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THOW Newsletter | No. 1

Was mich bewegt zur Fastenzeit

Seit Jahren fasten wir vor Ostern. Von Aschermittwoch bis Ostern verzichten wir: auf Alkohol, Süßes, Kaffee, Medien oder andere Gewohnheiten.

Aber wie ehrlich war ich dabei zu mir selbst?

Ja, auch für den Herrn. Aber ebenso für mich. Für die überschüssigen Pfunde. Für das schlechte Gewissen. Für den Beweis, dass ich es kann. Dass keine Gewohnheit mich beherrscht. Dass ich sündigen – und es auch wieder lassen kann.

Ich habe dabei viel gelernt. Doch nicht alles verstanden.

Das Leben hat mich verändert. Krankheit zwang zur Ehrlichkeit. Der Kopf riet zur Besonnenheit. Doch ein Herz reift nur durch Gnade.

So stehe ich nun vor Aschermittwoch und frage:

Herr, was willst du wirklich von mir?
Was soll bleiben – und was darf gehen?
Jesus verlangt nicht meine Schokolade.
Er braucht keinen Verzicht als Beweis.

Zur Freiheit hat er mich berufen – soll ich nun im Fleisch vollenden, was im Geist begann?

Er zeigt mir tiefer, was mich bindet. Nicht die Gewohnheiten. Die Sicherheiten. Nicht der Genuss. Die Selbstgerechtigkeit.

Er will nicht, dass ich etwas nur für eine Zeit vermeide.
Er will heilen, was mich dauerhaft von ihm trennt.
Das verändert meine Perspektive.

Fasten ist dann nicht Selbstkasteiung. Sondern Raum für Beziehung. Darum will ich dieses Jahr weniger verzichten – und mehr ergreifen.

Mehr Gebet.
Mehr wache Aufmerksamkeit für das Gute.
Mehr Zeit in seiner Gegenwart.
Mehr Bereitschaft, mich senden zu lassen.

Und wenn es Verzicht bedeutet, will ich es annehmen.
Aber nicht als Beweis meiner Stärke.
Sondern als Antwort auf seine Liebe.

Denn am Ende geht es nicht darum, was ich loslasse.
Sondern wen ich gewinne – Jesus Christus.

Abschlussgedanke

Ich danke allen, die diesen Newsletter abonniert haben.

Ich möchte hier kein starres Format etablieren und keinen festen Rhythmus versprechen. Manches wird Prosa sein – wie heute zur Fastenzeit. Ein anderes Mal teile ich mein inneres Ringen mit Themen wie Göttern, Engeln, Kabbala oder den Apokryphen.

Ich möchte euch mitnehmen auf meinen Weg – in meinem Ringen, meinem Schreiben und meinem Glauben. Und weitergeben, was Er mir aufs Herz legt.

Bleibt mir gewogen.

Ich will treu sein in allem, was ich tue.

Euer Alexander

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