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4 Jahre “Friedliche Sabotage”

Die Fotomontage hat ein Freund für mich gemacht, aber ich kann mich nicht mehr erinnern, wer es war - mein Buch im "book block" einer italienischen Linksradikaledemo :)

10/02/2026


Liebe Leute,

Mein Blog feiert heute 4. Geburtstag, und um es gleich zu Beginn offen zu sagen: ich werde im Rahmen der Feierlichkeiten erstmal ein bisschen diesen Blog feiern – natürlich nicht, nie und nimmer, um mich selbst zu feiern, Ihr wisst, dass meine fast schon mönchische Bescheidenheit so ein Verhalten nie zulassen würde – um Euch dann, mit all den Selbstlobpreisungen im Rücken, zu bitten, meinen Blog zu abonnieren, und ihn im besten Fall auch noch ökonomisch zu unterstützen.



Was bisher geschah...

Wie Ihr vielleicht mitbekommen habt, werde ich dieses Jahr ein zweites Buch mit dem mandelbaum Verlag schreiben, Arbeitstitel: Solidarische Kollapspolitik: gemeinsam gegen die Angst, und als ich über ein Einführungskapitel nachdachte, spielte ich kurz mit dem Gedanken, es kurzerhand “I told you so” zu nennen, aber so dickish bin nicht mal ich, zumindest nicht, wenn ich kurz darüber nachdenke.

Aber nungut: als ich im März 2022 die These aufgestellt habe, dass mehr Klimakatastrophe zu WENIGER, nicht zu mehr Klimaschutz führen würde, weil mehr Verdrängung (Öffnet in neuem Fenster), und dass Klimaaktivist*innen immer verhasster und verfolgter würden, war ich damit ziemlich allein. In der Rückschau sehen wir: das war ne ziemlich präzise Vorhersage, und auch mit der nächsten “großen” These – Das Coming Out der Arschlochgesellschaft (Öffnet in neuem Fenster) – hab ich ziemlich richtig gelegen: die Rechten legen die Scham vor ihrem Nationalismus, ihrem Sexismus, ihrem Rassismus, ihrem kolonialen Mindset ab, was ihnen eine Wucht gibt, der wir von links kaum etwas entgegenzusetzen haben. Die Idee der faschistischen Rechten als “Befreiungsbewegung” (von der Scham, der Schuld, der Angst, und am Ende der Realität) hat ebenso wie die von der Verdrängungsgesellschaft sowohl hohen explanatorischen Wert, als auch eine starke Vorhersagefähigkeit (predictive capability).

Dann ging's in den Defensivschwenk (Öffnet in neuem Fenster), der nach ein bisschen Herumeiern in meine Reise nach Schweden (Öffnet in neuem Fenster) und die Formulierung der Idee einer “Kollapsbewegung (Öffnet in neuem Fenster)” auf der strategischen Basis “solidarischen Preppens (Öffnet in neuem Fenster)” mündete: dieser Blog wurde zu einem der zentralen Mobilisierungstools des ersten Kollapscamps (Öffnet in neuem Fenster), und ist, glaube ich, eine der Publikationen im deutschsprachigen Raum, die sich aktiv und dauern die Frage stellt: “was tun in der katastrophalen Zukunft? (Öffnet in neuem Fenster)” Klar, es gibt auch noch andere Fragen, aber diese ist verdammt wichtig, und sie wird an viel zu wenigen Orten diskutiert.

So, genug des Selbstlobs. Ich bin stolz auf diesen Blog, und ich bin den Menschen sehr, sehr dankbar, die durch ihn meine Arbeit unterstützen. Ohne sie hätte ich die letzten Jahre nicht all meine Energie der Sache und dem Suchen nach neuen Pfaden zu solidarischer Handlungsfähigkeit im Kollaps widmen können.



Was tun?

Naja, ich organisere zusammen mit Scully und immer mehr anderen Menschen das Zukunftstrainingslager (Öffnet in neuem Fenster), aber für Euch hab ich zwei Vorschläge: entweder abonniert Ihr meinen Blog gratis, weil Kommunismus, Bewegungsressource, all of that. Oder Ihr habt evtl ein paar Euro, um mich und meine Arbeit so zu unterstützen, und abonniert ihn deshalb für einen monatlichen Unterstützungsbeitrag. Meine ökonomische Situation ist sehr viel stabiler, als noch vor 1-2 Jahren, aber immer noch im Kern prekär. Alle Rechnungen können bezahlt werden, aber manchmal dippen wir noch gefährlich unter Null.

Daher dachte ich mir, ich frag mal nach.

Mit hoffnungsvollen Grüßen,

Euer Tadzio

2 Kommentare

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