Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“. Schön, dass du wieder dabei bist.
In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:
🔸 Integration in Österreich: Was läuft gut, was nicht
🔸 Arbeitslosigkeit steigt: Fast 400.000 Menschen ohne Job
🔸 Studie: Politik verliert das Vertrauen der Menschen
🔸 Feiertag am 8. Dezember: Diese Geschäfte haben geöffnet
Damit die Informationen auch nützlich für dich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.
Integration in Österreich: Erfolge und Probleme
Wie gut funktioniert in Österreich die Integration? Das hat die OECD genauer untersucht.
Was ist die OECD?
Die OECD ist eine internationale Organisation, der 38 Länder angehören. Sie vergleicht, wie es den Menschen in diesen Ländern wirtschaftlich und sozial geht, vor allem in den Bereichen Arbeit, Bildung und Integration.

Das Ergebnis dieser Untersuchung zeigt: Es gibt Erfolge, aber auch große Probleme.
Ausbildung. Die OECD hat sich angesehen, welche Ausbildungen Menschen haben, die nach Österreich zugewandert sind. Das Ergebnis: Zugewanderte sind oft sogar besser ausgebildet als Menschen, die in Österreich geboren wurden. Viele Zugewanderte haben Matura oder ein Studium abgeschlossen.
Sprachkurse. Gut entwickelt hat sich laut Bericht die Förderung der deutschen Sprache. Es gibt mehr Deutschkurse, und viele Zugewanderte nehmen daran teil. Besonders hoch ist die Teilnahme bei Menschen, die aus Ländern außerhalb der EU nach Österreich gekommen sind. Das Geld, das der Staat dafür ausgibt, zeigt Wirkung. Fast alle Zugewanderten aus Nicht-EU-Staaten haben zumindest einen Abschluss nach der Volksschule.
Anerkennung der Ausbildung. Viele Zugewanderte finden zwar Arbeit. Aber: Sie sind oft überqualifiziert. Das bedeutet: Sie arbeiten in Jobs, die viel einfacher sind, als es ihrer Ausbildung entspricht, und werden dafür auch schlechter bezahlt. Wer zum Beispiel im Herkunftsland studiert hat, arbeitet in Österreich oft in einfachen Hilfsjobs.
Nur ungefähr jede achte Person versucht überhaupt, ihren ausländischen Abschluss in Österreich offiziell anerkennen zu lassen. Ohne Anerkennung zählt der Abschluss aber kaum. Dazu kommt: Viele Firmen vertrauen vor allem Abschlüssen, die in Österreich gemacht wurden.
Manche Zugewanderte können ihre Unterlagen nicht mitbringen. Bei anderen ist das Problem: Ihr Heimatland ist in Österreich wenig bekannt. In vielen Firmen ist nicht bekannt, wie gut die Schulen dort sind. Dann wird die Ausbildung oft nicht ernst genommen, auch wenn die Person eigentlich qualifiziert ist.
Sozialer Aufstieg. Der Bericht zeigt auch ein Problem, das aber nicht nur Zugewanderte betrifft. In Österreich ist es schwer, wenn man aus einer ärmeren Familie kommt, später mehr zu verdienen oder eine bessere Ausbildung zu machen.
Die Bildung der Eltern ist sehr wichtig dafür, welche Ausbildung die Kinder später machen. Kinder von Eltern mit wenig Bildung haben es also deutlich schwerer. In Österreich ist dieses Problem größer als in allen anderen untersuchten Ländern.
Frauen. Als besondere Herausforderung nennt die OECD zugewanderte Frauen. Sie arbeiten deutlich seltener als Frauen, die in Österreich geboren sind. Viele von ihnen würden aber gerne arbeiten. Sie brauchen mehr Hilfe, zum Beispiel bei der Betreuung ihrer Kinder.
Wenn mehr zugewanderte Frauen arbeiten, können sich auch ihre Kinder besser integrieren. Die Kinder haben dann mehr Kontakt zur deutschen Sprache. Und sie lernen auch die österreichische Gesellschaft besser kennen.
Tipp: Abschluss anerkennen lassen
Wer den eigenen Abschluss oder die eigene Ausbildung aus dem Ausland anerkennen lassen will, kann sich bei der Anlaufstelle für Anerkennung informieren und beraten lassen. Alle Infos dazu unter: www.anlaufstelle-anerkennung.at/anlaufstellen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Fast 400.000 Menschen ohne Job
In Österreich sind immer mehr Menschen ohne Arbeit. Im November 2025 waren fast 400.000 Personen arbeitslos oder in einer Schulung des AMS. Das sind etwa 15.000 Menschen mehr als im November 2024.
Der Grund ist die wirtschaftliche Situation. Die Wirtschaft in Österreich läuft seit drei Jahren nicht gut. Viele Firmen haben Probleme. Deshalb stellen sie weniger neue Mitarbeiter:innen ein. Immer wieder müssen Firmen Leute kündigen.
Und es werden noch mehr werden. Bis Ende Jänner 2026 werden voraussichtlich noch 50.000 Menschen ihre Arbeit verlieren. Der Grund ist die Jahreszeit: Im Winter gibt es weniger Arbeit in der Landwirtschaft und auf Baustellen.
Besonders viele Menschen verlieren ihre Arbeit in Geschäften und Supermärkten. Auch bei Transport-Unternehmen und Lieferdiensten werden Jobs gestrichen. In der Industrie gibt es ebenfalls weniger Arbeit.
Wer besonders betroffen ist. Die Arbeitslosigkeit steigt nicht für alle Menschen gleich stark. Frauen sind stärker betroffen: Bei ihnen steigt die Arbeitslosigkeit um mehr als 6 Prozent. Das ist deutlich mehr als bei Männern. Ältere Menschen ab 50 Jahren finden besonders schwer einen neuen Job. Und Menschen, die schon lange ohne Arbeit sind, haben es noch schwerer.
Was die Regierung dagegen macht. Die Regierung plant mehrere Programme:
Das Programm "55 plus" soll Langzeit-Arbeitslosen, die schon älter sind, helfen. Es richtet sich an Menschen ab 50 Jahren, die schon länger keine Arbeit haben. Sie sollen in sozialen Einrichtungen oder bei der Stadt arbeiten können. Außerdem bekommen sie Weiterbildungen.
Die Regierung hat auch ein Programm für Menschen, die in Hotels und Restaurants arbeiten. Viele arbeiten dort nur im Sommer oder Winter und sind zwischendurch arbeitslos. Ziel ist es, dass mehr Menschen das ganze Jahr über arbeiten können.
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Wird es 2026 besser? AMS-Chef Johannes Kopf ist vorsichtig. Er sagt: Es gibt erste kleine Zeichen, dass es langsam besser wird. Aber diese Zeichen sind noch sehr schwach. Kopf glaubt nicht, dass es 2026 eine starke Verbesserung geben wird. Die Wirtschaft wird sich nur langsam erholen.
Politik verliert das Vertrauen der Menschen
Die schwierige Situation in der Wirtschaft und die vielen Menschen ohne Job sind zwei der Gründe, warum immer mehr Menschen in Österreich unzufrieden mit der Politik sind. Wie hoch das Vertrauen der Menschen in die Politik derzeit ist, zeigen neue Untersuchungen.
Eine davon zeigt: Immer mehr Leute verlieren das Vertrauen in die Politik. Im Jahr 2018 fanden noch 64 von 100 Menschen, dass die Politik in Österreich gut funktioniert. Heute sind es nur noch 35 von 100 Menschen. Das ist ein großer Rückgang.
Befragung. Auch die Universität Graz und die Donau-Universität Krems befragen dazu regelmäßig Leute in Österreich. Und auch hier zeigt sich: Die Hälfte der Menschen vertraut der Politik nicht mehr. Zwei Drittel der Menschen fühlen sich machtlos. Sie haben das Gefühl, dass die Regierung nicht auf die Menschen hört. Trotzdem finden fast alle Menschen in Österreich, dass die Demokratie die beste Form ist, um ein Land zu regieren.
Gründe. Es gibt mehrere Gründe für die Unzufriedenheit. Der wichtigste Grund im letzten Jahr war: Alles ist teurer geworden. Lebensmittel, Wohnungen, Energie kosten mehr. Viele Menschen haben weniger Geld.
Was sich ändern muss. Katrin Praprotnik erforscht Politik. Sie sagt: Politiker:innen reden zu oft schlecht übereinander. Dadurch verlieren viele Menschen immer mehr das Vertrauen in die Politik.
Um das zu ändern, muss die Wirtschaft besser werden. Die Menschen brauchen mehr Geld und sichere Jobs. Außerdem muss die Politik mehr gegen Korruption tun. Korruption bedeutet: Politiker:innen nutzen ihre Macht für sich selbst aus, zum Beispiel um Geld zu bekommen.
Der 8. Dezember ist ein Feiertag
Am Montag, 8. Dezember, ist in Österreich ein Feiertag. Er heißt Mariä Empfängnis. Das ist ein katholischer Feiertag. An diesem Tag haben die meisten Menschen frei. Auch die Schulen sind geschlossen.
Ausnahme. Normalerweise haben an einem Feiertag auch die Geschäfte geschlossen. Nicht so am 8. Dezember. Nachdem im Dezember viele Menschen ihre Einkäufe für Weihnachten erledigen, wurde 1995 entschieden, dass die Geschäfte an diesem Feiertag aufsperren dürfen. Heute ist der 8. Dezember der wichtigste Einkaufs-Tag vor Weihnachten.

Nicht alle Geschäfte haben offen. Dieses Jahr bleiben einige Geschäfte zu. Lidl zum Beispiel hat alle Filialen geschlossen. Auch die Geschäfte von REWE bleiben zu. Zu REWE gehören Billa, Penny, Adeg und Bipa.
HOFER hat alle Filialen geöffnet. Auch viele SPAR-Geschäfte sind offen. Diese Geschäfte dürfen am 8. Dezember aber nur von 10:00 bis 18:00 Uhr öffnen.
Tipp: Wenn du am 8. Dezember einkaufen möchtest, prüfe, welche Geschäfte in deiner Nähe geöffnet sind.
Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.
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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag,
11. Dezember 2025.
Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.
Liebe Grüße
Petra und Michi
Team „Österreich für dich“