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Wir brauchen Licht und Wärme

Gerade, wenn uns das Schicksal ins Gesicht spuckt.

„Wenn ihr wüsstet…“ Das denke ich manchmal, wenn ich hier meine hot Stories raushaue und immer so tue, als sei alles bestens in meinem kleinen Leben. Das ist es ja auch, jedenfalls sehr vieles. Ich hab ein Dach über dem Kopf, Blaubeeren im Kühlschrank, ein kochendes Herz in meiner Brust, ich liebe meinen Job, mein kleines Auto und mein wunderschönes Leben. Ich bin gesund, meine Familie ist gesund, und bald fahren wir alle gemeinsam in unsere großen Ferien nach Italien. Neulich schrieb mir eine liebe Followerin unter eine Story, die ich auf Instagram geteilt hatte, dass sie das auch unbedingt mal wieder machen wolle: an einem stinknormalen Dienstag einen Espresso in der Sonne trinken. Eine andere fragte mich, wie ich das mache, sie hätte den Eindruck, als würde ich stets tiefenentspannt durchs Leben gehen und alle Hürden mit sehr viel Anmut und Seelenruhe überwinden. Manchmal schreiben mir Leser, wie dankbar sie mir seien. Ich würde ihnen helfen, das Leben besser zu verstehen. Das ist lieb gemeint, ich weiß das. Aber leider verstehe ich das Leben selbst nicht so ganz. Manchmal sitze ich mit meinem Espresso in der Sonne und kaue mit der Therapeutin in meiner Rübe all meine Sorgen und Ängste durch. Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf und erschrecke mich: Bin ich eine miserable Mutter? Eine selbstgerechte Frau? Eine naive Träumerin? Manchmal hängt die Wäsche drei Tage lang, weil ich sie vergesse. Manchmal könnte ich anfangen zu heulen, weil mir irgendwas mal wieder so leid tut, das Vögelchen, das aus dem Nest geworfen wurde und direkt vor die Füße meiner Tochter fiel, der Streit von vorgestern, Kinder im Krieg, ja, hin und wieder auch ich selbst. Manchmal habe ich schon morgens um sieben drei Tassen Kaffee intus und schlafe trotzdem auf meinem Sessel im Schreibsalon nochmal ein. Manchmal stehe ich im Supermarkt und würde am liebsten den Kassierer anbrüllen. Aber dann erinnere ich mich: Wir schlagen alle irgendeine Schlacht im Leben, wer weiß, womit er gerade ringt. Bleib freundlich. Manchmal höre ich mein

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