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Kopieren kapieren - digitale Medien & KI verstehen und souverän benutzen

Digitalisierung in 50 Schritten: jeden Mittwoch um 18 Uhr - mit einer musikalischen Kopie
von Dirk von Gehlen

Sie bildet (in Kombination mit unvorstellbarer Rechenleistung) die Grundlage für alles, was wir heute KI nennen. Das Internet und die so genannte Digitalisierung sind erst durch sie möglich geworden – und trotzdem hat die Kopie noch immer ein schlechtes Image. Wenig erzeugt so schnell moralische Empörung wie (vermeintliche) Plagiate.

Das Kopieren zu kapieren, ist auch deshalb der beste Weg, Orientierung in einer Welt von Fake News und Deep Fakes zu erhalten (oder zu erlangen). „Kopieren kapieren“ macht den sperrigen Begriff Medienkompetenz konkret greifbar – auf besondere Weise und in einem neuen Format: als wöchentlicher Newsletter, der Kopierkompetenz in fünfzig Cover-Versionen vermittelt.

In „Kopiert!“ stelle ich jede Woche eine musikalische Kopie vor (Remix, Mashup, Cover) und entwickle in „Kapiert!“ einen (neuen) Gedanken für deine Perspektive auf gegenwärtige Kultur, KI und Medien. Diese Impulse sind in fünf Oberkapitel sortiert, in denen je zehn kapiert!-Punkte gesammelt sind:

🙂 Zehn grundlegende Feststellungen zur (digitalen) Kopie (&KI) A1 Die digitale Kopie ist der digitale Urknall (19/50 (Öffnet in neuem Fenster)) A2 Das Internet ist eine Kopiermaschine (10/50 (Öffnet in neuem Fenster)) A3 A4 Die Kopie ist kein Raub am Original, sondern die Produktion von Meta-Daten (9/50 (Öffnet in neuem Fenster)) A5 Die Kopie eröffnet neue Perspektiven (6/50 (Öffnet in neuem Fenster)) A6 A7 A8 Auch KI ist nichts anderes als digitales Kopieren – mit unvorstellbarer Rechenleistung (7/50 (Öffnet in neuem Fenster)) A9 A10

🤩 Zehn Gründe der Begeisterung für die lobenswerte Kopie

B1 Alles Leben basiert auf der Kopie (1/50 (Öffnet in neuem Fenster)) B2 B3 Rückwärts-geboren-Sein (3/50 (Öffnet in neuem Fenster)) B4 B5  Klare Referenz – die vorher sichtbar wird (11/50 (Öffnet in neuem Fenster)) B6 B7 Neuer zeitlicher, sozialer, räumlicher Kontext (17/50 (Öffnet in neuem Fenster)) B8 Kopien schaffen soziale Orientierung (5/50 (Öffnet in neuem Fenster)) B9 B10.

🤬 Zehn Fragen an betrügerische Kopien

C1 C2 C3 C4 C5 C6 C7 C8 C9 C10

😳 Zehn Herausforderungen für die Idee des Originals D1 D2 Passive Kopierkompetenz: Kopiert zu werden ist mehr Ehre als Angriff (4/50 (Öffnet in neuem Fenster)) D3 Die Behauptung der Kopie hat Folgen (8/50 (Öffnet in neuem Fenster)) D4 D5 Wir müssen uns mit Interpolation auseinandersetzen (14/50 (Öffnet in neuem Fenster)) D6 D7 D8 Eltern haben nicht immer Recht (20/50) D9 D10 🤓 Zehn gute Vorsätze für Kopierkompetenz

E1 Für mich ist die Kopie der Normalzustand (13/50 (Öffnet in neuem Fenster)) E2 Ich bin mir bewusst, wie wichtig Aufmerksamkeit ist (2/50 (Öffnet in neuem Fenster)) E3 E4 Ich verwende einen neuen Begriff des Originals (16/20 (Öffnet in neuem Fenster)) E5 Ich denke hybrid (18/20 (Öffnet in neuem Fenster)) E6 E7  Ich höre auf, nach dem Echten/Wahren suchen zu wollen (15/50 (Öffnet in neuem Fenster)) E 8 E9 Ich weiß, dass nicht nur Inhalte kopiert sein können, sondern auch Accounts (12/20 (Öffnet in neuem Fenster)) E10

„Die Geschichte wiederholt sich nicht“, hat Mark Twain gesagt und ergänzt: „Aber sie reimt sich oft.“ Auf diese Weise bekannte Muster aus neuer Perspektive wieder- bzw. neu zu erkennen, macht nicht nur den Zauber der (lobenswerten) Kopie aus – es ist auch der inhaltliche Rahmen für diesen Newsletter.

Wiederhören, Wiedererkennen. Weiterdenken.

Vor 15 Jahren habe ich schon mal ein Buch übers Kopieren geschrieben, das Kopieren als grundlegende Kulturtechnik gelobt hat. Von KI sprach damals niemand. Das Jubiläumsjahr begleite ich deshalb in einem neuen Format, das eine sehr konkrete KI-Medienkompetenz Handreichung wird.

Die Art und Weise, wie wir mit Inhalten umgehen, wird durch die Kopie immer weiter verändert. Um zu kapieren, wie Autor:innen nicht nur verändert werden, sondern in Zeiten maschineller Inhalte ein Buch als Serie, Gespräch und Interaktion gestalten können, möchte ich dich einladen: Komm in diesen besonderen (Buch)club, der nicht nur einen Text als Ergebnis zeigt, sondern einen Raum fürs gemeinsame Erlebnis eröffnet: Ich werde im Laufe des Jahres Fragen stellen und dich zu exklusiven Events einladen. Aber du kannst dich auch einfach nur jede Woche an einer Musik-Empfehlung erfreuen.