der ÖIF anbietet.
Was ist der ÖIF?
ÖIF steht für Österreichischer Integrations-Fonds. Der ÖIF ist eine Organisation des Staates. Er bietet in ganz Österreich kostenlose Deutsch-Kurse für Flüchtlinge und Zugewanderte an. Die Kurse gibt es für Menschen, die noch kein Deutsch können, und für Menschen, die schon gut Deutsch sprechen. Mehr über den ÖIF findest du hier (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).

Auch alleine lernen. Die Teilnehmer:innen werden auch in Zukunft Unterricht mit einer Lehrkraft haben. Aber ab April müssen sie nach dem Unterricht auch selbstständig zu Hause lernen und Hausübungen machen.
Das heißt: Die Teilnehmer:innen müssen Aufgaben zu Hause erledigen, neue Wörter lernen oder Texte lesen. Diese Aufgaben müssen gemacht werden. Die Lehrkraft kontrolliert auch, ob die Aufgaben erledigt wurden.
Verbindlich. Wer die Aufgaben nicht macht oder im Kurs nicht gut mitmacht, kann im schlimmsten Fall aus dem Kurs ausgeschlossen werden.
Mehr Alltag. Die Übungen im Kurs sollen in Zukunft auch stärker auf den Alltag eingehen. Das heißt: Die Teilnehmer:innen üben Situationen, die sie wirklich brauchen. Zum Beispiel:
Wie spreche ich mit einem Arzt oder einer Ärztin?
Wie rede ich mit Lehrer:innen meines Kindes?
Wie unterhalte ich mich mit Kolleg:innen in der Arbeit?
Mehr online. Die Teilnehmer:innen sollen auch lernen, wie man mit Computer, Handy oder Internet umgeht. Das ist heute wichtig, weil viele Dinge digital erledigt werden. Zum Beispiel:
Wie schreibe ich eine E-Mail?
Wie fülle ich ein Online-Formular aus?
Wie suche ich etwas im Internet?
Dialekt verstehen. Ab dem Sprach-Niveau B1 sollen auch sogenannte Dialekte geübt werden. Ein Dialekt ist die Art, wie Menschen in einer bestimmten Region sprechen.
Wer zum Beispiel in der Steiermark lebt, hört dort im Alltag oft steirischen Dialekt. Dieser Dialekt klingt oft anders als das Hochdeutsch, das man im Deutsch-Kurs lernt.
Mehr Abend-Kurse. Manche Flüchtlinge haben Arbeit oder müssen tagsüber kleine Kinder betreuen. Deshalb soll es in Zukunft mehr Kurse am Abend geben.
Außerdem soll es während der Kurs-Zeiten Betreuung für Kinder geben. So können auch Mütter leichter an einem Deutsch-Kurs teilnehmen.
Weniger Vertrauen in die Politik
Immer weniger junge Menschen haben Vertrauen in die Politik. Das zeigt eine neue Umfrage unter mehr als 1.000 jungen Menschen zwischen 16 und 26 Jahren.

Nur noch 44 Prozent finden, dass das politische System in Österreich gut funktioniert. Im Jahr 2018 waren es noch 69 Prozent.
Demokratie bedeutet: Die Menschen in einem Land können mitbestimmen. Doch viele junge Leute zweifeln immer mehr daran, dass das gut funktioniert. Die meisten haben das Gefühl, dass ihre Wünsche und Probleme im Parlament keine Rolle spielen. Besonders wenig Vertrauen in die Politik haben junge Erwachsene, denen es finanziell nicht gut geht.
Expert:innen sehen einen Zusammenhang mit den Krisen der letzten Jahre: Kriege, die Pandemie und hohe Preise haben dazu geführt, dass das Vertrauen in die Politik gesunken ist.
Viel und wenig Vertrauen. Am meisten vertrauen die Befragten der Polizei (68 Prozent). Auch Bürgermeister:innen und der Bundes-Präsident bekommen viel Vertrauen.
Am wenigsten vertrauen die Jungen der Bundes-Regierung und dem Parlament.
Besser verstehen. Die Umfrage zeigt aber auch etwas anderes: Viele junge Menschen interessieren sich für Politik. Mehr als die Hälfte möchte mehr über neue Gesetze wissen. Und viele würden gern besser verstehen, wie Gesetze überhaupt gemacht werden.
Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.
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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag, dem
26. März 2026. Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.
Liebe Grüße
Petra und Michi
Team „Österreich für dich“