Passer au contenu principal

Die neue 🔑-Kompetenz auf Social Media

Schön, dass du bei dieser Ausgabe des Social Media Best-Practice Newsletters dabei bist. Im Jahr 2026 treten wir in eine neue Phase von Social Media ein, denn es gibt eine grundlegende Veränderung.

In den vergangenen Jahren galt stets, dass sich jeder auf Social Media einen Account einrichten und Reichweiten aufbauen konnte. Publisher waren keine Gatekeeper mehr.

Nun ist die Nutzung von KI in der Masse angekommen und verändert Social Media noch einmal: Dank KI kann jeder per Knopfdruck innerhalb von Sekunden Inhalte erstellen.

Das markiert eine erneute Zäsur für die bisherige Denkweise von Publishern auf Social Media.

Jedes Social Media-Team weiĂź mittlerweile sehr genau, wie es Reichweite auf Netzwerken herstellen kann.

Früher galt genau das als Schlüsselkompetenz: Wer Hooks hatte, die maximale Aufmerksamkeit erzielten, konnte leicht mit hohen Reichweiten und Wachstum glänzen.

Wenn du diesen Newsletter noch nicht abonniert hast, kannst du dich hier eintragen:

Beziehung > Reichweite

Diese SchlĂĽsselkompetenz macht mittlerweile nicht mehr den Unterschied. Sie ist vielmehr eine Grundvoraussetzung, ein Handwerk, das man beherrschen sollte.

Die eigentliche SchlĂĽsselkompetenz fĂĽr nachhaltigen Erfolg auf Social Media verlagert sich gerade:

Es geht darum, Beziehungen zu seinem Publikum aufzubauen.

In einer Welt, in der jeder Inhalte per Knopfdruck erstellen kann, macht die Absenderkompetenz den Unterschied (siehe dazu auch: Instagram 2026 – ein Ausblick (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre))

Das ist schon lange ein beliebtes Narrativ von Publishern, wenn sie auf Konferenzen ĂĽber die Zukunft des Journalismus philosophieren.

Geschafft hat es bislang aber kaum jemand – weil viele es nicht ernst genommen haben.

Anzeige: Burda Forward sucht einen Head of Social Media (Vollzeit, unbefristet): Hier liest du die weiteren Infos (S'ouvre dans une nouvelle fenĂŞtre)

Lieber 10Ă— 10.000 als 1Ă— 100.000 Menschen erreichen

Durch KI haben sich die Vorzeichen nun aber innerhalb kurzer Zeit geändert: Heute geht es mehr denn je darum, die Frage zu beantworten, warum ich einer Marke folgen sollte. Wofür steht sie? Welchen Mehrwert gibt sie? Was macht sie einzigartig?

Vor diesem Hintergrund gilt auch: 10x 10.000 Menschen zu erreichen ist wertvoller, als 1x 100.000 Menschen.

Ich wĂĽrde Social Media-Redaktionen im Jahr 2026 empfehlen, mehr auf qualitative und weniger auf quantitative Zahlen zu schauen.

Ein Beispiel

In der Meta-Business Suite gibt es seit einigen Monaten eine neue Übersicht. Unter dem Tab „Insights” seht ihr die „Performance” eures Instagram- und Facebook-Accounts.

Dort seht ihr, wie viele der Aufrufe in den vergangenen 28 Tagen von Followern und wie viele von Nicht-Followern kamen:

Social Media Ăśbersicht

Mit dieser Übersicht (der Screenshot zeigt die Übersicht meines Verliebt in Köln-Accounts (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) auf Instagram) lässt sich - zumindest im Durchschnitt - ausrechnen, wie häufig ihr einen Follower in diesem Zeitraum erreicht habt.

Ihr seht auĂźerdem, wie viele eurer Follower ihr mindestens 1x erreicht habt und wie viele Karteileichen ihr habt.

Ăśbersetzt auf das Beispiel im Screenshot heiĂźt das:

  • Bei 50.760 erreichten Followern und 2,24 Mio. Aufrufen durch Follower hat der Account diese 50.760 Account im Durchschnitt 44 Mal in den vergangenen 28 Tagen erreicht.

  • Insgesamt wurden rund 75% der Gesamtfollower erreicht.

  • Ein erreichter Follower hat im Durchschnitt 1,54 Mal mit den Inhalten interagiert, sie geliked, weitergeleitet oder kommentiert.

(diese Rechnung könnt ihr ganz einfach mit Claude, Gemini, ChatGPT & Co. machen)

Welche Inhalte ĂĽberzeugen Menschen?

Es lohnt sich ĂĽbrigens auch zu analysieren, welche Inhalte auf dem eigenen Instagram-Account wie viele neue Follower gebracht haben.

Nicht wegen des Follower-Sammelns, sondern weil dahinter ein interessanter Aspekt steckt: Welche eurer Inhalte sind so stark, dass sich Menschen danach entscheiden, dem Account zu folgen?

Anders gesagt: Welcher Inhalte erfüllt die oben genannten Kriterien so sehr, dass Menschen sich vorstellen können, eine Beziehung zu euch aufzubauen?

Ihr werdet sehen: Bei schnellen viralen Posts ist diese Zahl meist sehr gering. Mehr mehrwertigen Beiträgen ist sie um ein Vielfaches höher (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Ich hoffe, diese Ausgabe konnte dir einige Inspirationen liefern.

Bis bald
Andreas 👋🏻

Zum Thema: Eine Community monetarisieren – ein Praxisbeispiel (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Ăśber mich

Ich bin gelernter Journalist und berate Unternehmen und Medienhäuser zu Social Media und digitaler Kommunikation.

Außerdem bin ich Gründer von Verliebt in Köln (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), einem der größten Kölner Lokalportale. Zusätzlich betreibe ich die hyperlokale „Niederschönhausen App (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)”.

Zuvor war ich unter anderem Direktor fĂĽr Digitales Wachstum und Social Media bei BILD.

Einladung: Vernetze dich mit mir auf Instagram (@anrickman (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)) oder bei Linkedin (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Dort teile ich regelmäßig Meinungen, Gedanken und Entdeckungen aus dem Social-Media-Kontext.

0 commentaire

Vous voulez être le·la premier·ère à écrire un commentaire ?
Devenez membre de Social Media Best Practice et lancez la conversation.
Adhérer