Human Design begleitet mich seit Jahren – im Coaching, privat und im Sport. Es hilft, sich selbst und andere besser zu verstehen und leichter durchs Leben zu navigieren.
Wer liebt sie nicht, diese Persönlichkeitstest, die uns erklären, wer wir sind. Viele gehen in das Rabbit Hole von 16Personalities oder Myers Briggs, wollen wissen ob sie ein Delfin oder eine Eule sind, ein IFNP oder ein ENTP. Es macht Spaß, sich damit zu beschäftigen. Noch mehr Spaß macht es in meiner Welt, wenn man aus den gewonnen Erkenntnissen alltagstaugliche Handlungen ableiten kann. Hier kommt das Human-Design-System ins Spiel.
Human Design ist für mich die akkurateste Modalität, die ich bislang entdeckt habe, wenn es darum geht, Kommunikation oder Energie zu lenken und uns selbst und andere besser zu verstehen. Es geht nicht darum, sich gegenseitig einen Stempel aufzudrücken, sondern die Erkenntnisse alltagstauglich und praktikabel im Alltag auszuprobieren. Human Design geht so tief, dass ich ebenfalls herausfinden kann, warum bestimmte Ernährungspraktiken für mich besser oder schlechter funktionieren als für andere und welchen Einfluss eine bestimmte Umgebung auf mich haben kann.

Wegweiser und Hilfestellung
Ich merke immer noch, dass ich mich mit dem Human Design zurückhalte, weil ich Sorge habe, Menschen damit zu verprellen, falls sie es ablehnen, weil sie vielleicht mich als Person ablehnen, wenn sie bemerken, dass ich diese Modalität hilfreich finde. Dasselbe Thema gibt es bei jedem System, so auch im Neurolinguistischen Programmieren (NLP) oder bei Systemischen Aufstellungen, was ebenfalls in meine Arbeit einfließt. Es gibt Menschen, die Systeme dogmatisch lehren und auch solche, die sie als Ausrede für ihr Verhalten benutzen. Ich habe eine bestimmte Art, mit solchen Modalitäten zu arbeiten: Ich verfalle ihnen nicht, stelle sie immer wieder in Frage, probiere sie an mir selbst aus und sehe sie als Wegweiser und Hilfestellung, um bestimmte Themen punktueller angehen zu können und Themen für mich und andere zu lösen.
Kürzlich schrieb mir eine Kundin, dass die Maßnahme, ihrer Tochter (15) mehr Raum für selbstbestimmte Entscheidungen im Alltag zu geben, nicht nur wunderbar funktioniert, sondern sich auch gleichzeitig die Allergie-und-Asthmasymptomatik der Tochter erheblich verringert habe. Wir hatten zu dritt das Human Design betrachtet und die Bedürfnisse im gemeinsamen Coaching besprochen.
Seit 2018 lerne, lebe und lehre ich das Human Design System und stelle immer wieder fest, wie viel leichter es für Eltern ist, Wünsche oder Sehnsüchte ihrer Kinder zu akzeptieren, wenn ich ihnen zeigen kann, dass diese im Design angelegt sind. Und gleichzeitig kann ich den Kindern das Design der Eltern näher bringen, damit auch sie bestimmte Aspekte besser verstehen und berücksichtigen. Das gilt genauso für Beziehungen unter Erwachsenen oder Konstellationen in Teams. Gemeinsam auf so eine Grafik zu schauen, nimmt nach meiner Erfahrung viel Druck und befreit von den typischen Gedanken, missverstanden zu werden oder sich nicht erklären zu können.
Mehr als nur Erkenntnisse
In meinen Augen hilft Human Design dabei zu verstehen, warum wir in bestimmten Situationen auf eine gewisse Weise reagieren. Mir ist vieles klar geworden, als ich das erste Mal das Design meiner Eltern betrachtet habe. Auch bei den Töchtern von meinem Freund haben wir so viele spannende Aspekte entdeckt, auf die wir eingehen und das macht so vieles im Alltag leichter.
https://steady.page/de/ninjaswelt/posts/e9e81613-4332-4c7e-9e7a-01e17871a558 (Öffnet in neuem Fenster)Es geht nämlich nicht darum, bei den Erkenntnissen stehen zu bleiben, sondern praktikable Wege zu finden, die Energie in die richtigen Bahnen zu lenken. Was brauche ich, damit ich anders reagieren kann, was erlaube ich mir nicht und warum nicht? Wie könnte es einfacher gehen und kann es sein, dass wir gerade unterschiedliche Dinge brauchen und niemand von uns deshalb falsch ist?
Die häufigste Reaktion, die ich bekomme, wenn ich Human Design Readings gebe oder die Modalität in Coachings einsetze, ist dass Menschen sich und andere weniger verurteilen, sich weniger falsch fühlen und wenn sie Ideen ausprobieren, die ich ihnen für ihr Design mitgebe, meist sehr zügig die passenden Handlungsmöglichkeiten und Wege für sich finden. Es hilft, Missverständnisse zu reduzieren, andere Menschen weniger zu verurteilen und zu akzeptieren, dass wir alle unterschiedlich sind und es deshalb auch gar nicht so viel Sinn macht, wenn wir alle die gleichen Dinge oder die Dinge auf ein und dieselbe Weise tun.

Worauf basiert Human Design?
Human Design kombiniert traditionelle Lehren wie das I Ging, die Kabbalah, und die hinduistische Chakrenlehre mit Quantenphysik, Genetik, Biochemie und der Planetenstellung. Ich habe mal für ein Human-Design-Training diese kleine Präsentation erstellt (Öffnet in neuem Fenster), die die Hintergründe kurz zusammenfasst. Manche Menschen interessiert das, andere wollen mehr über ihr eigenes Design erfahren und sich gar nicht selbst so tief hineindenken.
Alle Varianten sind ok und gut und es kommt eben darauf an, wie man angelegt ist. Ich mache gern beides, also ich zeige Menschen ihr Design, erzähle möglichst leicht verständlich wo Stärken, wo Herausforderungen liegen und gebe Ideen und Tools mit – und wenn jemand verstehen möchte, warum ich sehe, was ich sehe und wie sich das zusammensetzt, erkläre ich auch das.
Das mal der Start hier zu dem Human Design Thema. Ich werde mal schauen, dass ich in Zukunft mehr Inhalte dazu teile. Auf meinem Rechner habe ich ein ganzes Sammelsurium an Texten, von den fünf Energietypen über die 32 Kanäle, die an die Kabbalah angelehnt sind über die neun Zentren, die 64 genetischen Codes, die Planeten und mein Lieblingsthema, die Tiefenstuktur mit den Hexagramm-Linien, den Tönen und Farben, die manchmal der absolute Shortcut sein können, um ein Thema zu bearbeiten. Wer mag, kann sich die kleine Präsentation mit den Hintergründen anschauen. Ich habe auch einen kleinen, ein bisschen heimlichen Instagram-Account für human design (Öffnet in neuem Fenster), da könnt ihr gern vorbeischauen, wenn euch das Thema interessiert. 😉
Eine Mini-kleine Einführung in Human Design (Öffnet in neuem Fenster)