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Meine Gedanken mobben mich


Mobbing – und keiner sieht’s

Wenn wir „Mobbing“ hören, denken viele an Pausenhof, Büroflur oder WhatsApp-Gruppen.
Aber was, wenn das Mobbing unbemerkt passiert… und zwar in deinem eigenen Kopf?

Was, wenn du selbst der Mensch bist, der dich am härtesten beurteilt?

Sogar  v e r urteilt
Der dich klein macht…
ständig kritisiert…
und dir jeden Erfolg mit einem „Ja, aber…“ vermiest?

Meine Gedanken gegen mich

Es hat eine Weile gedauert, bis ich erkannt habe, wie gemein ich innerlich mit mir spreche.
Wenn ich müde war… kam ein „Reiß dich zusammen“.
Wenn ich traurig war… ein „Jetzt stell dich nicht so an“.
Wenn ich gelobt wurde… ein inneres Abtun.

Ich hätte so nie mit jemand anderem gesprochen.
Aber mit mir? Dauerfeuer.

Ich habe meine Gedanken machen lassen.
Automatisiert. Ungefiltert. Ohne Widerrede.

Mir waren diese Gedanken und ihre fatalen Auswirkungen auf mein Gemüt lange nicht bewusst.

Bis ich ‘hinhörte’.

Das Unsichtbare erkennen

Es gibt kaum sichtbare Spuren… keine blauen Flecken.
Aber das, was solche Gedanken in dir anrichten, geht tiefer als viele glauben.
Sie nagen.
Sie lähmen.
Sie lassen dich an dir selbst zweifeln. Leise, aber konstant.

Und oft merkt es niemand.
Weil du lächelst. Funktionierst. Nach außen stark wirkst.

Aber in dir drin… ist Dauerangriff.
Und du bist gleichzeitig Täterin, Zuschauerin und Opfer.

Ein Aufstand im Kopf

Ich habe irgendwann beschlossen, da nicht mehr mitzumachen.
Nicht durch Affirmationen auf rosa Post-its.
Sondern durch ehrliches Hinschauen.

Ich habe angefangen, meine inneren Sätze zu hinterfragen:
Ist das wirklich wahr?
Würde ich das meiner besten Freundin so sagen?
Was will ich stattdessen denken?

Es ist ein Prozess.
Ein tägliches Hinterfragen von alten Mustern.

Und die können auch mal erst nach vielen Monaten oder Jahren  bewusst werden.

Nicht mit Wut… sondern mit Klarheit.
Und wichtig: mit Mitgefühl für sich selbst.

Du musst dich nicht mit allem in deinem Kopf identifizieren
Gedanken sind nicht du.
Sie sind Impulse, die du beobachten, sortieren, verändern kannst.

Und ja… es braucht Übung.
Aber es lohnt sich.
Weil du plötzlich Platz schaffst…für neue Gedanken.
Für Freundlichkeit. Für inneren Frieden.
Für eine Haltung, die dich stärkt, statt dich kleinzuhalten.

Wenn du spürst, dass dich deine Gedanken mobben:
Du bist nicht verrückt.
Du bist nicht schwach.

Du bist nicht das, was dir die mobbenden Gedanken erzählen wollen.

Sag ihnen: ‘Stopp!’
Du bist wacher als die meisten.

Was hilft dir, wenn’s im Kopf laut wird?
Ich freu mich, wenn du’s teilst.
Vielleicht liest es heute jemand, der’s dringend braucht.

Kategorie GedankenQuelle

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