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Willkommen bei „Österreich für dich“– das sind die wichtigsten Meldungen der Woche

In den letzten Wochen haben wir den Sommer ein bisschen genossen. Jetzt sind wir wieder da, um dir zu berichten, über welche Themen in Österreich gerade besonders viel gesprochen wird.

Schön, dass du wieder da bist. Und alle, die diesen Newsletter zum ersten Mal lesen, heißen wir herzlich willkommen.

Auch bei diesem Newsletter gilt: Wir schreiben die Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist.

Das sind heute die Themen:

👉 Was der Finanzminister tun will, damit Lebensmittel nicht noch teurer werden.
👉 Warum der Innenminister mehr öffentliche Plätze mit Kameras überwachen möchte.
👉 Welche Folgen es hat, wenn das Eis am Dachstein noch schneller schmilzt.

Minister will Preise für Lebensmittel begrenzen

Brot, Käse, Orangensaft oder Schokolade: Fast alles, was wir zum Leben brauchen, kostet heute mehr als noch vor einigen Monaten. Das hat mehrere Gründe.

In Österreich gibt es nur wenige große Supermarktketten. Dadurch gibt es weniger Konkurrenz und die Preise sind oft höher als in anderen Ländern. Weil das Land klein ist und hier weniger gekauft wird, sind viele Produkte teurer als in größeren Staaten wie Deutschland.

Auch Kriege und weltweite Krisen haben in den letzten Jahren zu höheren Preisen geführt. Vor allem Strom, Gas, Verpackungen und Transport waren zwischendurch teurer. Auch den Mitarbeiter:innen musste mehr bezahlt werden. Dadurch sind die Waren im Supermarkt teurer geworden.

Ein Einkaufswagen mit verschiedenen Lebensmitteln wie Brot, Käse, Bananen, Orangensaft, Milch, Gemüse und Salat. Hinter dem Wagen ist ein großer roter Pfeil nach oben zu sehen, der für die steigenden Preise steht.
Einkaufen wird immer teurer: Die Preise für Lebensmittel klettern weiter nach oben. Dieses Foto hat die KI erstellt

Preise für Lebensmittel begrenzen
Die hohen Preise für Lebensmittel treiben auch die Inflation an. Inflation bedeutet, dass Geld an Wert verliert und man weniger dafür bekommt.

In Österreich ist die Inflation höher als in vielen anderen Ländern, die den Euro nutzen. Das ist schlecht für die Wirtschaft und auch für Leute, die weniger Geld haben. Immer mehr Menschen können sich den täglichen Einkauf kaum mehr leisten.

Preise kontrollieren
Finanzminister Markus Marterbauer von der SPÖ will deshalb, dass der Staat Preise für bestimmte Lebensmittel kontrolliert oder festlegt. Ähnliche Versuche gab es in Spanien, Frankreich, Ungarn und Kroatien. Wirklich erfolgreich war dieser Plan bisher in keinem dieser Länder.

NEOS sind dagegen
Damit diese Idee überhaupt umgesetzt werden kann, müssen auch die ÖVP und die NEOS zustimmen. Denn die SPÖ regiert gemeinsam mit diesen beiden Parteien das Land.

Die ÖVP ist nicht dagegen. Sie will jedoch erst dann den Preis für bestimmte Produkte begrenzen, wenn die Lebensmittel noch teurer werden.

Die NEOS sind gegen diesen Vorschlag. Sie wollen stattdessen mehr Wettbewerb zwischen den Geschäften. Dadurch würden dann auch die Preise sinken.

Fachleute sind sich nicht einig
Auch die Expert:innen sind sich bei diesem Thema nicht einig. Die einen sind der Meinung, dass feste Preise dazu führen könnten, dass es dann weniger Produkte in den Geschäften geben wird. Andere sind davon überzeugt, dass das eine gute Möglichkeit wäre, um die Kosten für die Menschen zu senken.

Eines ist aber fix: Über dieses Thema wird in den nächsten Wochen noch öfter berichtet werden. Die Inflation in Österreich steigt weiter. Und es sieht nicht so aus, als würde sich das so schnell wieder ändern.

Das Thema Überwachung sorgt für Streit

Seit einigen Tagen wird viel darüber gesprochen, wo der Staat Menschen mit Videokameras überwachen darf. Bisher ist das nur an Orten erlaubt, an denen es schon gefährliche Angriffe gab, wie zum Beispiel am Reumannplatz in Wien und am Jakominiplatz in Graz.

Zurzeit gibt es in sieben Bundesländern Plätze, die mit Videokameras überwacht werden. Nur in Vorarlberg und im Burgenland gibt es das nicht.

Bestimmte Plätze
Innenminister Gerhard Karner von der ÖVP will künftig mehr öffentliche Plätze überwachen lassen. Kameras sollen vor allem dort erlaubt sein, wo es zu Angriffen kommen könnte oder sich kriminelle Gruppen treffen.

Kleine klaren Regeln
Datenschützer:innen sehen den Plan kritisch. Sie warnen, dass dabei auch Menschen gefilmt werden, die nichts getan haben. Mit moderner Technik kann man Gesichter erkennen und leicht herausfinden, wo jemand war und wohin er gegangen ist. Es gibt aber noch keine Regeln, die klar festlegen, wie man mit solchen Video-Aufnahmen umgehen darf.

Bürgermeister für mehr Überwachung
Auch SPÖ und NEOS sind gegen den Vorschlag des Innenministers. Sie wollen keine Kameras an zusätzlichen Plätzen.

Anders sehen das der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Politiker:innen aus anderen Städten und Gemeinden. Sie sind für mehr Überwachung an bestimmten Orten.

Gletscher schmelzen schneller als erwartet

Kaum ein anderer Berg in Österreich zieht so viele Menschen an wie der Dachstein. Doch wer den Berg in den letzten Jahren öfter besucht hat, sieht vor allem an den Gletschern, wie sich dort oben der Klimawandel auswirkt.

Weniger Schnee
Am Dachstein gibt es zwei Gletscher: den Hallstätter Gletscher und den Schladminger Gletscher. Seit mehr als 3.500 Jahren sind sie durch ein Eisband miteinander verbunden.

Doch in den letzten Jahren fällt am Dachstein immer weniger Schnee. Normalerweise sind es acht bis zehn Meter, heuer waren es nur zwei Meter Schnee. Ohne die schützende Schneedecke schmilzt das Eis früher und schneller. Denn auch auf den Bergen ist es seit einigen Jahren viel wärmer als früher.

Das sieht man jetzt deutlich: Das Eisband, das die beiden Gletscher verbindet, ist nur noch sieben Meter breit. Vor einem Jahr waren es noch 30 Meter. In wenigen Wochen könnte es ganz verschwunden sein.

Auf diesen Foto sieht man die Hängebrücke am Dachstein. Im Hintergrund liegen schneebedeckte Flächen des Gletschers und felsige Berggipfel.
Der Dachstein ist 2.995 Meter hoch und liegt an der Grenze zwischen der Steiermark und Oberösterreich. Die Hängebrücke am Dachstein führt direkt über steile Felsen und bietet einen weiten Blick auf die Berge. Foto: Wikipedia

Auch der Eispalast ist vom Klimawandel betroffen. Diese Sehenswürdigkeit wurde 2007 eröffnet und liegt sechs Meter tief im Gletscher. Im Eispalast gibt es geschnitzte Eisfiguren, Gänge und kleine Höhlen, die in den Gletscher führen. Um ihn zu schützen, wird er im Sommer mit weißen Planen abgedeckt. Doch retten lässt sich der Eispalast damit nicht mehr.

Wenn das Eis weiterhin so schnell schmilzt, könnte es den Eispalast und auch einige beliebte Skitouren irgendwann nicht mehr geben.

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Unser nächster Newsletter erscheint am 21. August. Bis dahin wünschen wir dir noch schöne Sommertage.

Petra und Michi
Team „Österreich für dich“